Rahmenplan für die Einführungsphase

Inhalt

  1. Grundlegende Ziele der Einführungsphase
  2. Modul- und Kursfolge
  3. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Deutsch
  4. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Englisch
  5. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Französisch
  6. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Spanisch
  7. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Geschichte/Politikwissenschaft
  8. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Mathematik
  9. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Informatik
  10. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Chemie
  11. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Physik
  12. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Wirtschaft
  13. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Rechnungswesen/Controlling
  14. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Recht
  15. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Geographie
  16. Modulinhalte und Kompetenzen des Faches Sport

 

Prof. Dr. Eberhard Meumann

Rahmenplan für die Einführungsphase des privaten beruflichen Gymnasiums

Der Rahmenplan basiert auf der

Verordnung über die gymnasiale Oberstufe vom 18. April 2007 (GVBl. S. 156), zuletzt geändert durch Verordnung vom 11. Februar 2010 (GVBl. S. 82), in der jeweils gültigen Fassung sowie der AV Prüfungen vom 12. Mai 2006 (ABl. S. 2745), zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschriften vom 13. April 2010 (ABl. S. 646).

Stundentafel der Einführungsphase an beruflichen Gymnasien;

Der Rahmenplan berücksichtigt

das Kerncurriculum des in einem länderübergreifenden Projekt vom Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM), vom Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) und vom Landesinstitut für Schule und Ausbildung Mecklenburg-Vorpommern (L.I.S.A.) unter Berücksichtigung der jeweiligen landesspezifischen schulrechtlichen Bestimmungen.

Die Vermittlung und Aneignung der Qualifikationen erfolgt bei Campus Berufsbildung e.V. Berlin in einem pädagogisch und fachwissenschaftlich strukturierten flexiblen modularen System. Die Module sind so angeordnet, dass sowohl die Struktur des Stoffes als auch didaktische und lernpsychologische Aspekte in einer Weise zum Tragen kommen, die ein tiefes Verständnis der Sachverhalte und die Anwendung in praxisnahen Situationen ermöglicht.

Grundlegende Ziele der Einführungsphase

Im Unterricht der Einführungsphase vertiefen und erweitern die Schülerinnen und Schüler die in der Sekundarstufe I erworbenen Kompetenzen und bereiten sich auf die Arbeit in der Qualifikationsphase vor. Spätestens am Ende der Einführungsphase erreichen sie die für den Eintritt in die Qualifikationsphase erforderlichen Kompetenzen mit dem Ziel, den Anforderungen eines Hochschulstudiums oder einer beruflichen Ausbildung gerecht zu werden. Sie handeln zunehmend selbstständig und übernehmen Verantwortung in gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen.

Die Grundlagen für das Zusammenleben und -arbeiten in einer demokratischen Gesellschaft und für das friedliche Zusammenleben der Völker sind ihnen vertraut. Die Lernenden erweitern ihre interkulturelle Kompetenz und bringen sich im Dialog und in der Kooperation mit Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung aktiv und gestaltend ein.

Eigene und gesellschaftliche Perspektiven werden von ihnen zunehmend sachgerecht eingeschätzt. Die Lernenden übernehmen Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen, für die Gleichberechtigung der Menschen ungeachtet des Geschlechts, der Abstammung, der Sprache, der Herkunft, einer Behinderung, der religiösen und politischen Anschauungen, der sexuellen Identität und der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung.

Im Dialog zwischen den Generationen nehmen sie eine aktive Rolle ein. Sie setzen sich mit wissenschaftlichen, technischen, rechtlichen, politischen, sozialen und ökonomischen Entwicklungen auseinander, nutzen deren Möglichkeiten und schätzen Handlungsspielräume, Perspektiven und Folgen zunehmend sachgerecht ein. Sie gestalten Meinungsbildungsprozesse und Entscheidungen mit und eröffnen sich somit vielfältige Handlungsalternativen.

Der beschleunigte Wandel einer von Globalisierung geprägten Welt erfordert ein dynamisches Modell des Kompetenzerwerbs, das auf lebenslanges Lernen und die Bewältigung vielfältiger Herausforderungen im Alltags- und Berufsleben ausgerichtet ist. Hierzu durchdringen die Schülerinnen und Schüler zentrale Zusammenhänge grundlegender Wissensbereiche, erkennen die Funktion und Bedeutung vielseitiger Erfahrungen und lernen, vorhandene sowie neu erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten miteinander zu verknüpfen. Die Lernenden entwickeln ihre Fähigkeiten im Umgang mit Sprache und Wissen weiter und setzen sie zunehmend situationsangemessen, zielorientiert und adressatengerecht ein.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, Defizite auszugleichen und Stärken weiterzuentwickeln. Sie vertiefen bzw. erwerben Grundlagen für das wissenschaftspropädeutische Arbeiten und bewältigen zunehmend komplexe Aufgabenstellungen selbstständig. Dabei wenden sie fachliche und methodische Kenntnisse und Fertigkeiten mit wachsender Sicherheit selbstständig an. Um ihre Kurswahl wohl überlegt treffen zu können, machen sie sich mit den unterschiedlichen Anforderungen für Grundkurs- und Leistungskursfach vertraut. Zur Vorbereitung auf die Arbeit in der jeweiligen Kursform erhalten sie individuelle Lernspielräume und werden von ihren Lehrkräften unterstützt und beraten.

Die Schülerinnen und Schüler entfalten anschlussfähiges und vernetztes Denken und Handeln als Grundlage für lebenslanges Lernen, wenn sie die in einem Lernprozess erworbenen Kompetenzen auf neue Lernbereiche übertragen und für eigene Ziele und Anforderungen in Schule, Studium, Beruf und Alltag nutzbar machen können. Diesen Erfordernissen trägt das bei Campus Berufsbildung e.V. Berlin praktizierte flexible modulare System durch die Auswahl der Themenfelder und Inhalte Rechnung, bei der nicht nur die Systematik des Faches, sondern vor allem der Beitrag zum Kompetenzerwerb berücksichtigt werden. Die Kooperation innerhalb der einzelnen Fachbereiche ist dabei von ebenso großer Bedeutung wie fachübergreifende Absprachen und Vereinbarungen.

Beim Lernen konstruiert jede Einzelne/jeder Einzelne ein für sich selbst bedeutsames Abbild der Wirklichkeit auf der Grundlage ihres/seines individuellen Wissens und Könnens sowie ihrer/seiner Erfahrungen und Einstellungen. Dieser Tatsache wird durch eine Lernkultur Rechnung getragen, in der sich die Schülerinnen und Schüler ihrer eigenen Lernwege bewusst werden, diese weiterentwickeln sowie unterschiedliche Lösungen reflektieren und selbstständig Entscheidungen treffen. So wird lebenslanges Lernen angebahnt und die Grundlage für motiviertes, durch Neugier und Interesse geprägtes Handeln ermöglicht. Fehler und Umwege werden dabei als bedeutsame Bestandteile von Erfahrungs- und Lernprozessen angesehen. Neben der Auseinandersetzung mit dem Neuen sind Phasen des Anwendens, des Übens, des Systematisierens sowie des Vertiefens und Festigens für erfolgreiches Lernen von großer Bedeutung. Solche Lernphasen ermöglichen auch die gemeinsame Suche nach Anwendungen für neu erworbenes Wissen und verlangen eine variantenreiche Gestaltung im Hinblick auf Übungssituationen, in denen vielfältige Methoden und Medien zum Einsatz gelangen. Lernumgebungen werden so gestaltet, dass sie das selbst gesteuerte Lernen von Schülerinnen und Schülern fördern. Sie unterstützen durch den Einsatz von Medien sowie zeitgemäßer Kommunikations- und Informationstechnik sowohl die Differenzierung individueller Lernprozesse als auch das kooperative Lernen.

Im Rahmen von Projekten, an deren Planung und Organisation sich die Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligen, werden über Fächergrenzen hinaus Lernprozesse vollzogen und Lernprodukte erstellt. Dabei nutzen Lernende überfachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten auch zum Dokumentieren und Präsentieren. Auf diese Weise bereiten sie sich auf das Studium und ihre spätere Berufstätigkeit vor.

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Modul- und Kursfolge

1. Schulhalbjahr ( 20 Unterrichtswochen; insgesamt 680 Stunden*) Der Pflichtunterricht im Klassenverband wird modularisiert erteilt; Kurse werden modularisiert durchgeführt (28 Wochenstunden); der Fremdsprachenunterricht erfolgt stundenweise wöchentlich (Englisch; zweite Fremdsprache – Spanisch – jeweils 4 Wochenstunden); ebenso Sport (2 Wochenstunden). Aus dem schulischen Angebot von insgesamt sieben Profilkursen dürfen zwei Profilkurse gewählt werden.

Module / Kurse Kürzel

Titel

Stunden / Wochen

KUDE 1 Deutsch 24 / 1
KUPO/KUGE Politikwissenschaft/Geschichte 24 / 1
KUMA Mathematik 24 / 1
KUWI /PAWI Wirtschaft 48 / 2
KURE Recht 24 / 1
KURW Rechnungswesen/Controlling 24 / 1
KUIN Informatik 24 / 1
KUPH Physik 24 / 1
KUCH Chemie 24 / 1
KUGO Geographie 24 / 1
KUDE 2 Deutsch 24 / 1
KUPO/KUGE 2 Politikwissenschaft /Geschichte 24 / 1
KUMA 2 Mathematik 24 / 1
KUWI 2 Wirtschaft 48 / 2
KURE 2 Recht 24 / 1
KURW 2 Rechnungswesen/Controlling 24 / 1
KUIN 2 Informatik 24 / 1
PKRW Rechnungswesen/Controlling 24 / 1
PKDE Deutsch 24 / 2
PKRE Recht 24 / 1
PKWI Wirtschaft 24 / 1
PKMA Mathematik 24 / 1
PK EN Englisch 24 / 1
PKFR Französisch 24 / 1
PKSP Spanisch 24 / 1

2. Schulhalbjahr ( 20 Unterrichtswochen; insgesamt 680 Stunden *) Der Pflichtunterricht im Klassenverband wird modularisiert erteilt; Kurse werden modularisiert durchgeführt (28 Wochenstunden); der Fremdsprachenunterricht erfolgt stundenweise wöchentlich (Englisch; zweite Fremdsprache – Spanisch – jeweils 4 Wochenstunden); ebenso Sport (2 Wochenstunden). Aus dem schulischen Angebot von insgesamt acht Profilkursen dürfen zwei Profilkurse gewählt werden.

Titel

Stunden / Wochen

KUDE 1 Deutsch 24 / 1
KUPO/KUGE Politikwissenschaft / Geschichte 24 / 1
KUMA Mathematik 24 / 1
KUWI / PAWI Wirtschaft 48 / 2
KURE Recht 24 / 1
KURW Rechnungswesen/Controlling 24 / 1
KUPH Physik 48 / 2
KUCH Chemie 24 / 1
KUGO Geographie 24 / 1
KUDE 2 Deutsch 24 / 1
KUPO/KUGE 2 Politikwissenschaft /Geschichte 24 / 1
KUMA 2 Mathematik 24 / 1
KUWI 2 Wirtschaft 48 / 2
KURE 2 Recht 24 / 1
KURW 2 Rechnungswesen/Controlling 24 / 1
KUIN 2 Informatik 24 / 1
PKRW Rechnungswesen/Controlling 24 / 1
PKDE Deutsch 24 / 2
PKRE Recht 24 / 1
PKWI Wirtschaft 24 / 1
PKMA Mathematik 24 / 1
PK EN Englisch 24 / 1
PKFR Französisch 24 / 1
PKSP Spanisch 28 / 1

*___

Legende:

KU Klassenunterricht (Pflichtunterricht) im Fundamentalbereich BK Basiskurse PK Profilkurs PA Projektarbeit

Abweichend von der amtlichen Stundentafel sieht das pädagogische Konzept bei Campus Berufsbildung e.V. pro Schulhalbjahr 20 Unterrichtsstunden mehr vor. Sie werden für den Pflichtunterricht Englisch genutzt.

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Deutsch

  • Vertiefung der Rezeption und Produktion literarischer und pragmatischer Texte
  • Funktionen und Begriffe von Sprache

Der Profilkurs führt durch die Auseinandersetzung mit dem Literatur- und Sprachbegriff an die literatur – und sprachtheoretische Vertiefung des Leistungskurses heran.

Lesen

Die Schülerinnen und Schüler

  • nutzen verschiedene Lesetechniken und Lesestrategien selbstständig und setzen sie zweck- und zielorientiert ein, vor allem zur Erfassung von Informationen und Textstrukturen,
  • erschließen in linearen und nicht linearen Sachtexten, die Fachwissen voraussetzen, zielgerichtet Informationsgehalt, Textintentionen, Textsortenspezifik und die Funktion ausgewählter sprachlich-stilistischer Darstellungsmittel,
  • erschließen komplexere epische, lyrische und dramatische Texte, die an Alltagserfahrungen und mediale Kenntnisse anschließen, berücksichtigen ihre spezifischen Erscheinungsformen in unterschiedlichen Textsorten und historische sowie soziokulturelle Kontexte und differenzieren zwischen unterschiedlichen Perspektiven.

Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden Verfahren des prozesshaften Schreibens auch für komplexere Vorhaben zunehmend flexibel und planvoll an,
  • stellen ihre Schreibprodukte in einem Schreib-Portfolio zusammen,
  • beherrschen reproduktive Textarten wie Bericht und Protokoll zur Information über komplexere Sachverhalte, über Gesprächsverläufe und -ergebnisse und Arbeitsabläufe,
  • verfassen eine Facharbeit unter Beachtung von Adressat und Intention und geeigneten Medien zur Präsentation,
  • schreiben kurze Reden zu vertrauten Anlässen,
  • nutzen Formen appellativen Schreibens gezielt, wobei sie die Erwartung des Rezipienten antizipieren,
  • verfassen Interpretationen über überschaubare literarische und pragmatische Texte unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Erscheinungsformen in unterschiedlichen Textsorten sowie ausgewählter sprachlich-stilistischer Mittel,
  • gehen mit literarischen Texten – auch experimentierend – um, indem sie sie umschreiben, weiterschreiben, Leerstellen füllen, sie kürzen, Figuren einführen und/oder das Genre ändern
  • verfassen zu überschaubaren Fragestellungen argumentative und erörternde Texte, auch mit Bezug auf Textvorlagen,
  • wenden allgemeine Wort- und Äußerungsmuster sowie wichtige Rechtschreibregeln routiniert an und nutzen zielgerichtet Schreib- und Prüfstrategien, um orthografische und grammatische Probleme zu lösen, zu beschreiben und zu reflektieren,
  • wenden geeignete Hilfsmittel gezielt und selbstständig an,
  • korrigieren und vermeiden Fehler mithilfe einer weitgehend selbstständigen Fehleranalyse.

Sprechen und Zuhören

Die Schülerinnen und Schüler

  • verwenden zweckgerichtet und hörerorientiert ein breites Spektrum an Sprechhandlungen sowie verschiedene Vortrags- und Redeformen und setzen Präsentationstechniken funktional ein,
  • verwenden Gesprächsstrategien sowie ein breites Spektrum von Sprechhandlungen gezielt für eigene kommunikative Zwecke unter Beachtung von Situations- und Sachangemessenheit sowie Hörerorientierung,
  • beobachten und bewerten eigenes und fremdes Gesprächsverhalten.

Sprachwissen und Sprachbewusstsein

Die Schülerinnen und Schüler

  • unterscheiden Strategien der Kommunikation, setzen diese gezielt ein, reflektieren ihre Wirkung und erkennen dabei auch Ursachen möglicher Verstehens- und Verständigungsprobleme in mündlichen und schriftlichen Kommunikationssituationen und nutzen ein Repertoire zur Korrektur und Problemlösung,
  • kennen, reflektieren und wenden vielfältige syntaktische, semantische sowie stilistische Mittel zur Gestaltung von Texten sowie zur Analyse von mündlicher und schriftlicher Kommunikation an und unterscheiden zwischen begrifflichem und metaphorischem Sprachgebrauch ausgewählter sprachlich-stilistischer Mittel.

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Englisch

Im Englischunterricht der Einführungsphase vertiefen und erweitern die Schülerinnen und Schüler die in der Sekundarstufe I erworbenen Kompetenzen und bereiten sich auf die Arbeit in der Qualifikationsphase vor. Spätestens am Ende der Einführungsphase erreichen sie die für den Eintritt in die Qualifikationsphase gesetzten Standards.

Eine zentrale Rolle spielt die Vermittlung bzw. Festigung sowohl von Texterschließungsverfahren als auch von Strategien, die ein erfolgreiches schriftliches und mündliches Kommunizieren ermöglichen. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler an fachspezifische Verfahren im Umgang mit Texten herangeführt. Sie präsentieren mindestens einmal selbst zusammengestellte Informationen. Daneben ist dem Umgang mit vielfältigen lebensweltorientierten Textformaten (z.B. Filme, grafische Darstellungen, Berichte, Beschreibungen, Biografien, Kataloge, Reiseprospekte, Inserate, Wetterberichte, Zeitungsartikel, Romane, Gedichte, Kurzgeschichten) sowie Aufgabenarten (z.B. Mediation, kreatives Schreiben) besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Ziel des Unterrichts in der Einführungsphase ist es, dass die Schülerinnen und Schüler grundlegende Satzbaumuster sowie eine gewisse Bandbreite an sprachlichen Strukturen beherrschen, sodass sie sich in vertrauten Situationen korrekt und angemessen verständigen können. Sprachliche Irrtümer kommen auch am Ende der Einführungsphase gelegentlich noch vor, beeinträchtigen jedoch nicht mehr die Verständlichkeit. Die Sicherung und Vertiefung der in der Sekundarstufe I erlernten sprachlichen Mittel geschehen im Kontext der inhaltlichen Arbeit. Im Zentrum steht die situationsgerechte und angemessene Kommunikation. Die Schülerinnen und Schüler erlangen dabei immer größere Selbstständigkeit darin, sich dafür erforderliche neue lexikalische und grammatikalische Elemente zu erschließen.

Hör- und Hör-/Sehverstehen

Die Behandlung von Medien zum Hör- und Hör-/Sehvermögen hat zum Ziel, die in der Sekundarstufe I erworbenen Kompetenzen zu sammeln und zu bündeln und so in die Arbeit mit komplexen Fragestellungen einzuführen. Ziel ist das Verstehen auch von komplexeren Präsentationen, Filmen, Nachrichtensendungen, Radiosendungen, Auszügen aus Reportagen, Debatten, Unterhaltungs-, Sport- und Musiksendungen etc. mit einem höheren Anteil unbekannter und nicht unmittelbar erschließbarer Lexik oder einigen nicht standardsprachigen Äußerungen.

Sprechen

Zu den in der Sekundarstufe I erworbenen Fertigkeiten tritt die Fähigkeit hinzu, auch ohne Vorbereitung über zunehmend komplexe Themenstellungen frei zu sprechen und differenzierte Redemittel sowie angemessene Formen der Höflichkeit zu gebrauchen.

Lesen

Die in der Sekundarstufe I erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten werden zusammengeführt und für die Bearbeitung komplexerer Texte und anspruchsvollerer Fragestellungen nutzbar gemacht. Texten werden detaillierte Informationen sowie in argumentierenden Texten auch Schlussfolgerungen entnommen. Zusätzlich werden anhand von fiktionalen Texten die Erzählperspektive und Grundlagen der Charakterisierung erarbeitet. Das Erkennen der Textsorte und der Intention des Verfassers wird an komplexeren Texten weiter geübt, wobei das gesamte Spektrum von Texten im erweiterten Textbegriff genutzt wird.

Zur Unterstützung der Technik des sinnerschließenden Lesens werden die Anfertigung einfacher Leseraster (reading logs), das extensive und intensive Lesen, das note taking (z.B. keywords, headings, grids, mind maps), die Arbeit mit dem Wörterbuch und die Nutzung des Internets für begrenzte Rechercheaufträge geübt.

Schreiben

Die Produktion von Texten konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Anfertigung lebensweltorientierter Texte. Im Besonderen empfehlen sich dafür Brief, Kommentar, Dialog, Filmskript, Film- und Buchbesprechung sowie Kurzzusammenfassungen (abstracts) von Informationen. Geübt werden auch das Anfertigen von Zusammenfassungen sowie Techniken des Zitierens.

Sprachmittlung

Bei der Übertragung von einer Sprache in die andere werden nun auch komplexere Texte, z.B. leicht verständliche Nachrichten, Wetterberichte, einfache Zeitungstexte, einfache standardisierte Briefe, zugrunde gelegt. Die Aufgaben umfassen neben der Übertragung der grundlegenden Aussagen in gegliederter Form auch die Kürzung und Verallgemeinerung des Ausgangstextes.

Umgang mit audiovisuellen Medien und Informationstechnologie

Die Schülerinnen und Schüler erkennen einige grundlegende filmische Mittel und werten diese im Rahmen einfacher Schreib- und Sprechaufträge (z.B. Alternativ-, Auswahl- und Zuordnungsaufgaben) aus.

Sie nutzen neben authentischen traditionellen Medien verstärkt das Internet zur gezielten Informationsbeschaffung; gleichzeitig erkennen sie Chancen und Risiken unterschiedlicher Medien und entwickeln eine medienkritische Haltung.

Präsentation

Präsentationen umfassen die Darstellung von Arbeitsergebnissen, die in Einzel- oder Gruppenarbeit erstellt worden sind. Die Schülerinnen und Schüler führen mindestens eine der folgenden handlungsorientierten Aufgaben aus:

  • Präsentation fachspezifischer bzw. fachübergreifender Inhalte
  • Referat (talk) zu einem Sachthema eigener Wahl aus dem unten skizzierten thematischen Rahmen, wobei Material zur visuellen Unterstützung eingesetzt wird (Poster, OHP-Folie, Powerpoint-Präsentation)
  • Buch-, Lied- oder Filmbesprechung
  • Erstellung eines Videos, einer Zeitung oder einer Radiosendung

Mögliche Inhalte

  • Recreation and the world of entertainment (Freizeit und Unterhaltung)
  • Meeting people (Reisen und Begegnung)
  • Living together (Zusammenleben im Alltag)
  • Social and political commitment (Soziales und politisches Engagement)
  • Finding one’s place in society (Den eigenen Platz in der Gesellschaft finden)
  • The global sway of English (Die Bedeutung der englischen Sprache in der Welt)
  • Language and people (Kommunizieren in interkulturellen Zusammenhängen)

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Für die Arbeit bietet sich eine Vielfalt von Themen an, die sich mit der Lebensgestaltung und den Kommunikationsstrukturen in den jeweiligen Ländern und deren Einfluss auf das eigene Leben und die eigene Gesellschaft beschäftigen. In Reflexion ihrer Lebensbedingungen planen und gestalten die Lernenden ihr eigenes Handeln. Hierbei kann der Schwerpunkt auf Aspekte gelegt werden, die in besonderer Weise durch die anglophone Kultur geprägt werden (internationale Institutionen, ehrenamtliches Engagement in internationalen Hilfsorganisationen, Verwendung des Englischen als lingua franca, Unterhaltungsindustrie etc.). Bei den Themen handelt es sich zum Teil auch um solche, die bereits in der Sekundarstufe I unterrichtet wurden. So wird den Lernenden Gelegenheit gegeben, ihr Wissen und ihr Können zu vertiefen und zu erweitern.

Die gemeinsame Entwicklung von lebensrelevanten Lösungsstrategien steht ebenso im Mittelpunkt der Arbeit wie die Erstellung von Lernprodukten, die im täglichen Leben in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet und gebraucht werden. Der Blick auf die Realität anglophoner Länder soll dabei helfen, die eigene Situation klarer zu erfassen und Zielsetzungen für eigenes Handeln zu entwickeln.

Im Profilkurs vertiefen und festigen die Schülerinnen und Schüler die fachspezifischen Verfahren, Techniken und Strategien im Hinblick auf die leistungskursfachspezifischen Anforderungen und handeln dabei zunehmend autonom. Den Schülerinnen und Schülern werden Wege eröffnet, sich selbstständig mit aktuellen Gegebenheiten im Zielsprachenland auseinander zu setzen. In diesem Rahmen werden von ihnen Präsentationstechniken in größerem Umfang und von größerer Komplexität gefordert.

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Französisch

Hauptaufgabe des Französischunterrichts in der Einführungsphase ist es, das im Rahmenlehrplan für die Sekundarstufe I formulierte Drei-Schlüssel-Niveau zu sichern bzw. ggf. die darin formulierten Anforderungen zu vertiefen. Mit Eintritt in die gymnasiale Oberstufe steht die Beschäftigung mit komplexeren sozialen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, ästhetischen Zusammenhängen, Gegebenheiten und Entwicklungen im Mittelpunkt. Daher müssen hier die methodischen Grundlagen für den selbstständigen Umgang mit Texten und Medien gelegt werden. Es sollte nicht aus dem Blick verloren werden, dass die dabei erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten einhergehen mit dem vertieften Verstehen und der vertieften, auch kritischen Auseinandersetzung mit der fremden und der eigenen kulturellen Prägung.

Die Basis- und Profilkurse der Einführungsphase bearbeiten denselben Themenbereich und haben dieselben Themen zur Auswahl, aus denen unterschiedliche Schwerpunkte ausgewählt werden müssen. Die Anzahl der Themen ist frei wählbar. Im Basiskurs werden die Schülerinnen und Schüler in den Umgang mit authentischen Texten (im erweiterten Textbegriff) eingeführt bzw. der Umgang mit ihnen wird geübt. Insofern spielt die Vermittlung bzw. Festigung von Verstehens-, aber auch Ausdrucksstrategien eine besondere Rolle. Lernstrategien und Arbeitstechniken werden gefestigt. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler an fachspezifische Verfahren im Umgang mit Texten herangeführt. In diesem Zusammenhang präsentieren sie Informationen zu einem vorbereiteten Thema. Daneben ist dem Umgang mit neueren Textformen (z.B. Film, grafische Darstellungen) sowie Aufgabenarten (z.B. kreative Textproduktion, Sprachmittlung) besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Im Profilkurs vertiefen und festigen die Schülerinnen und Schüler die fachspezifischen Verfahren, Techniken und Strategien im Hinblick auf die leistungskursfachspezifischen Anforderungen und handeln dabei zunehmend autonom.

Den Schülerinnen und Schülern werden Wege eröffnet, sich selbstständig mit der Aktualität im Zielsprachenland zu beschäftigen. In diesem Rahmen werden von ihnen Präsentationstechniken in größerem Umfang und von größerer Komplexität gefordert.

Mögliche Inhalte

  • L´école et après? (Schule und was danach?)
  • La culture des jeunes (Jugendkultur)
  • Les loisirs – l´ennui (Freie Zeit – leere Zeit)
  • La famille (Die Familie)
  • Les relations importantes (Prägende Beziehungen)
  • La jeunesse francophone: entre tradition et modernité (Jugend in der frankofonen Welt: Zwischen Tradition und Moderne)
  • Comment communiquer? (Wege und Probleme in der zwischenmenschlichen Kommunikation)

 

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Ausgehend von ihrer eigenen Lebenswelt beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Lebensbedingungen junger Menschen in Frankreich. Sie erwerben ausschnitthaft und exemplarisch Kenntnisse über Realitäten, Haltungen, Wünsche, Interessen, Utopien, Probleme, die die Lebenswelt ihrer französischen Altersgenossen prägen. Sie vergleichen diese fremden mit ihren eigenen sowohl individuell als auch kulturell geprägten Lebenswelten. Sie stellen (verbindende und zur Identifikation anregende) Gemeinsamkeiten und (die Auseinandersetzung motivierende) Unterschiede fest und suchen nach Begründungen. Sie probieren die Vermittlung zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen aus.

Dies schließt auch die sprachliche Vermittlung ein. Durch den Blick auf die Welt von jungen Menschen in anderen und ferneren frankofonen Ländern erwerben die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse, die sie befähigen, den unterschiedlichen Einfluss von geografischer/ kultureller/ sprachlicher Nähe und Distanz zu diskutieren.

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Spanisch (als neu einsetzende Fremdsprache)

Der Unterricht in der neu einsetzenden Fremdsprache orientiert sich an der Systematik eines Lehrwerks mit möglichst steiler Progression. Der reine Spracherwerb steht dabei zunächst im Mittelpunkt. Erreicht werden soll eine grundlegende kommunikative Kompetenz in Alltagssituationen sowie die Fähigkeit, einfache (auch literarische) Texte und audiovisuelle Medien zu verstehen und mit diesen in einfacher Form produktiv-kreativ umzugehen.

Eine Ergänzung der Lehrbucharbeit durch zusätzliche authentische bzw. (leicht) adaptierte Materialien ist von Anfang an anzustreben. Neben der Behandlung allgemeiner Themen, die Alltagssituationen und die Lebenswelt Jugendlicher betreffen (Musik, Hobbys etc.), sind auch andere der im Weiteren genannten möglichen Inhalte der Einführungsphase in reduzierter Form zu behandeln, sodass eine erste exemplarische Heranführung an geografische, soziale und politische Gegebenheiten Spaniens und Lateinamerikas auf einfachem Niveau gewährleistet ist.

Spanisch (als fortgeführte Fremdsprache)

Im Basiskurs vertiefen die Schülerinnen und Schüler vorhandene Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Texten und Medien und verwenden diese in zunehmend komplexen Aufgabenstellungen. Eine zentrale Rolle spielen die Vermittlung von Texterschließungsverfahren und die Vertiefung des Hör- bzw. Hörsehverstehens.

Eine vertiefte und differenziertere Kenntnis von Lese-, Schreib- und Sprechstrategien soll ein erfolgreicheres, schriftliches und mündliches Kommunizieren ermöglichen. Darüber hinaus sollen verschiedene, mediengestützte Formen der Präsentation und die Fertigkeit der Sprachmittlung in wenig komplexen inhaltlichen Kontexten gezielt eingeübt werden. Daneben ist dem Umgang mit vielfältigen, lebensweltlich orientierten Textformaten (z. B. Kataloge, Reiseprospekte, Inserate, Zeitungsartikel, Briefe) und mit diskontinuierlichen Texten (Kombinationen aus Grafik/Foto/Zeichnung/Karikatur und Text) besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Im Basiskurs ist dem produktiv-kreativen Umgang mit Texten und Medien genügend Raum zu geben. Der kritische und versierte Umgang mit neuen Medien wie dem Internet ist in unterschiedlichen Kontexten zu fördern.

Der Profilkurs bereitet auf die besonderen Anforderungen im Leistungskursfach vor und bildet in verstärktem Maße Lernautonomie aus. Den Schülerinnen und Schülern werden Wege eröffnet, sich selbstständig mit (aktuellen und historischen) Gegebenheiten in den Zielsprachenländern auseinander zu setzen. In diesem Rahmen werden von ihnen Präsentationstechniken in (zunehmend) größerem Umfang und von steigender Komplexität gefordert.

Die Fertigkeit der Sprachmittlung wird in zunehmend komplexeren Zusammenhängen eingeübt. Im Profilkurs ist in besonderer Weise der Umgang mit diskontinuierlichen Texten einerseits und mit dem Medium Film andererseits einzuüben. Für den Umgang mit Texten und Medien gilt, dass neben produktiv-kreativen Aufgabenstellungen in verstärktem Maße auch text- und filmanalytische Verfahren zu vermitteln und zu trainieren sind.

Mögliche Inhalte

  • Reisen in spanischsprachige Länder / Viajes a países hispanohablantes
  • Soziokulturelle Trends (inbesondere Jugendkultur) / Tendencias socioculturales
  • Jugend in Literatur und Film / La juventud en la literatura y en el cine
  • Produktiver und kreativer Umgang mit Kunst (Literatur, Malerei und Film) / Métodos productivos y creativos para acercarse al arte (a la literatura, la pinturay al cine)
  • Jugend- und Körpersprache / El lenguaje juvenil y el lenguaje de los gestos
  • Sprachvarietäten und Sprachenpolitik / La variedad lingüística y la política lingüstica
  • Aktuelle soziale und politische Entwicklungen / Desarrollos sociales y políticos actuales

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler

  • erwerben exemplarische geografische, historische und politische Kenntnisse einzelner Länder Lateinamerikas bzw. einzelner Regionen Spaniens und reflektieren unterschiedliche Reisestile bzw. Tourismuskonzepte; sie entwickeln auf der Basis von selbstständigen Internetrecherchen und/oder durch Webquests eigene Reiserouten durch ausgewählte Länder/Regionen und stellen diese zur Diskussion,
  • beschäftigen sich mit aktuellen Entwicklungen der Jugendkultur (z. B. aktuelle Musik und Freizeitgestaltung), entdecken Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der spanischsprachigen und deutschsprachigen Welt,
  • lernen jugendliche Protagonisten in Film und Literatur kennen, setzen sich mit diesen fiktionalen Figuren auseinander, indem sie sie charakterisieren, ihre Handlungsspielräume einschätzen und zu ihrer eigenen Lebenswelt in Bezug setzen; sie erproben unterschiedliche produktiv-kreative und kognitiv- analytische Umgangsweisen mit Filmen und Filmausschnitten (Zusammenfassen, Charakterisieren, Kommentieren, Leerstellen füllen, Umschreiben, szenische Interpretation, Analyse filmischer Techniken wie Einstellungen, Schnitte, Rückblenden, Licht, Musik etc.) und üben sich im Abfassen unterschiedlicher Textsorten,
  • lernen ausgewählte, vor allem zeitgenössische (aber auch historische) Kunstwerke aus Spanien und Lateinamerika kennen, sie setzen sich mit diesen vorrangig kreativ (aber auch analytisch) auseinander,
  • reflektieren über Sprachebenen (Soziolekte/Gruppensprachen) und außersprachliche Elemente der Kommunikation, erkennen und verstehen kulturspezifische Gestik und Mimik und erfahren deren Bedeutung für das Gelingen einer interkulturellen Kommunikation, kennen unterschiedliche Sprachvarietäten in Spanien und Lateinamerika sowie sprachenpolitische Prozesse und Entscheidungen in den Zielländern und deren Auswirkungen auf das Zusammen- und Alltagsleben der Individuen,
  • kennen und bewerten exemplarische aktuelle soziale und politische Entwicklungen in den Zielländern und setzen sie in Bezug zu anderen Ländern; dazu gehören auch tagespolitische Ereignisse.

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Geschichte / Politikwissenschaften

Im Fundamentalbereich Geschichte/Politikwissenschaft der gymnasialen Oberstufe werden zunächst die in der Sekundarstufe I vermittelten inhaltlichen Kenntnisse im Überblick periodisiert und strukturiert. Der zeitliche Anteil sollte nicht mehr als ein Drittel des verfügbaren Volumens umfassen.

In der zweiten Phase liegt der Schwerpunkt auf der systematischen Wiederholung fachspezifischer Methoden als Vorbereitung für selbstorganisiertes bzw. eigenverantwortliches Lernen. Die zugehörigen Inhaltsbereiche sind so gewählt, dass sie historische und politikwissenschaftliche Dimensionen gewährleisten.

Sowohl für die Einübung fachspezifischer Methoden als auch für das projektorientierte Arbeiten sollen jeweils ebenfalls etwa ein Drittel des verfügbaren Volumens vorgesehen werden.

Inhalte (Geschichte)

  • griechische Antike
  • römische Antike
  • Mittelalter
  • frühe Neuzeit
  • 19. Jahrhundert

Auswahl von mindestens drei Themenbereichen

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Geschichte in Quellen:

  • Text- und Bildquellen analysieren; Geschichte in Narration und Deutung:
  • die Standortgebundenheit und Handlungsmotive unterschiedlicher Gruppen erkennen
  • in Ansätzen Handlungsspielräume im Hinblick auf offene Möglichkeiten und Bedingungen erfassen
  • historische Prozesse im Ansatz multiperspektivisch beschreiben, Geschichte als Kontroverse:
  • konträre Forschungspositionen unter Anleitung sachgerecht analysieren, diskutieren und argumentativ begründen/kritisieren
  • eigene Stellungnahme sach- und wertorientiert formulieren

Profilkurs (Politikwissenschaft)

Jugendliche in unserer Gesellschaft als… (Pflichtbereich)

  • Käufer und Verkäufer: Kaufvertrag, Haftung, Rücktritt
  • Schuldner und Gläubiger: Giro-Konto, Kredit, Privatdarlehen usw.
  • Sparer und Anleger: Sparbuch, Aktie, Fonds usw.
  • Jung-Unternehmer, Arbeitnehmer, Praktikant, Zivildienstleistender: BGB-Gesellschaft, OHG, Arbeitsvertrag, Mitbestimmung
  • Versicherungsnehmer: Kranken-, Unfall-, Rechtsschutz-, Privat- und Kfz-Haftpflichtversicherungen u.a.
  • Altersvorsorger: Rente, Riester-Rente, Pension, private Vorsorge usw.
  • Wählerin und Wähler bzw. Wahlberechtigte und Wahlberechtigter: Wahlrecht in Kommune, Land und Bund
  • Ehrenamtliche / Ehrenamtlicher: Verein, Stiftung
  • Migranten, Flüchtlinge, Asylbewerber, Vertriebene usw.
  • Wanderungsbewegungen von und nach Deutschland
  • Wanderungsbewegungen innerhalb der EU und innerhalb der anderen Kontinente, zwischen der EU und anderen europäischen Staaten bzw. Europa und anderen Kontinenten

Kompetenzerwerb im Themenfeld

  • Sammeln und lehrergeleitetes Ordnen von gesellschaftlichen Rollen und Handlungen: Cluster, Mind-map usw. , zielgerichteter Einsatz von Lesemethoden (z. B. 4-Schritt-Lese-Methode, Textmarkierungen)
  • lehrergeleiteter und sicherer Einsatz einfacher Präsentationen, z.B. OH-Folie, Tafelbild, Plakat
  • grundsätzliche Analyse von Textquellen unter Anleitung der Lehrerin bzw. des Lehrers
  • Kennenlernen und erste Einschätzung von Tages- und Wochenzeitungen, Reihenpublikationen, politischen Magazinen und Nachrichtensendungen in Rundfunk und Fernsehen, von politischen Informationsangeboten gängiger Internetprovider

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Mathematik

Kompetenzen und Inhalte

Fundamentalbereich 1. Halbjahr: Stochastik

Ziel ist eine stochastische Allgemeinbildung, die zu einem vernünftigen Verhalten in Situationen der Ungewissheit im beruflichen, gesellschaftlichen und persönlichen Leben qualifiziert.

Durch die mathematische Beschreibung von zufallsabhängigen Vorgängen bei adäquater Verwendung zentraler Begriffe und Methoden der Statistik und Stochastik sowie durch eine kritische Bewertung der Ergebnisse werden vielfältige Kompetenzen vermittelt.

Erreicht werden Fähigkeiten im Erfassen, Darstellen und Zusammenfassen von Daten, im Modellieren zufälliger Vorgänge, die Fähigkeit im begründeten Schließen in unsicheren Situationen sowie die Fähigkeit, statistische Untersuchungen zu planen und zu beurteilen.

Zufall und Wahrscheinlichkeit

  • Aufbereitung von Datenmengen
  • grafische Darstellung von Datenmengen
  • Kenngrößen
  • relative Häufigkeit eines Ereignisses und empirisches Gesetz der großen Zahlen
  • Ergebnis, Ergebnismenge, Ereignisse, Wahrscheinlichkeit von Ereignissen
  • LAPLACE-Wahrscheinlichkeit
  • Baumdiagramme für mehrstufige Zufallsexperimente mit und ohne Zurücklegen
  • Pfadregeln, Produkt- und Summenregel, Kombinatorische Zählprinzipien

Fundamentalbereich 1. Halbjahr: Koordinatengeometrie und Funktionen

Der Abschnitt Koordinatengeometrie und Funktionen dienen der Festigung, der Vertiefung und der Ergänzung von in der Sekundarstufe I erworbenen Kompetenzen. Die mathematischen Leitideen Messen, Strukturieren in der Ebene und im Raum, funktionaler Zusammenhang und mathematisches Modellieren bestimmen dieses Kapitel. Die Lerninhalte werden in Anwendungszusammenhängen unterrichtet. Bei der Wiederholung und Vertiefung des Funktionsbegriffs und der verschiedenen Darstellungen von Funktionen müssen die Schülerinnen und Schüler mit den verschiedenen Schreibweisen für Funktionen und mit der Fachsprache vertraut werden.

Wegen des Zentralabiturs ist eine Verbindlichkeit bei der Kenntnis dieser drei Darstellungen erforderlich.

Inhalte

  • Kartesisches Koordinatensystem für den Raum, Darstellung von Punktmengen
  • Abstand zweier Punkte und Länge einer Strecke in der Ebene und im Raum
  • Teilungspunkte von Strecken, insbesondere Mittelpunkt
  • lineare Funktionen
  • Lagebeziehungen zwischen zwei Geraden, Lagebeziehungen zwischen Punkt und Gerade, Parallelität, speziell Identität, Orthogonalität, Schnittpunkts- und Schnittwinkelbestimmungen, Abstand eines Punktes von einer Geraden, Abstand paralleler Geraden
  • quadratische Funktionen
  • Parabeln und ihre Lage im Koordinatensystem, Lagebeziehungen zwischen Parabeln und Geraden, Sekante, Tangente, Passante, Leitlinie
  • Parabeln als Graphen von Relationen, Wurzelfunktionen
  • Exponential- und Logarithmusfunktionen
  • trigonometrische Funktionen
  • Optimierungsprobleme ohne Differenzialrechnung
  • Kreise im ebenen Koordinatensystem, Gleichung eines Kreises
  • Lagebeziehungen von Kreisen und Geraden, Sekante, Tangente und Passante sowie von Kreisen und Punkte

Fundamentalbereich 2. Halbjahr: Differenzialrechnung

Ziel dieses Unterrichtsabschnitts ist die Entwicklung einer anschaulichen Vorstellung des Differenzialquotienten. Die mathematischen Zusammenhänge sind an konkreten Beispielen und in vielfältigen Sachbezügen zu entwickeln und anzuwenden. Schwerpunktmäßig dient der Lernabschnitt mit einer Einführung in die Differenzialrechnung der Gewinnung des Ableitungsbegriffs. Die Ableitung ist sowohl als lokale Änderungsrate als auch als Tangentensteigung zu deuten. Die Ableitung ist als Grenzwert des Differenzenquotienten zu definieren. Dabei wird der Grenzwertbegriff propädeutisch verwendet, da exakte Konvergenzkriterien für Folgen ebenso wenig wie die entsprechenden Konvergenzkriterien für Funktionen als inhaltliche Voraussetzung zur Verfügung stehen. Eine sowohl anschaulich geprägte als auch nicht formale Herangehensweise ist den Zielen im Fundamentalbereich der Einführungsphase und in den Grundkursen der Kursphase angemessen.

Inhalte

  • lineare, quadratische und exponentielle Funktionen, Potenzfunktionen, trigonometrische Funktionen der Form f (x) a cos b (xc) +d
  • Bedeutung der Parameter der symbolischen Darstellungen von linearen, quadratischen, trigonometrischen und exponentiellen Funktionen für die grafische Darstellung und in Anwendungssituationen
  • qualitative Betrachtung von Änderungsraten in Anwendungskontexten
  • mittlere Änderungsrate und Sekantensteigung
  • lokale Änderungsrate und Tangentensteigung
  • grafisches Bestimmen von Ableitungsfunktionen, grafische Rekonstruktion von Ausgangsfunktionen aus einer Ableitungsfunktion
  • Ableitung der Sinus- und Kosinusfunktion durch grafisches Differenzieren
  • Ableitungsregeln: Faktor-, Summen- und Potenzregel, Kettenregel bei linearer innerer Funktion
  • Ableitungsfunktionen von ganzrationalen Funktionen
  • Monotonie von Funktionen; Monotoniekriterium
  • Ableitungsfunktionen in Anwendungskontexten
  • charakteristische Punkte (Achsenschnittpunkte, Hochpunkte, Tiefpunkte, Wendepunkte) von Funktionsgraphen und in Sachzusammenhängen
  • Extremwertprobleme, Definitionsbereich der Zielfunktion, Randwertuntersuchungen
  • Modellieren in Sachkontexten

Profilkurs 1. Halbjahr: Entdecken, Begründen, Beweisen

Zu den allgemeinen mathematischen Kompetenzen gehört das mathematische Argumentieren, insbesondere das Beweisen von mathematischen Aussagen. In diesem Kurs sollen verschiedene Beweisverfahren bereitgestellt und analysiert werden.

Ausgehend von einfachen Beispielen, z. B. aus dem Unterricht der Sekundarstufe I, werden der Aufbau eines mathematischen Satzes sowie die Möglichkeiten, Aussagen zu beweisen oder zu widerlegen, zunehmend vertiefend behandelt. Es werden die grundlegenden Kompetenzen mathematischer Argumentation und Kommunikation sowie Problemlösung entwickelt.

Eine Steigerung der Motivation ist mit Beweisen an Beispielen verbunden, deren Aussagen nicht unmittelbar als einsichtig angesehen werden.

Inhalte

  • Aufbau eines mathematischen Satzes
  • Begriffe Voraussetzung, Behauptung, Kehrsatz, All- und Existenzaussagen, wahre und falsche Aussagen, notwendige und hinreichende Bedingungen
  • Beweisen eines mathematischen Satzes
  • verschiedene Formen des direkten Beweises
  • indirekter Beweis
  • Beweis durch vollständige Induktion

Profilkurs 2. Halbjahr: Folgen und Reihen, Grenzwerte

Die Inhalte dieser Unterrichtseinheit dienen der Vorbereitung eines tieferen Verständnisses infinitesimaler Prozesse im Leistungskursfach, insbesondere im Kurs MA-1 sowie der Sicherung und Weiterentwicklung algebraischer Fähigkeiten.

Den Schülerinnen und Schülern kann die Möglichkeit eingeräumt werden, zu Beginn des 2. Halbjahres der Einführungsphase einen Wechsel in den Profilkurs Mathematik vorzunehmen, wenn zu diesem Zeitpunkt, mit der bevorstehenden Wahl der Fächer für die Kursphase, eine Entscheidung für das Leistungskursfach Mathematik getroffen wird.

Inhalte

  • endliche Folgen und unendliche Zahlenfolgen
  • spezielle Folgen, z. B. alternierende Folgen, arithmetische Folgen, geometrische Folgen
  • rekursiv definierte Folgen, explizite Darstellung rekursiv definierter Folgen
  • Definition des Grenzwertes einer Folge
  • Monotonie und Beschränktheit von Folgen
  • Nullfolgen
  • konvergente und divergente Folgen, bestimmte und unbestimmte Divergenz
  • Untersuchungen auf Konvergenz und Bestimmung von Grenzwerten oder Häufungswerten
  • Grenzwertsätze für Summe, Produkt und Quotient konvergenter Folgen, Gegenbeispiele zur Umkehrbarkeit
  • Reihen als Folgen von Partialsummen
  • Reihe natürlicher Zahlen und Reihe der Quadratzahlen, Summenformeln
  • Konvergenz von Reihen
  • geometrische Reihe und ihre Konvergenz

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Informatik

Organisation des Informatik-Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe

Im 1. Halbjahr der Einführungsphase sind ggf. unterschiedliche Vorerfahrungen bei den Schülerinnen und Schülern durch geeignete Maßnahmen der Binnendifferenzierung zu berücksichtigen (ITG- und Informatikunterricht in der Sekundarstufe I, Nutzung der Rechner im Fachunterricht). Die Schülerinnen und Schüler, die in der Einführungsphase Schulen im Ausland besucht haben, müssen nachweisen, dass sie die Eingangsvoraussetzungen für die Qualifikationsphase erfüllen. Damit soll sichergestellt werden, dass sie am Unterricht in der Qualifikationsphase erfolgreich teilnehmen können.

Für die Belegung des Leistungskurses Informatik wird die Teilnahme am Profilkurs empfohlen. Inhalte des Profilkurses dürfen aber nicht für die erfolgreiche Teilnahme am Leistungskurs vorausgesetzt werden.

Berufsfeld I (Wirtschaft und Verwaltung)

Wegen des in der Einführungsphase nur zweistündigen Unterrichts ist das Thema „Datenbanken“ (Lernabschnitt 3) fakultativ. Die Fachinhalte zu Datenschutz und Datensicherheit sind in die anderen Lernabschnitte zu integrieren.

Kompetenzen und Inhalte

Profilkurs

Im Profilkurs Informatik werden zwei oder drei Themen aus den Vertiefungsgebieten (s. IN-3) bearbeitet und die Schülerinnen und Schüler auf das Leistungskursniveau des Informatikunterrichts vorbereitet. Weitere Einschränkungen werden im Zusammenhang mit den Vertiefungsgebieten genannt.

Basiskurs

Für den Einstieg werden drei alternative Wege vorgeschlagen:

  • Benutzung und Analyse eines dokumentierten Systems
  • internetorientierter Zugang oder
  • Zugang über eine Mini-Sprache (sog. variablenfreier Zugang)

Inhalte:

Rechnerorganisation, Netze, Geschichte der Informatik

  • Arbeitsumgebung (schulisches Rechnernetz)
  • Anmeldung und Authentifikation
  • Zugriffsrechte im Schulnetz
  • Verzeichnisbaum und Heimatverzeichnis
  • Einführung in die benötigten Softwarewerkzeuge (Editor, Sprachübersetzer, …)
  • Rechnerorganisation
  • Funktion des schulischen Rechnersystems als Zusammenspiel von Rechnern (Hardware) mit verbundenen Verzeichnisbäumen sowie der dort installierten Programme (Software)
  • Betriebssysteme als Basissoftware verbundener Rechner
  • Einordnung in die geschichtliche Entwicklung der Informatik
  • Stellung der vorhandenen Anlage in die Reihe der geschichtlichen Entwicklung von Rechnertypen
  • Ursprung und Entwicklung der verwendeten Softwarewerkzeuge
  • Zeitpunkte und Motive der Entwicklung von vernetzten Systemen

Kompetenzerwerb im Themenfeld

  • Arbeitsumgebung fachlich sinnvoll und funktionsgerecht gestalten
  • Passwort geeignet wählen
  • Heimatverzeichnisse aussagekräftig strukturieren
  • die verwendete Software in einer dem Arbeitsziel angemessenen Kenntnistizeitökonomisch beherrschen
  • Orientierung im Schulnetz
  • Arbeitsablauf kennen (An-/Abmeldung, Authentifizierung, Editier-/Übersetzungszyklen, Druckausgaben, Netzrecherche)
  • beteiligte Programme, Programmschichten und Maschinen in ihrem Zusammenspiel darstellen
  • Fehlersituationen verstehen und angemessen reagieren-sich im geschichtlichen Bezug orientieren
  • aktuelle Entwicklungen im Hard- und Softwarebereich einordnen
  • gegenwärtigen Stand in der Entwicklung aus früheren Vorstufen herleiten
  • beteiligte Personen, Gruppen und Interessen identifizieren

Grundlagen Programmierung

Im Vordergrund stehen Programmstrukturen (Algorithmik im Kleinen), das Variablenkonzept und elementare Datentypen. Unter Verwendung dokumentierter Softwarebausteine, die z. B. Datenstrukturen und Zugriffsoperationen exportieren, sollen Programme erstellt werden, die einer vorgegebenen Spezifikation entsprechen. Die Analyse und Modellierung folgen dabei dem objektorientierten Ansatz, auch dann, wenn keine explizit objektorientierte Programmiersprache benutzt wird. In diesem Fall können in der Sprache nicht explizit vorhandene Konzepte, wie z. B. die Vererbung, durch entsprechende Entwurfsmuster angenähert werden. Die Ergebnisse in diesem Lernabschnitt sind schriftliche Dokumentationen, die neben einer verbalen Beschreibung außerdem Diagramme, Laufzeitbilder, Testprotokolle o. Ä. enthalten sollten. Die gewählten Beispiele sollen die lebensweltliche Bedeutung der Informatiksysteme erfahrbar machen und für die Schülerinnen und Schüler als möglicher Teil eines komplexen Anwendungszusammenhangs erkennbar sein.

Inhalte

Einführung in das informatische Modellieren, Umsetzung mit einer Programmiersprache

  • schrittweise Analyse und Implementierung auf Grundlage einer vorgegebenen Aufgabenstellung
  • Grundlagen von OOA, OOD, OOP (Klasse, Attribut, Methode, Instanz)
  • einfache dokumentationsunterstützende Techniken (Klassendiagramm, Struktogramm, Pseudocode)
  • elementare Daten- und Steuerstrukturen (Algorithmik im Kleinen)
  • Integration vorhandener Software-Bausteine in eigene Programme
  • Einblicke in das MVC Paradigma
  • Analyse eines gegebenen Projekts

Kompetenzerwerb im Themenfeld

  • schriftliche Dokumentationen erstellen, die neben einer verbalen Beschreibung auch Diagramme, Laufzeitbilder, Testprotokolle o. ä. enthalten
  • fachimmanente Konventionen einhalten (Bezeichner, Quelltextlayout)
  • ein Programmentwicklungssystem mit den jeweils verfügbaren Hilfen selbstständig benutzen
  • das grundlegende Prinzip der Trennung von Information und Repräsentation beachten
  • Algorithmen in verschiedenen sprachlichen bzw. grafischen Ebenen darstellen
  • Probleme in Einzel- und Partnerarbeit am Computer selbstständig lösen
  • Arbeitsergebnisse in geeigneter Form präsentieren

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Chemie

Kompetenzen und Inhalte

Einführung

Fundamentalbereich Leitthema: Wasser – Lösung für Vieles?

Integrierte Wiederholungen

  • Begriff der funktionellen Gruppe
  • Säuren, Basen, Salze
  • chemische Bindung
  • Atombau, Ionenbegriff
  • Trinkwassergüte
  • Mineralstoffe
  • Stöchiometrie, molare Masse, Stoffmenge, Konzentration
  • Zusammensetzung von Getränken
  • Tenside (Struktur und Eigenschaften)
  • Funktion und ökologische Verträglichkeit von Waschmittelinhaltsstoffen
  • Umweltaspekte
  • zwei Herstellungsverfahren im Wandel der Zeit
  • wirtschaftliche Bedeutung der chemischen Industrie

Vernetzungen, Anregungen

  • Trinkwasserproblematik
  • physiologische Bedeutung von Mineralsalzen
  • isotonische Getränke
  • Kategorisierung von Lebensmittelzusatzstoffen (EU-Rechtsvorschriften)
  • Abbau von Alkohol im Körper
  • Geschichte des Bierbrauens
  • Technologie des Brauprozesses
  • Technologie der Weinherstellung
  • industrielle Entwicklung am Beispiel der Waschmittel und Waschverfahren
  • Wirkung von Enzymen

Profilkurs

Leitthema: Identifizierung und Struktur von Stoffen und Teilchen

Inhalte

  • Reinstoffisolierung aus einem Stoffgemisch
  • Strukturaufklärung einer einfachen organischen Verbindung
  • qualitative und quantitative Analyse
  • Identifizierung von funktionellen Gruppen
  • Ionennachweise
  • Bindungsmodelle
  • räumliche Struktur von Teilchenverbänden

Vernetzungen, Anregungen

  • instrumentelle Analytik
  • chromatografische Verfahren
  • Radioaktivität und Kernreaktionen
  • Astrochemie
  • Alchemie
  • Methoden der Gerichtsmedizin

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Physik

Fundamentalbereich, 1. Halbjahr: Bewegungen in Natur und Technik

Kinematik einfacher, geradliniger Bewegungen

  • Bewegungsabläufe; grafische Darstellungen; Richtungsabhängigkeit
  • Bewegungsgrößen
  • gleichförmige Bewegung
  • gleichmäßig beschleunigte Bewegung

Dynamik

  • Trägheitsprinzip; Masse
  • Grundgleichung der Mechanik
  • Wechselwirkungsprinzip

Energie

  • Arbeit – Energie
  • Energieformen
  • Energieerhaltung

Kreisbewegung

  • beschreibende Größen
  • gleichförmige Kreisbewegung als beschleunigte Bewegung
  • Zentripetalbeschleunigung; Zentripetalkraft

Besondere Beiträge zum Kompetenzerwerb

Die Schülerinnen und Schüler

  • leiten die Grundgleichung der Mechanik aus Experimenten her,
  • wenden Methoden der Physik (Mathematisieren und Idealisieren) zur Begriffsbildung an,
  • diskutieren die Grundprinzipien der NEWTON’schen Mechanik und wenden sie an,
  • stellen die Bedeutung von Erhaltungsgrößen am Beispiel des Energiekonzepts dar,
  • beschreiben Zusammenhänge zwischen Größen der Kreisbewegung,
  • leiten Betrag und Richtung der Radialkraft her,
  • interpretieren Diagramme.

Vernetzungen, Anregungen

  • fachübergreifende Bedeutung der Interpretation von Diagrammen
  • Propädeutik des Ableitungsbegriffs in Mathematik und Physik
  • mögliche Verbindungen mit anderen Themen des Pflicht- und Wahlbereichs bieten sich an, insbesondere bei projektorientierter Aufbereitung
  • grundlegende Behandlung des Kraftbegriffs mit Anwendungen
  • möglicher alternativer Zugang zum Kraftbegriff über den Impuls durch Verbindung mit dem Wahlthema Impuls
  • mögliche Einbeziehung von fachübergreifenden Aspekten bei der Behandlung der Energie, z. B. Weltenergiereserven, neue Energiequellen
  • Bedeutung des Vektorcharakters der Geschwindigkeit hervorheben
  • Kreisbewegungen erfahren lassen
  • Vertiefung durch Verbindung mit Wahlthemen möglich, z. B. mit Überlagerung von Bewegungen oder Physik und Sport

Die Themen des Pflichtbereichs sind mit einer Auswahl aus folgenden Themen zu ergänzen:

  • Superpositionsprinzip
  • waagerechter Wurf
  • schiefer Wurf
  • Impuls
  • Impulserhaltung
  • einfache Stoßuntersuchungen

Die Themen des Pflichtbereichs können auch im Rahmen von Projekten erarbeitet werden wie z. B.:

  • Physik und Sport
  • Physik und Fahrzeuge
  • Fahrradprojekt
  • U-/S-Bahnprojekt

Fundamentalbereich, 2. Halbjahr: Licht ( physikalisch gesehen)

Inhalte

  • Schwingungen
    • Schwingungen und ihre Kenngrößen
    • freie gedämpfte Schwingungen; Energieumwandlungen
    • erzwungene Schwingungen; Resonanz
    • grafische Darstellung und Gleichung der harmonischen Schwingung
  • Wellen
    • Welle als Vorgang des Energietransports bei gekoppelten Schwingern (transversale und longitudinale Ausbreitung)
    • Kenngrößen einer Welle und deren Zusammenhänge
    • Darstellung der Welle im ortskonstanten und zeitkonstanten Diagramm
    • HUYGENS’sches Prinzip
    • Reflexion, Brechung, Beugung, Interferenz, Polarisation
  • Wellenoptik
    • Beugungsphänomene beim Licht
    • Gitterspektren
    • Wellenlänge des Lichts
    • Lichtgeschwindigkeit

Besondere Beiträge zum Kompetenzerwerb

Die Schülerinnen und Schüler

  • wenden Methoden der Physik (Mathematisieren und Idealisieren) zur Begriffsbildung an,
  • beschreiben Phänomene und planen Experimente, führen sie durch und werten sie aus,
  • beschreiben Wellenphänomene mathematisch,
  • wenden das Modell „Welle“ auf Beispiele an,
  • stellen historische Bezüge her,
  • diskutieren Grenzen und Erweiterungen des Modells „Lichtstrahl“.

Vernetzungen, Anregungen

  • Alltagsbezüge nutzen: Musikinstrumente, Lärmschutz u. a.
  • Beispiele für (un-) erwünschte Resonanzen
  • Erarbeitung und Veranschaulichung von Wellenphänomenen an verschiedenen Beispielen (z. B. Schallausbreitung und Lärmschutz)
  • Die Einführung des Zeigerformalismus bietet Verknüpfungen mit Themen der Qualifikationsphase.
  • Bedeutung der Phasenverschiebung bei Interferenz herausstellen
  • Anwendung und Vertiefung der Wellenoptik an ausgewählten Beispielen anstreben

Profilkurs

Leitthema: Methoden der Physik

Integrierte Wiederholungen

  • Umgang mit Messgenauigkeit
  • Kraft als vektorielle Größe
  • Kenngrößen einer Schwingung

Pflichtthemen

  • Messwerterfassung
  • Wiederholung und Anwendung der Elektrizitätslehre
  • vertiefte vektorielle Betrachtungen
  • Praktikum

Wahlpflichtthemen

  • Exponentialfunktion
  • Ableitungsbegriff
  • Flächen im Diagramm
  • Winkelfunktion
  • Wahlthema
  • Vorbereitung auf PH-3/4

Es sind zwei Wahlpflichtthemen auszuwählen. Falls bei jahrgangsübergreifendem Unterricht die Qualifikationsphase mit PH-3/4 beginnt, ist die „Vorbereitung auf PH-3/4″ verpflichtend.

Vorschläge für Schwerpunktvorhaben

  • Fehlerfortpflanzungen
  • Erfassung und Auswertung von Messdaten mithilfe des Computers
  • mathematisches Beschreiben physikalischer Phänomene

Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Natur unter physikalischen Aspekten wahr. Sie beschreiben und erklären physikalische Phänomene, kommunizieren über physikalische Sachverhalte und sind in der Lage, auf der Grundlage von physikalischem Wissen persönlich, sachbezogen und kritikoffen Stellung zu beziehen. Die Entwicklung physikalischer Erkenntnisse ist ein historisch-dynamischer Prozess. Die Verfügbarkeit physikalischen Wissens stellt eine wesentliche Voraussetzung für verantwortungsbewusstes, gesellschaftspolitisches Handeln und sachbezogenes, öffentliches Diskutieren physikalischer Themen dar. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Physik als theoriegeleitete Erfahrungswissenschaft. Dabei besitzen das Formalisieren und das Mathematisieren physikalischer Sachverhalte einen hohen Stellenwert. Hierdurch wird ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung abstrakten und funktionalen Denkens geleistet.

Die Schülerinnen und Schüler wenden physikalische Methoden an, die auch in anderen lebensweltlichen Zusammenhängen von Bedeutung sind, wie z. B. das Aufstellen und das Prüfen von Hypothesen und das Experimentieren. Die Schülerinnen und Schüler erwerben grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten, die ihnen das Verstehen und Beherrschen physikalisch-technischer Geräte und Systeme in der Alltagswelt ermöglichen bzw. erleichtern. Eine große Zahl von Studien- und Ausbildungsgängen setzt physikalische Kenntnisse und Fähigkeiten voraus. Der Erwerb entsprechender Kompetenzen stellt somit eine wichtige Voraussetzung für den Übergang der Schülerinnen und Schüler in das Studium und in das Berufsleben dar. Bei der Behandlung verschiedener Inhalte ist die Verdeutlichung übergreifender Konzepte der Physik von besonderer Wichtigkeit. Hierdurch kann den Schülerinnen und Schülern eine systematische Wissensaneignung erleichtert werden, die sich nicht vordergründig an physikalischen Inhalten, sondern an den wesentlichen Prinzipien und Konzepten der Physik orientiert. Hierzu können zählen: Universalität der Naturgesetze, Objektivierung und Mathematisierung, Determinismus, Indeterminismus, Erhaltung, Symmetrie, Kausalität, System – Teilsystem, Wechselwirkung, Energie.

Fachbezogene Kompetenzen

Naturwissenschaftliches Arbeiten erfolgt unabhängig von der speziellen Fachrichtung häufig nach ähnlichen Prinzipien. Daher weisen die im Fach Physik und die in den anderen naturwissenschaftlichen Fächern zu erwerbenden Kompetenzen viele Gemeinsamkeiten auf. Um diese Gemeinsamkeiten zu verdeutlichen und Anhaltspunkte für fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten zu geben, sind nachfolgend die Kompetenzen für die naturwissenschaftlichen Fächer gemeinsam beschrieben. In den Eingangsvoraussetzungen und in den abschlussorientierten Standards werden sie auf das Fach Physik bezogen und die Anforderungen für Grund- und Leistungskursfach beschrieben. Der Kompetenzerwerb in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe erfolgt aufbauend auf den in der Sekundarstufe I erworbenen Kompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihr Verständnis vom Wesen der Naturwissenschaften, ihrer Wechselbeziehung zur Gesellschaft, zur Umwelt und zur Technik. Bei der Bearbeitung naturwissenschaftlicher Fragestellungen erschließen, verwenden und reflektieren die Schülerinnen und Schüler die grundlegenden Konzepte und Ideen der Naturwissenschaften. Mit ihrer Hilfe verknüpfen sie nachhaltig neue Erkenntnisse mit bereits vorhandenem Wissen.

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Wirtschaft

Wirtschaft prägt das wirtschaftswissenschaftlich orientierte Profil der gymnasialen Oberstufe des Berufsfeldes I in besonderer Weise. Entsprechend des Bildungsauftrages des Beruflichen Gymnasiums vermittelt das profilbildende Fach Wirtschaftswissenschaft Schülerinnen und Schülern mit entsprechenden Begabungen und Bildungsabsichten eine breite und vertiefte ökonomische Bildung, die im Sinne einer Wissenschaftspropädeutik zur Studierfähigkeit führt. Gleichzeitig erfolgt eine berufliche Profilierung für anspruchsvolle Tätigkeiten im Bereich des Berufsfeldes Wirtschaft und Verwaltung. Der Bildungswert, der ökonomischen Zusammenhängen und Problemstellungen innewohnt, lässt sich durch umfassende Einsichten in das komplexe System einer arbeitsteiligen Wirtschaft erschließen. Dabei werden insbesondere die Fähigkeiten gefördert, theoretische Erkenntnisse nachzuvollziehen, schwierige Sachverhalte geistig zu durchdringen sowie vielschichtige Zusammenhänge zu durchschauen. Da Bildung in einer auf Pluralität und ständigem Wandel gegründeten Gesellschaft weit mehr als die reine Vermittlung eines Wissenskanons bedeutet, müssen die Schülerinnen und Schüler auch Lernkompetenz erwerben, die sich auf fachliche, methodische sowie soziale Kompetenzen erstreckt. Die genannten Kompetenzen qualifizieren Schülerinnen und Schüler zur aktiven, rationalen und kritisch reflektierten Bewältigung von Lebenssituationen im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Bereich. Dies beinhaltet im Sinne des Berliner Schulgesetzes auch die Befähigung zur politischen Beteiligung sowie die Erziehung zu verantwortungsbewussten Bürgern, die in der Lage sind, vorurteilsfrei zu denken, wertorientiert zu handeln und wirtschaftliches Handeln – das immer auch eine ethische, soziale und ökologische Dimension aufweist – zu verantworten.

Einführungsphase

Die Themenbereiche in der Einführungsphase orientieren sich an:

  • der fachwissenschaftlichen Systematik
  • dem Ziel, die fachlichen und methodischen Grundlagen für die Kursphase zu legen,
  • dem Vorwissen, den Interessen und der Betroffenheit der Schüler/innen.

Den einführenden Lernplaneinheiten kommt dabei grundlegende Bedeutung für die zukünftigen Lernprozesse und für die Einstellungen gegenüber den Inhalten dieses für die Schülerinnen und Schüler neuen Faches zu. Es wird der Bezugsrahmen geschaffen, der die Grundlage bildet für die strukturierte Einordnung der zu erwerbenden weiteren Kenntnisse über wirtschaftliche Sachverhalte, Prozesse und Problemstellungen. Die Inhalte lassen sich sinnvoll mit den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und deren gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen verknüpfen. Darüber hinaus vermitteln sie zugleich wirtschaftswissenschaftliche Grundkategorien, die für den späteren Unterricht in Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre relevant sind. Kenntnisse über die Funktionsweise von Wirtschaftssystemen und -ordnungen sowie Verständnis für den Ordnungsrahmen der Sozialen Marktwirtschaft, innerhalb der sich in Deutschland wirtschaftliches Handeln vollzieht, sind unerlässliche Voraussetzungen, um das in den folgenden Lehrplaneinheiten zu analysierende Handeln der Wirtschaftssubjekte einordnen und beurteilen zu können.

Da wirtschaftliches Handeln nicht mehr nur auf nationale Volkswirtschaften begrenzt ist, sondern sich im weltweiten, globalen Kontext vollzieht und auswirkt, sind erste Grundkenntnisse über die internationale Arbeitsteilung und Globalisierung bereits in der Einführungsphase für das spätere Verständnis sowohl betriebs- als auch volkswirtschaftlicher Inhalte erforderlich.

Die Schüler/-innen ordnen die Wirtschaftswissenschaften den Erfahrungswissenschaften begründet zu. Sie definieren die BWL und VWL als Teilgebiete der Wirtschaftswissenschaften und grenzen betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Themen voneinander ab. Die Schüler/-innen erläutern wesentliche Grundbegriffe der Wirtschaftswissenschaften, grenzen die Fachbegriffe nach typischen Merkmalen voneinander ab, problematisieren diese und wenden sie fall- und situationsbezogen an. Sie ermitteln das Marktgleichgewicht und erläutern den Preisbildungsprozess.

Inhalte

Einordnung der Wirtschaftswissenschaften in die Systematik der Wissenschaft

  • Abgrenzung BWL/VWL
  • Wirtschaftssubjekte private Haushalte und Unternehmen/Betrieb im Wirtschaftskreislauf
  • Staat und Ausland im Wirtschaftskreislauf
  • Bedürfnisse, Einteilung der Bedürfnisse
  • Wirtschaftsobjekte
  • Güter und ihre Unterscheidung
  • Markt (Begriff, Gegenstand, Position der Marktteilnehmer, Zugangsmöglichkeit etc.)
  • Idealtypischer Verlauf von Angebots- und Nachfragekurve, Preisbildung
  • Ökonomisches Prinzip
  • Idealtypen von Wirtschaftsordnungen

Soziale Marktwirtschaft

  • Historischer Überblick und Grundidee
  • Verfassungsrechtliche Grundlagen und die Rolle des Staates
  • Anspruch und Wirklichkeit

Weltwirtschaft und internationale Arbeitsteilung

  • Grundlagen der internationalen Arbeitsteilung
  • Globalisierung

Volkswirtschaftliche Produktionsfaktoren

Es soll u. a. auf die Ursachen der Arbeitsteilung eingegangen werden:

  • Arbeit , Ethische Aspekte wie z. B. Freiheit/Unfreiheit, Entfremdung, Verantwortung
  • Formen der Arbeitsteilung (Einzelwirtschaftliche Arbeitsteilung, gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung, internationale Arbeitsteilung)
  • Volkswirtschaftliche Produktionsfaktoren – Arbeit,. Boden, Kapital

Die Aspekte der Nachhaltigkeit sind besonders zu berücksichtigen:

  • Wandel des Charakters der Arbeit
  • Nutzungsmöglichkeiten des Bodens/der Natur
  • Kapital; Kapitalbildung kann z. B. im Zusammenhang mit der Eigentumsbildung und mit Investitionsarten kritisch reflektiert werden.- Bildung / Know-how

Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren

Es ist auf die Kombination bzw. Substitution der PF einzugehen.

  • Dispositive Arbeitsleistung
  • Elementarfaktoren

Betrieb und betriebliche Ziele

Die Schüler/-innen stellen die Grundstruktur des betrieblichen Transformationsprozess dar, sie definieren und systematisieren betriebliche Ziele, stellen Zielbeziehungen her und leiten betriebliche Ziele als Ergebnis eines Entscheidungsprozesses ab. Sie interpretieren betriebliche Kennzahlen als einen Maßstab der Zielerreichung, grenzen die Kennzahlen voneinander ab, wenden sie auf betriebliche Situationen an und beurteilen die Aussagefähigkeit der Kennzahlen kritisch.

Grundstruktur des betrieblichen Transformationsprozesses, z. B.:

  • Beschaffung
  • Lagerhaltung
  • Produktion/Leistungserstellung
  • Absatz
  • Finanzierung

Zielsystem der Unternehmen

Exemplarische Erörterung externer und interner Einflussgrößen wie

  • Prozess der Festlegung von Unternehmenszielen, Konkurrenten, Staat, Öffentlichkeit, Unternehmensethik o. ä.
  • Zielarten, z. B.: Kritische Reflexion der Unternehmensziele, z. B.
    • soziale Ziele hinsichtlich menschenwürdiger Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzsicherheit, Beteiligung
    • Ökonomische Ziele
    • Ökologische Ziele
    • Zielbeziehungen, z. B.: Komplementäre Ziele, konkurrierende Ziele

Betriebliche Kennzahlen

  • Produktivität
  • Wirtschaftlichkeit
  • Rentabilitätskennziffern
  • Rentabilität

Projektthemen/methodische Hinweise

1.Halbjahr: (Geld) Planspiel Börse, Geldmuseum der Deutschen Bundesbank

2.Halbjahr: Weltwirtschaft u. internationale Arbeitsteilung, Projekttag zu einem international Thema (z. B. Afrika-Tag).

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Rechnungswesen/Controlling

Das Rechnungswesen/Controlling prägt das wirtschaftswissenschaftlich orientierte Profil der gymnasialen Oberstufe des Berufsfeldes I insofern in besonderer Weise, als dadurch das Verständnis für wirtschaftliches Handeln entwickelt und vertieft wird. Da es sich um ein neues Unterrichtsfach handelt, ist auf die Entwicklung der Motivation der Schülerinnen und Schüler besonderer Wert zu legen. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass durch Wissen und Können im Bereich des Rechnungswesens eine berufliche Profilierung für anspruchsvolle Tätigkeiten im Bereich des Berufsfeldes Wirtschaft und Verwaltung erfolgt. Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, exakte Anwendung der entsprechenden Rechtsnormen fördern das Verständnis für den komplexen betriebswirtschaftlichen Leistungsprozess. Exaktheit im Umgang mit Zahlen, Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit sind wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiches berufliches Handeln. Die genannten Kompetenzen qualifizieren Schülerinnen und Schüler zur aktiven, rationalen und kritisch reflektierten Bewältigung künftiger betrieblicher Anforderungssituationen.

Inhalte

Einführungsphase

Überblick zu Aufgaben und Bereichen des Rechnungswesens/Controllings

In der Qualifizierungsphase werden diese Inhalte vertieft und mittels Branchensoftware (SAP, Lexware, Datev) in betriebsnahen Situationen angewendet.

Einführung in das Rechnungswesen

  • Aufgaben der Buchführung
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Externes Rechnungswesen
  • Finanzbuchhaltung
  • Internes Rechnungswesen
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Controlling

Das System der Finanzbuchhaltung

  • Ermittlung des Vermögens und der Schulden
  • Inventur und Inventar
  • Bilanz und Eigenkapitalvergleich

Das Erfassen der Geschäftsfälle

  • Aktiv- und Passivkonten
  • Der Buchungssatz
  • Buchen auf Bestand
  • Buchhaltungssystematik verstehen

Profilkurs

Aufgabe des Profilkurses ist es, auf den Leistungskurs vorzubereiten und spezifische Aufgaben des Rechnungswesens kennenzulernen.

Beschaffungsspezifisch buchen

  • Konten im Beschaffungsbereich
  • Bezugskosten und Nachlässe unterscheiden
  • Bezugskosten und Nachlässe sachgerecht buchen
  • Beschaffungsbuchungen kompetent durchführen

Absatzspezifisch buchen

  • Konten im Absatzbereich
  • Ermittlung der Zahllast verstehen
  • Buchen der Zahllast nachvollziehen
  • Absatzbuchungen eigenverantwortlich vornehmen

Anweisungsgerecht Zahlungsverkehr bearbeiten

  • Grundlagen des Zahlungsverkehrs
  • Belege im Zahlungsverkehr kennenlernen
  • Buchungen im Zahlungsverkehr verstehen
  • Buchungen im Zahlungsverkehr sachgerecht umsetzen

Sachkundig Finanzvorgänge buchen

  • Anzahlungen für Anlagen
  • Abschreibungsmethoden unterscheiden
  • Abschreibungen berechnen lernen
  • Finanzvorgänge zielsicher buchen

Periodengerecht abrechnen

  • Periodengerechte Abrechnung
  • Bedeutung von Bestandsveränderungen erkennen
  • Bestandskonten periodengerecht abschließen lernen
  • Periodengerechte Abschlussbuchungen durchführen

Sachlich abgrenzen

  • Notwendigkeit der Rechnungsabgrenzung
  • Rechnungsabgrenzungsposten kennenlernen
  • Wertberichtigungen unterscheiden
  • Abgrenzungsbuchungen betriebsoptimal vornehmen

Ordnungsgemäß Bilanz erstellen

  • Bewertungsgrundsätze
  • Bewertungsprinzipien differenzieren
  • Bewertung von Vermögensposten nachvollziehen
  • Bilanz betriebsbezogen erstellen

Kennzahlenorientiert Bilanz auswerten

  • Bedeutung von Kennzahlen
  • Ermittlung der Liquidität aneignen
  • Berechnung der Rentabilität kennenlernen
  • Bilanzkennzahlen ermitteln und sachgerecht beurteilen

Jahresabschlussorganisation

  • Abschlussvorbereitung
  • Abschlussarbeiten vorbereiten
  • Dokumentation erstellen

Effizient Anlagen verwalten

  • Anlagenbuchführung
  • Stammdaten verwalten
  • Anlagebewegungen verwalten
  • Anlagen buchen

Vorgabegerecht Anlagen bewerten

  • Bewertungsrichtlinien
  • Abschreibungskonstanten definieren
  • Dokumentationspflichten erfüllen
  • Anlagenbuchhaltung abschließen

Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung

  • Grundzüge der Kosten- und Leistungsrechnung
  • Ziele der Kosten- und Leistungsrechnung
  • Grundbegriffe der Kosten- und Leistungsrechnung
  • Kostenbegriffe und -kategorien verstehen

Kostenartenrechnung

  • Aufgaben der Kostenartenrechnung
  • Inhalt der Kostenartenrechnung
  • Gliederung und Grundsätze der Kostenartenrechnung vollziehen
  • Erfassung und Verrechnung wichtiger Kostenarten vornehmen

Kostenträgerrechnung

  • Aufgaben der Kostenträgerrechnung
  • Inhalt der Kostenträgerrechnung
  • Kostenträgerstückrechnung durchführen
  • Kostenträgerzeitrechnung durchführen

Vollkosten- und Nettoerfolgsrechnung

  • Prinzipien der Vollkosten- und Nettoerfolgsrechnung
  • Verfahren der Vollkosten- und Nettoerfolgsrechnung
  • Problematik der Kostenzurechnung verstehen
  • Vollkosten- und Nettoerfolgsrechnung anwenden

Teilkosten- und Bruttoerfolgsrechnung

  • Direct Costing
  • Fixkostendeckungsrechnung
  • Wesen der Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung erkennen
  • Inhalt und Aufbau der Grundrechnung verstehen und beurteilen

Systematisch Abschluss vorbereiten

  • Rechtsrahmen, Unternehmensformen
  • Konten zuordnen
  • Konten abschließen
  • Abschluss vorbereiten

Ordnungsgemäß Jahresabschluss durchführen

  • Jahresabschlussbuchungen
  • GuV erstellen
  • Bilanz erstellen
  • Jahresabschluss dokumentieren

Anforderungsgerecht Abschluss dokumentieren

  • Bilanzauswertungen
  • Anlagespiegel, Kontenberichte erstellen
  • Jahresabschluss aufbereiten

Adressatengerecht Abschlussberichte erstellen

  • Dokumentationspflicht
  • Anhang erstellen
  • Lagebericht erstellen
  • Abschlussbericht aufbereiten

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Recht

Ganz im Sinne unseres handlungsorientierten modularen pädagogischen Konzepts zielt der Unterricht des Faches Recht auf solides Wissen, verbunden mit der Kompetenz verantwortungsbewussten Handelns zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Behandlung der deutschen und europäischen Rechtsordnung umfasst die Vermittlung und Aneignung grundlegenden Wissens und Könnens und der Entwicklung handlungsorientierender Werte. Anhand der Rechtsordnung ist das Wertbewusstsein der Schülerinnen und Schüler im Sinne des Berliner Schulgesetzes zu vervollkommnen.

Inhalte der Einführungsphase

Rechtliche Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Lebens in der Bundesrepublik Deutschland

  • Die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland – Überblick
  • Rechtsstaatsprinzip
  • Einführung in Wesen, Quellen, Gebiete des Rechts,
  • Gesetzgebungskompetenzen, Rechtsetzungsverfahren, Rechtswege

Grundlagen des bürgerlichen Rechts

  • Einführung in das BGB – insbesondere Allgemeiner Teil, Schuldrecht, Sachenrecht
  • Ausgewählte Grundbegriffe
  • Rechtssubjekte,
  • Rechts- und Geschäftsfähigkeit,
  • Rechtsobjekte,
  • Sachen und Rechte,
  • Besitz und Eigentum
  • Willenserklärung
  • Wesen und Arten von Rechtsgeschäften
  • Bedeutung des Anspruchs in der deutschen Rechtsordnung
  • Arten von Ansprüchen und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung
  • Ansprüche und ihre Verjährung

Vertragsrecht

  • Vertragsfreiheit, -abschlüsse, -inhalt, -form, -erfüllung
  • Schuldverhältnisse
  • Verträge des täglichen Lebens – Kauf-, Leih-, Miet-, Pacht-, Dienst-, Werk-, Werklieferungsvertrag
  • Leistungsstörungen bei der Vertragserfüllung
  • Sachmängel
  • Lieferverzug
  • Annahmeverzug
  • Zahlungsverzug
  • Verschulden
  • Schadensersatz
  • Mahnverfahren
  • Klage

Handelsrecht/Verbraucherschutz

  • Hilfspersonen des Kaufmanns
  • Prokura
  • weitere Vollmachten
  • Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  • Entstehung, praktische Bedeutung und Zweck der Verwendung der AGB
  • Generalklausel
  • Rechtsfolgen bei Verstößen gegen Klauselverbote
  • Produkthaftung
  • Anwendungsbereich
  • Anspruchsvoraussetzungen
  • Haftungsausschluss

Arbeitsrecht/betriebliche Mitbestimmung

  • Quellen des Arbeitsrechts
  • Arbeitgeber – Arbeitnehmer, ihre Rechte und Pflichten
  • Rechtliche Grundlagen des Arbeitsverhältnisses
  • Änderung bestehender Arbeitsverhältnisse
  • Beendigung von Arbeitsverhältnissen
  • Beendigungstatbestände
  • Kündigungsschutz für bestimmte Personengruppen – insbesondere nach dem Mutterschutzgesetz, dem Schwerbehindertengesetz, dem Arbeitsplatzschutzgesetz für Wehrdienstler und dem Betriebsverfassungsgesetz für Organe der Betriebsverfassung
  • Rechte der Mitwirkung und der Mitbestimmung
  • weitere gesetzliche Grundlagen der Mitbestimmung
  • Tarifverträge
  • Arbeitskämpfe
  • Schlichtungswesen
  • Arbeitsgerichtsbarkeit
  • Kündigungsschutzklage
  • Kündigungsschutzprozess

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Geographie

Die Einführungsphase hat an der Nahtstelle zwischen Sekundarstufe I und Kursphase eine doppelte Funktion: Sie soll einerseits im Fundamentalbereich durch die Behandlung der Vorgänge in Atmosphäre, Hydrosphäre und Lithosphäre/Pedosphäre im Vergleich zur Sekundarstufe I globale Kenntnisse physisch-geografischer Zusammenhänge vermitteln und andererseits durch Berücksichtigung des anthropogenen Faktors die Grenzen der Belastbarkeit des Planeten Erde an ausgewählten Beispielen verdeutlichen. Damit wird für die Schülerinnen und Schüler, die das Fach Geografie abschließen, eine oberstufengemäße Zusammenschau wichtiger globaler Themen- und Problemfelder geboten. Aus diesem Grund wird auf fakultative Inhaltsbereiche verzichtet.

Im Profilkurs werden die vernetzten Systeme am Beispiel des Klima- und Landschaftswandels auf verschiedenen räumlichen Ebenen behandelt, sodass auch fakultative Inhalte nicht ausgewiesen werden und individuelle Schwerpunktsetzungen, z.B. nach Schulprofil, erforderlich sind.

Fundamentalbereich, 1. Halbjahr: Die Erde als vernetztes System

Ziel ist es, Voraussetzungen für ein vernetztes Denken zu schaffen und Einsichten in natürlich und künstlich geschaffene Teilsysteme in Relation zum Gesamtsystem Erde zu ermöglichen. Nicht nur das Ursache-Wirkungs-Denken, das sich an Einzelphänomenen orientiert, sondern auch ein Denken in Mustern und dynamischen Strukturen steht im Vordergrund des Unterrichts, das folgerichtig zu konkretem Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit führen sollte.

Die Behandlung eines Teilaspekts erfolgt ausführlich, die der anderen kursorisch.

Inhalte

Teilaspekt 1: Atmosphäre

  • Aufbau der Atmosphäre
  • Strahlungshaushalt
  • Treibhauseffekt
  • Ozonproblematik
  • atmosphärische Zirkulation: Luftmassen und Winde (z. B. Passat, Monsun)
  • Klimaveränderungen und ihre natürlichen Ursachen
  • Ursachen und Auswirkungen des gegenwärtigen Klimawandels

globale Ebene:

  • Meeresspiegelanstieg
  • Gletscherschwund
  • El Niño

regionale Ebene:

  • Extremwetterlagen und ihre katastrophalen Auswirkungen, z. B. Hochwasser an Rhein und Elbe

Teilaspekt 2: Hydrosphäre

  • globaler Wasserhaushalt
  • der Wasserkreislauf in Deutschland
  • Wasserwirtschaft in Berlin und Brandenburg
  • transnationale Probleme der Wasserversorgung und Gewässerbelastung (Mittel- und Südeuropa, Naher Osten, Türkei)

Teilaspekt 3: Lithosphäre und Pedosphäre

  • Aufbau der Erde
  • Erdbeben und Vulkanismus
  • Gesteinskreislauf
  • Bodenbildung als komplexer Prozess

Vorschläge für Exkursionen

Geoforschungszentrum Potsdam, Besuch eines Wasser- oder Klärwerks im Nahrau

Fundamentalbereich, 2. Halbjahr: Herausforderungen an die Menschen des 21. Jahrhunderts

Am Beginn des 21. Jahrhunderts stehen die Menschen vor vielfältigen, möglicherweise existenziell bedrohlichen Herausforderungen, denen es auch im Unterricht auf unterschiedlichen Maßstabsebenen sachkompetent, friedensfördernd und gerecht im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu begegnen gilt. Eine Exkursion ist verbindlich.

Inhalte

Teilaspekt 1: Bevölkerungswachstum und Nahrungsspielraum

  • das globale Bevölkerungswachstum und seine Prognose
  • naturbedingte Potenziale der agrarischen Nutzung und ihre Grenzen
  • Nahrungsmittelversorgung in den verschiedenen Regionen der Erde im Überblick
  • Ausweitung der Agrarproduktion anhand ausgewählter Beispiele
  • neuere Methoden der Agrarproduktion (Agrobusiness, Gentechnologie)
  • Bewässerungswirtschaft in einem ausgewählten Trockengebiet
  • Erschließung von Nahrungsreserven
  • Weltmeere als Nahrungsreserve
  • Veränderung von Ernährungsgewohnheiten
  • Hungerkrisen: Analyse eines Fallbeispiels

Teilaspekt 2: Energie und Umwelt

  • globale und regionale Energieszenarien
  • natürliche Grundlagen (speziell: Lagerstättenkunde)
  • Umweltbelastung durch Gewinnung, Transport, Verarbeitung und Verbrauch Fossiler Energierohstoffe (speziell: Belastung der Erdatmosphäre)
  • Möglichkeiten und Grenzen der Substituierbarkeit fossiler Energieträger durch regenerative Energiequellen und Kernenergie
  • Energiepolitik in der Bundesrepublik Deutschland und der EU

Vorschläge für Exkursionen

Kraftwerk, Windpark, Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Sport

Kompetenzen und Inhalte

Die Entwicklung sportlicher Handlungskompetenz wird im Sportunterricht der Einführungsphase fortgeführt.

Pro Halbjahr sind mindestens zwei Bewegungsfelder verbindlich festzulegen. Innerhalb der Bewegungsfelder sollen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Inhalte und Anforderungen der Kurse in der Qualifikationsphase im jeweiligen Bewegungsfeld erhalten.

Eine Ausdauerleistung ist in jedem Halbjahr verpflichtend und dient der Hinführung zum 12-Minuten-Lauf als Teil jeder Kursnote in der Qualifikationsphase. Die Vorbereitung auf diesen Lauf mit begleitenden sporttheoretischen Hinweisen ist verpflichtender Unterrichtsinhalt.

Die Schülerinnen und Schüler können in klassenübergreifenden Lerngruppen unterrichtet werden.

Kompetenzen

Die fachbezogenen Kompetenzen stehen in einem engen wechselseitigen Zusammenhang und erlangen je nach pädagogischer Zielsetzung und didaktischer Entscheidung unterschiedliches Gewicht. Insgesamt führen sie zu einer Handlungskompetenz nicht nur im unmittelbaren sportlichen Handeln. Darüber hinaus korrespondieren sie mit den Kompetenzbereichen in den Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Sport.

Mit Sprache, Wissen und Können situationsangemessen umgehen

Im Sportunterricht erwerben Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise körper- und bewegungsbezogenes Wissen und Können, analysieren und bewerten Inhalte und Formen des Sporttreibens.

Den situationsangemessenen Umgang mit Sprache, Wissen und Können zeigen Schülerinnen und Schüler, die eigene motorische Fähigkeiten und sportliche Fertigkeiten reflektiert in Bewegungshandeln einbringen, Bewegungen und sportliche Handlungen sowohl praktisch handelnd begreifen als auch theoriegeleitet sprachlich darstellen

  • Merkmale sportartspezifischer Bewegungen begründend bewerten,
  • Bewegungsabläufe beobachten, analysieren und Fehlerkorrekturen durchführen,
  • mit Formen der Bewegung und des Spiels kreativ und zielführend umgehen,
  • Strategien zur Lösung von Bewegungsproblemen entwickeln,
  • Schieds- und Wettkampfrichtertätigkeiten ausüben,
  • Erscheinungsformen des Sports einschließlich historischer Entwicklungen und
  • Aktueller Veränderungen bewerten.

Sozial handeln

Im Sportunterricht entwickeln Schülerinnen und Schüler Fähigkeiten, in wechselnden sozialen Situationen, in kommunikativer und kooperativer Zusammenarbeit, im Einklang mit anderen Menschen eigene und übergeordnete Ziele erfolgreich zu verfolgen.

Soziales Handeln zeigen Schülerinnen und Schüler, die

  • Rücksicht nehmen, Stärkere anerkennen, Schwächeren helfen und sie integrieren,
  • kooperativ in der Gruppe/Mannschaft handeln,
  • Konfliktsituationen in der Gruppe/Mannschaft wahrnehmen, Lösungsstrategien entwickeln und Konflikte lösen,
  • mit Sieg und Niederlage umgehen,
  • faire und unsportliche Verhaltensweisen benennen und sich fair verhalten,
  • Regeln entwickeln, anpassen und anwenden,
  • Verantwortlichkeiten erkennen und Verantwortung für sicheres sportliches Handeln übernehmen,
  • Helfen und Sichern im Lern- und Übungsprozess anwenden.

Selbstständig handeln

Im Sportunterricht bringen Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Körper in den Unterricht ein und entwickeln in der Auseinandersetzung mit der sportlichen Bewegung in besonderer Weise Identität, drücken diese auch vielfältig aus und entscheiden verantwortlich über ihr Bewegungshandeln.

Selbstständiges Handeln zeigen Schülerinnen und Schüler, die

  • Verantwortung für die eigene Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden übernehmen,
  • Bewegungsbedürfnis, Gesundheits- und Körperbewusstsein entwickeln,
  • sich Ziele setzen, um sportmotorische Fertigkeiten und Fähigkeiten und sportliches Können zu verbessern,
  • Demonstrationsfähigkeit verbessern und Bewegungsabläufe präsentieren,
  • Bewegungserfahrungen nachhaltig sammeln,
  • Informationen von Bewegungsvorbildern, Bildvorlagen/Zeichnungen und Bewegungsbeschreibungen in Bewegungshandeln umsetzen,
  • Unterrichtssequenzen reflektiert mitgestalten,
  • Wettkampfsituationen begründet auswählen und organisieren,
  • Risiken in sportlichen Handlungssituationen beurteilen und kalkulieren.

* bearbeitet von Professor Dr. paed. habil. Eberhard Meumann

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