Rahmenplan für die Qualifikationsphase

Prof. Dr. Eberhard Meumann

Rahmenplan für die Qualifikationsphase des privaten beruflichen Gymnasiums

Der Rahmenplan basiert auf der

Verordnung über die gymnasiale Oberstufe vom 18. April 2007 (GVBl. S. 156), zuletzt geändert durch Verordnung vom 11. Februar 2010 (GVBl. S. 82), in der jeweils gültigen Fassung sowie der AV Prüfungen vom 12. Mai 2006 (ABl. S. 2745), zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschriften vom 13. April 2010 (ABl. S. 646).

Stundentafel der Qualifikationsphase an beruflichen Gymnasien;

Der Rahmenplan berücksichtigt das Kerncurriculum des in einem länderübergreifenden Projekt vom Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM), vom Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) und vom Landesinstitut für Schule und Ausbildung Mecklenburg-Vorpommern (L.I.S.A.) unter Berücksichtigung der jeweiligen landesspezifischen schulrechtlichen Bestimmungen erarbeitet.

Die Vermittlung und Aneignung der Qualifikationen erfolgt bei Campus Berufsbildung e.V. Berlin  in einem pädagogisch und fachwissenschaftlich strukturierten flexiblen modularen System. Die Module sind so angeordnet, dass sowohl die Struktur des Stoffes als auch didaktische und lernpsychologische Aspekte in einer Weise zum Tragen kommen, die ein tiefes Verständnis der Sachverhalte und die Anwendung in praxisnahen Situationen ermöglicht.

Grundlegende Ziele der Qualifikationsphase

In der Qualifikationsphase erweitern und vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre bis dahin erworbenen Kompetenzen mit dem Ziel, sich auf die Anforderungen eines Hochschulstudiums oder einer beruflichen Ausbildung vorzubereiten. Sie handeln zunehmend selbstständig und übernehmen Verantwortung in gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen. Die Grundlagen für das Zusammenleben und -arbeiten in einer demokratischen Gesellschaft und für das friedliche Zusammenleben der Völker sind ihnen vertraut. Die Lernenden erweitern ihre interkulturelle Kompetenz und bringen sich im Dialog und in der Kooperation mit Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung aktiv und gestaltend ein. Eigene und gesellschaftliche Perspektiven werden von ihnen zunehmend sachgerecht eingeschätzt. Die Lernenden übernehmen Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen, für die Gleichberechtigung der Menschen ungeachtet des Geschlechts, der Abstammung, der Sprache, der Herkunft, einer Behinderung, der religiösen und politischen Anschauungen, der sexuellen Identität und der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung. Im Dialog zwischen den Generationen nehmen sie eine aktive Rolle ein. Sie setzen sich mit wissenschaftlichen, technischen, rechtlichen, politischen, sozialen und ökonomischen Entwicklungen auseinander, nutzen deren Möglichkeiten und schätzen Handlungsspielräume, Perspektiven und Folgen zunehmend sachgerecht ein. Sie gestalten Meinungsbildungsprozesse und Entscheidungen mit und eröffnen sich somit vielfältige Handlungsalternativen.

Der beschleunigte Wandel  einer von Globalisierung geprägten Welt erfordert  ein  dynamisches Modell des Kompetenzerwerbs, das auf lebenslanges Lernen und die Bewältigung vielfältiger Herausforderungen im Alltags- und Berufsleben ausgerichtet ist. Hierzu durchdringen die Schülerinnen und Schüler zentrale Zusammenhänge  grundlegender Wissensbereiche, erkennen die Funktion und Bedeutung vielseitiger Erfahrungen und lernen, vorhandene sowie neu erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten miteinander zu verknüpfen. Die Lernenden entwickeln ihre Fähigkeiten im  Umgang mit Sprache und Wissen weiter und setzen sie zunehmend situationsangemessen, zielorientiert und adressatengerecht ein.

Die Eingangsvoraussetzungen verdeutlichen den Stand der Kompetenzentwicklung, den die Lernenden beim Eintritt in die Qualifikationsphase erreicht haben sollten. Mit entsprechender Eigeninitiative und gezielter Förderung können auch Schülerinnen und Schüler die Qualifikationsphase erfolgreich absolvieren, die die Eingangsvoraussetzungen zu Beginn der Qualifikationsphase noch nicht im vollen Umfang erreicht haben.

Für die Kompetenzentwicklung sind zentrale Themenfelder und Inhalte von Relevanz, die sich auf die Kernbereiche der jeweiligen Fächer konzentrieren und sowohl fachspezifische als auch überfachliche Zielsetzungen deutlich werden lassen. So erhalten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit zum exemplarischen Lernen und zum Erwerb einer vertieften und erweiterten allgemeinen sowie wissenschafts-propädeutischen Bildung. Dabei wird stets der Bezug zur Erfahrungswelt der Lernenden und zu den Herausforderungen an die heutige sowie perspektivisch an die zukünftige Gesellschaft hergestellt.

Stundenvolumen der modularen Grund- und Leistungskursfächer

Die Wochenstundenzahl beträgt 34 Unterrichtsstunden. Die modularisierten Kurse umfassen als Leistungskurse 32 Wochenstunden, als Grundkurse 28 Wochenstunden. Verbindlich für alle Schüler werden wöchentlich zwei Stunden Sport erteilt. In den Grundkursen wird wöchentlich 4 Stunden Englischunterricht durchgeführt.

Pro Schulhalbjahr beträgt die Gesamtstundenzahl 680 Stunden. In der Qualifikationsphase beläuft sich die Pflichtstundenzahl auf 2.720 Stunden.

Lesen Sie den Rahmenplan für die Qualifikationsphase:

Sprachen

Mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer

Gesellschaftswissenschaftliche Fächer

Berufsbildende Fächer

Weitere Fächer