Das pädagogische Konzept

des privaten beruflichen Gymnasiums

»Die Unterstützung aller Lehrer zog sich wie ein roter Faden durch die gesamten drei Jahre, die ich bei Campus verbracht hatte.«

Max Krasemann, Abiturient 2016

Prof. Dr. Eberhard Meuman

Das pädagogische Gesamtkonzept der gymnasialen Oberstufe bei Campus Berufsbildung e. V. Berlin ist handlungsorientiert. Im Zentrum unserer Tätigkeit steht die Frage, wie durch pädagogische Führung Selbsttätigkeit so angeregt wird, dass Lernende Kreativität, Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit entwickeln, kurzum: sich frei entfalten können und ihren Platz in der Gesellschaft finden. Befähigung, eigenständig Lösungswege zu suchen, Alternativen bei der Problemlösung aufzuspüren ist ein wesentliches Anliegen der modularen Ausbildung.

Letztendlich zielt pädagogische Führung auf die Befähigung, die Freiräume, die sich der Persönlichkeit bieten, sinnvoll zu nutzen, deren Selbstmanagement zu qualifizieren. Das pädagogische Konzept der gymnasialen Oberstufe bei Campus Berufsbildung e. V. Berlin geht davon aus, dass die Vorbereitung und Gestaltung des Fachunterrichts, der Grund- und Leistungskurse, der Projektarbeit im Team, der Bewältigung von Einzelaufträgen auf die zunehmend selbstständige Tätigkeit der künftigen Abiturienten zu rich- ten ist, denn Persönlichkeitsentwicklung vollzieht sich in der Tätigkeit, in der aktiven Auseinandersetzung mit den jeweiligen Gegenständen. Unser pädagogisches Konzept umfasst den komplexen Prozess der Vermittlung und Aneignung grundlegenden Wissens und Könnens und der Entwicklung handlungsorientierender Werte.

Wir wissen: Lernen ist ein aktiver Prozess im Inneren der Persönlichkeit, der durch äußere Reize angeregt wird. Pädagogische Führung ist auf diese Anregungen zur Selbstentfaltung der Persönlichkeit gerichtet. Ganz in diesem Sinne bilden in unserem Konzept Fordern und Fördern eine Einheit. Natürlich gilt auch hier: Von anderen etwas zu fordern ist leicht. Das aber ist das Allerschwerste: die Forderung an sich selbst! Deshalb legen wir großen Wert auf die Vorbildwirkung des pädagogischen Personals, sowohl hinsichtlich ihrer fachlichen als auch didaktischen und sozialpädagogischen Kompetenz.

In unserem pädagogischen Konzept ist Unterrichtung mehr als Stoffvermittlung und -aneignung. Unterrichtung geht weit hinaus über das didaktische Dreieck Stoff – Lehrende/r – Lernende/r. Wir lassen uns davon leiten, dass Lehren und Lernen, Beraten und Anleiten als sozialer Prozess vielgestaltiger Interaktionen innerhalb der Gruppe gestaltet wird. Unser pädagogisches Gesamtkonzept ist auf den komplexen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung unter Beachtung der jeweiligen individuellen Zugangsvoraussetzungen der Zielgruppe gerichtet.

»Die Unterstützung aller Lehrer zog sich wie ein roter Faden durch die gesamten drei Jahre, die ich bei Campus verbracht hatte.«

Max Krasemann, Abiturient 2016

»Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß; mit dem Wissen wächst der Zweifel.«

Goethe, Maximen und Reflexionen

Das Campus

Qualitätssicherungssystem

Das Campus Qualitätssicherungssystem vermittelt das erforderliche Feedback und verdeutlicht signifikante Fortschritte vor allem hinsichtlich der gewachsenen Motivation, des entwickelten Selbstwertgefühls, des fortgeschrittenen Selbstmanagements, der Team- und Handlungsfähigkeiten sowie der deutlich verbesserten Beherrschung elementarer Kulturtechniken.qualitaetssystem campus berlin

Das Modell veranschaulicht in Kurzfassung unsere Herangehensweise, die ganzheitliche Sichtweise auf die Persönlichkeit als bio-psychosoziale Einheit, die es erfordert und ermöglicht, gleiche Ziele in einer Gruppe auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen. Grund- und Leistungskurse in der zweijährigen Qualifizierungsphase sind dazu in hervorragender Weise geeignet. Bildungsbausteine zur Erweiterung der fachlichen Kompetenz werden verzahnt mit pädagogischer Tätigkeit zur Entwicklung sozialer Kompetenz der Schüler. Die Modularisierung der Bildungsinhalte ermöglicht es, den Prozesscharakter der einzelnen Gegenstände so zu vermitteln, dass die Aneignung praxisnah und anwendungsbereit erfolgt. Komplexe Abläufe werden im Zusammenhang dargestellt, erkannt und verinnerlicht. Die Modulabfolge ist auf der Grundlage der von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Kraft gesetzten Rahmenpläne für die gymnasiale Oberstufe so gestaltet, dass sie der Struktur des Stoffes, didaktischen und lernpsychologischen Aspekten gerecht wird.

Zugleich verbindet dieses handlungsorientierte modulare Konzept die Vermittlung und Aneignung fachlicher und sozialer Kompetenzen der Schüler mit der Entwicklung ihres Wertbewusstseins und ihrer Motivation. Im pädagogischen Konzept der gymnasialen Oberstufe bei Campus Berufsbildung e. V. Berlin bilden die Vermittlung und Aneignung grundlegenden Wissens und Könnens und die Entwicklung handlungsorientierender Werte zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben allgemein und am künftigen Studium und nachfolgenden Erwerbsleben im Besonderen eine Einheit. Modernste materiell-technische Ausstattung und ein hoch motiviertes und qualifiziertes Lehrerkollegium als Partner der Oberstufenschüler gewährleisten die Realisierung des anspruchsvollen pädagogischen Konzepts. Individuelle Beratung zur Kurswahl und zu zusätzlichen Bildungsangeboten basiert auf Verhaltensbeobachtungen, psychologischen Testverfahren zur Ermittlung besonderer Neigungen und auf Einzelgesprächen.

Auf dieser Grundlage werden mit den Schülern und durch sie individuelle Entwicklungspläne konzipiert. Sie beinhalten sowohl Maßnahmen zur Vervollkommnung der Fach- und Methodenkompetenz als auch Aufgabenstellungen zum Verhaltens- und Motivationstraining. Unserem pädagogischen Konzept liegt die in der Praxis vielfältig bestätigte Erkenntnis zugrunde, dass Erfolgserlebnisse die Motivation und die Freude am Lernen in besonderer Weise fördern. Motivation und Lernerfolg sind untrennbar miteinander verbunden. Die Praxis lehrt: Erfolgserlebnisse sind der beste Stimulus für weitere Anstrengungen, erhöhen das Selbstwertgefühl und die Freude an anspruchsvoller Lerntätigkeit nicht nur auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung, sondern auch im Sozialverhalten. Wesentlich für das Klima in der Gruppe und für den Erfolg der/des Einzelnen ist, ob Schülerinnen und Schüler das Lernen als Freude oder Qual empfinden.

Es ist eine alte Erfahrung: Menschen, die über ein reiches Wissen verfügen, wissen – besser als andere -, dass ihr Wissen unvollkommen und lückenhaft ist.

Daraus erwächst für Menschen, die sich dieser Zusammenhänge bewusst sind, die Motivation, in neue Gebiete vorzustoßen, Wissenslücken zu schließen. Sie sind dem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Sie empfinden Freude am Entdecken neuer Zusammenhänge, sind begeistert und bereit, sich der Anstrengung des Gedankens zu unterziehen. Mit anderen Worten: Diese Menschen sind offen für Neues. Sie denken positiv. Diese Lebenseinstellung prägt ihre Erwartungshaltung, wenn sie sich neuen Gebieten zuwenden.berufsvorbereitung privatschule berlin

Die menschliche Psyche ist so strukturiert, dass die Erwartungshaltung durch die Lebenseinstellung bestätigt wird. Pädagogische Arbeit ist deshalb darauf gerichtet, eine positive Lebenseinstellung zu entwickeln. Dabei verkennen wir nicht, dass dieser Prozess nicht geradlinig, sondern häufig sehr widersprüchlich verläuft und Rückschläge, Motivationsverlust, Ernüchterung und auch Frustration auftreten. Geduld, Feinfühligkeit und pädagogische Konsequenz sind in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen unverzichtbar. Das wissen und praktizieren die Lehrkräfte der Campus Berufsfachschule. Sie sehen ihre komplexe Verantwortung als Lehrer und Berater in der Einheit von fachlicher, didaktisch-methodischer und sozialpädagogischer Kompetenz.

Bestandteil unseres handlungsorientierten Konzepts sind die Qualitätsurteile, in denen die Schüler ihre Einschätzung zu den Inhalten der Bildungsmodule, den Bildungsmitteln, der Vermittlung der Inhalte und der Organisation der Durchführung abgeben können. Diese Befragungenwerden regelmäßig und systematisch ausgewertet und fließen in den Entwicklungsprozess der Bildungsgänge und die Qualifizierung der Modulinhalte ein.

Begleitung und Reflexion des pädagogischen Prozesses

Unser pädagogisches Konzept impliziert die von allen nachvollziehbare Binsenweisheit, dass eine Schule so gut ist wie ihre Lehrer. Dies gilt für die Grundschule ebenso wie für das Gymnasium oder die Hochschule und natürlich auch für private Bildungsanbieter im beruflichen Bereich. Dieser hohe Anspruch ist auch Leitlinie unseres Handelns zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe. Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit institutionalisierter Bildung ist weitgehend abhängig von der Qualität der pädagogischen Arbeit und diese wird wesentlich bestimmt durch die Qualifikation der Lehrkräfte.

Qualifikation ist hier im umfassenden Sinne zu verstehen, geht es doch um

  • die persönliche Ausstrahlung
  • die soziale Kompetenz
  • das fachliche Know-how
  • das pädagogisch-psychologische Wissen und Können
  • die didaktischen Fähigkeiten der Lehrkraft