Rahmenplan für die Qualifikationsphase – berufsbildende Fächer

Prof. Dr. Eberhard Meumann

Rahmenplan für die Qualifikationsphase des privaten beruflichen Gymnasiums

Inhalt

  1. Wirtschaft – Kompetenzerwerb
  2. Wirtschaft – Themenfeld
  3. Rechnungswesen/Controlling – Kompetenzerwerb
  4. Rechnungswesen/Controlling – Themenfeld
  5. Rechnungswesen/Controlling – Kurshalbjahre
  6. Recht – Kompetenzerwerb
  7. Recht – Themenfeld
  8. Recht – Kurshalbjahre
  9. Informatik – Kompetenzerwerb
  10. Informatik – Themenfeld
  11. Informatik – Kurshalbjahre

Wirtschaft

Kompetenzerwerb

Leistungsfach

Die Anordnung der Lerneinheiten in der Kursphase entspricht einem wachsenden Komplexitätsgrad der Inhalte. Sie beginnt mit weniger komplexen einzelwirtschaftlichen Inhalten und führt zu den komplexeren gesamtwirtschaftlichen Themen. Die Kursphase gliedert sich diesem Grundsatz folgend in:

  • Betriebswirtschaftslehre I (1. Kurshalbjahr),
  • Betriebswirtschaftslehre II (2. Kurshalbjahr),
  • Volkswirtschaftslehre I (3. Kurshalbjahr),
  • Volkswirtschaftslehre II (4. Kurshalbjahr).

Im Bereich Betriebswirtschaftlehre ergibt sich die Stofffolge im ersten und zweiten Semester aus den betriebswirtschaftlichen Funktions- bzw. Handlungsbereichen. Vor dem Hintergrund weltweit agierender Unternehmen und eines sich weltweit wandelnden Unternehmensumfeldes ist es selbstverständlich, dass in den einzelnen Funktionsbereichen die globale Dimension stets mitgedacht werden muss, auch wenn diese nicht immer explizit aufgeführt wird.

Im Bereich Volkswirtschaft sollen zunächst Preisbildungsmodelle für verschiedene Marktformen unterrichtet werden. Dieses wirtschaftstheoretische Thema über Märkte und Preisbildung kann abgeschlossen bzw. vertieft werden mit dem Blick auf in der Realität feststellbare Marktunvollkommenheiten, nationale und internationale Konzentrationsbestrebungen der Unternehmen sowie des sich weltweit ändernden Umfeldes. Es schließt sich die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung als Grundlage für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und den daraus resultierenden Wirtschaftspolitiken an. Während die Arbeitsmarktpolitik im Wesentlichen von nationalen Bedingungen und Instrumenten geprägt ist, vollzieht sich ein Großteil der Wirtschaftspolitiken im europäischen Wirtschaftsraum und ist integraler Bestandteil der europäischen Politik. Mit diesen die vorhergehenden Kenntnisse voraussetzenden und einbeziehenden Inhalten schließt der Rahmenlehrplan ab.

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Wirtschaft

Themenfelder

Themenfeld 1: Betriebswirtschaftslehre I
Marketing

Die Schüler/ -innen leiten aus der historischen Entwicklung die Notwendigkeit des Marketings ab. Sie kennzeichnen Marketing als unternehmerische Aufgabe zur Umsetzung spezifischer Unternehmensziele unter Anwendung entsprechender Instrumente und formulieren Marketingziele. Die Schüler/-    innen beschreiben Marketinginstrumente und bezeichnen deren Kombination als Marketing-Mix.

Inhalte

Hinweise zum Unterricht (Inhalte, Methoden)

  • Marketing
  • Entwicklung vom Verkäufer- zum Käufermarkt,
  • zunehmend gesättigte Märkte, erhöhte Marketingaufwendungen,
  • Marktsegmentierung, Zielgruppenbestimmung
  • Marketingziele, z. B.
  • Ausschließlich Absatzmarketing
  • Erschließung neuer Märkte
  • Erhöhung des Marktanteils
  • Einordnung der Marketingziele als Unterziele der Unternehmensziele
  • Erhaltung des Marktanteils
  • Marketinginstrumente im Überblick und Marketing-Mix
Marktforschung

Die Schüler/ -innen kennzeichnen Marktforschung als ein Instrument der Informationsbeschaffung und als eine Entscheidungsgrundlage für den Einsatz von Marketinginstrumenten. Sie grenzen Erhebungsmethoden und Auswahlverfahren voneinander ab, wenden die Verfahren/Methoden an und beurteilen diese exemplarisch.

Inhalte

  • Marktforschung
  • Marktanalyse und Marktbeobachtung
  • Primär- und Sekundärforschung
  • Erhebungsmethoden der Primärforschung
  • Befragung (Eine Methode/ein Erhebungsverfahren ist vertiefend zu behandeln, z. B. Beobachtung)
  • Durchführung einer Befragung mit anschließender Auswertung der Daten
  • Experiment und Präsentation der Ergebnisse, z. B. zum Thema „Ökologische Kaufbereitschaft“
  • Verbraucherpanel
  • Auswahlverfahren der Datenerhebung, z. B.: Random- oder Quotenverfahren
Produktpolitik

Die Schüler/ -innen unterscheiden Leistungsprogramme nach Breite und Tiefe und führen Branchenvergleiche durch. Sie erläutern Maßnahmen der Produktpolitik, die sich entweder auf ein Produkt oder den Umfang des Leistungsprogramms beziehen. Die Schüler/ -innen stellen den modelltheoretischen Produktlebenszyklus dar und leiten u. a. seine Bedeutung als Instrument zum gezielten Einsatz einzelner Marketinginstrumente ab.

Inhalte

  • Produktpolitik
  • Entwicklung und Veränderung der Merkmale eines Produktes, z. B.:
  • Marke, Design, Qualität. Veränderung des Umfangs des Leistungsprogramms (Sortiment, Programm, Portfolio).

Maßnahmen der Produktpolitik:

Zwei Maßnahmen sind vertiefend zu behandeln. Empfehlung: Internetrecherche zur unterschiedlichen Struktur von Leistungsprogrammen.

  • Produktdifferenzierung
  • Produktinnovation
  • Produktvariation
  • Produktdiversifikation

Kritische Beurteilung der Maßnahmen:

  • Produkteliminierung, z. B.: künstliche Veralterung
  • Produkte mit Ökolabels
  • Marktnische „Umweltprodukte“
  • Produktlebenszyklus
  • Fünf-Phasen-Modell und Ausnahmen, z. B. Flop, Relaunch.
Preispolitik

Die Schüler/ -innen erläutern verschiedene Einflussgrößen der Preisbildung für ein Produkt. Die Schüler/ -innen vergleichen verschiedene Preisstrategien und schätzen die Konsequenzen für den preispolitischen Handlungsspielraum ein und erklären den Zusammenhang zwischen preispolitischen Entscheidungen und anderen Marketingmaßnahmen.

Inhalte

  • Preispolitik
  • Einflussgrößen, z. B.: Kosten
  • Zielsetzungen
  • Nachfrage
  • Konkurrenz
  • Preisstrategien

Zwei Preisstrategien sind ausführlicher zu behandeln, z.B.

  • Niedrigpreisstrategie
  • Hochpreisstrategie
  • Preisdifferenzierung
Distributionspolitik

Die Schüler/ -innen zeigen unterschiedliche Vertriebswege auf und beurteilen die Eignung für verschiedene Produkte. Sie problematisieren modern Vertriebsformen in Konkurrenz zum klassischen Einzelhandel.

Inhalte

  • Distribution
  • Handelsfunktionen sind zu behandeln
  • Direkter Absatz
  • Indirekter Absatz
Kommunikationspolitik

Die Schüler/ -innen erarbeiten die wesentlichen Aufgaben der Kommunikationspolitik und erklären die Unterschiede zwischen verschiedenen Maßnahmen. Sie analysieren Werbemaßnahmen. Die Schüler/ -innen werten die Maßnahmen der Kommunikationspolitik hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten aus und leiten daraus die Notwendigkeit zur Koordination ab.

Inhalte

  • Kommunikationspolitik
  • Kommunikationsmodell
  • Instrumente, z. B.: Werbung ´
  • Verkaufsförderung/ Sale Promotion
  • Öffentlichkeitsarbeit/ Public Relations
  • Sponsoring
  • Grenzen der Kommunikationspolitik

Kritik: ethischen Aspekte, z. B. Kosten der Werbung, Manipulation des Verbrauchers.

1.    Rechtsformen von Unternehmen

Die Schüler/ -innen unterscheiden Rechtsformen der Unternehmung nach charakteristischen Merkmalen. Die für die Entscheidung notwendigen Informationen beschaffen sie sich u. a. selbstständig, strukturieren diese und werten sie eigenständig aus. Sie entscheiden sich situations- oder fallbezogen für die geeignete Rechtsform eines Unternehmens und schätzen die betrieblichen Konsequenzen sowie den mit der Wahl der Rechtsform verbundenen Entscheidungsspielraum ein.

Inhalte

Rechtsformen

  • Einzelunternehmen
  • Personengesellschaften
  • Kapitalgesellschaften
  • Sonstige

Überblick über wichtige Rechtsformen der Unternehmung unter Beachtung folgender Kriterien:

  • Gründung
  • Firma
  • Gesellschaftsvertrag
  • Zahl der Gesellschafter
  • Geschäftsführung
  • Vertretung
  • Haftung
  • Gewinnverteilung
  • Finanzierung

Übertragung von Gesellschaftsanteilen

Im Rechnungswesen wird das Thema Jahresabschluss (Bilanzierung und Bewertung) behandelt, so dass sich eine Zusammenarbeit anbietet).

2.    Betriebliche Organisationsstrukturen

Die Schüler/ -innen wenden Grundbegriffe der Organisation fallbezogen an. Sie unterscheiden und prüfen die Eignung der Organisationsformen für verschiedene Unternehmen und analysieren Organigramme.

Inhalte

Aufbau- und Ablauforganisation – Gestaltungsprinzipien

  • Stellen
  • Instanzen
  • Liniensysteme
  • Matrixsysteme
Themenfeld 2 : Betriebswirtschaftslehre II
2.1. Beschaffung

Beschaffungswesen/Materialwirtschaft

  • Bedeutung der Beschaffung im Rahmen des betrieblichen Leistungsprozesses
  • Bedarfsermittlung/Mengendisposition
  • Verbrauchs-, bedarfs- und termingesteuerte Disposition
  • Sortimentsplanung
  • Zeitplanung
  • Just-in-time-Prinzip
  • Betriebswirtschaftliche ABC-Analyse
  • Optimale Bestellmenge
  • Meldebestandsverfahren
  • Bezugsquellen – Lieferanten

Lagerwirtschaft im Überblick

  • Grundlagen der Lagerwirtschaft
  • Lagerarten
  • Lagerkennzahlen

Angebotsanalyse

  • Analysekriterien
  • Anfrage
  • Inhalt des Angebots
  • Bindungsfristen
  • Abwicklung der Bestellung, des Wareneingangs, der Auftragsbestätigung
  • Überwachung des Liefertermins
  • Rechnungsprüfung

Angebotsvergleich

  • Vergleichskriterien entwickeln
  • Prioritäten setzen
  • Wichten
  • Berechnungen
  • Begründungen
2.2. Produktion

Die Schüler/ -innen erläutern den Begriff Produktion und Kosten aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Sie stellen den Zusammenhang zwischen Kosten und Ausbringungsmenge (Beschäftigungsgrad) dar und berechnen daraus Stück- und Gesamtkosten. Die Schüler/ -innen unterscheiden verschiedene grundlegende Produktionsverfahren in Abhängigkeit von dem herzustellenden Produkt, der Produktionsmenge, der Produktqualität und der Kosten

Inhalte

  • Darstellung des Übergangs von einem zum anderen Fertigungsverfahren
  • Kostenfunktionen; Berechnung der kritischen Menge
  • Fixe und variable Kosten, kritische Menge

Abstimmung mit dem Fach Rechnungswesen

  • Technisierungstypen der Fertigung
  • Betriebsbesichtigungen, Filme von Automobilherstellern
  • Manuelle Fertigung
  • Maschinelle Fertigung
  • aktuelle Entwicklung; Darstellung der zunehmenden Automatisierung in der industriellen Produktion
  • Automatisierte Fertigung, Zeitablauf, z. B. bei der Herstellung von Massengütern (z. B. Automobile)
  • Mengentypen der Fertigung, z. B.:
  • Einzelfertigung
  • Massenfertigung
  • Massenproduktion
  • Organisationstypen der Fertigung, z. B.: Werkstattfertigung
  • Ökologische Aspekte (z. B. Energie und Ressourcen sparende Produktion)
  • Fließfertigung
  • Gruppenfertigung
2.3. Finanzwirtschaft

Die Schüler/ -innen führen verschiedene Investitionsarten an und stellen sowohl ihre betrieblichen als auch außerbetrieblichen Wirkungen dar. Sie erläutern verschiedene Determinanten des Finanzbedarfs und stellen die Möglichkeiten der Finanzierung strukturiert zusammen.

Inhalte

  • Investition und Finanzierung
  • Begriff Volkswirtschaftlicher Produktionsfaktor Kapital
  • Investitionsarten und Auswirkungen der Investitionen
  • Konfliktfelder zwischen der betriebswirtschaftlichen und der volkswirtschaftlichen Sicht sind darzustellen (z. B. an der Umwelt).
  • Statische Investitionsrechnungen
  • Kosten-, Gewinnvergleichsrechnung
  • Rentabilitäts-, Amortisationsrechnung.

Determinanten des Finanzbedarfs

  • Beschäftigungsniveau, Produktionsprogramm, Betriebsgröße
  • Preisniveau
  • Finanzierungsarten im Überblick, z. B. nach:
  • Kapitalherkunft
  • Außen- und Innenfinanzierung
  • Rechtsstellung der Kapitalgeber
  • Eigen- und Fremdfinanzierung
  • Kreditlaufzeit:
  • Kurz- und Langfristig
2.4. Personalwirtschaft

In diesem Modul werden Fähigkeiten der Abwicklung personalwirtschaftlicher Prozesse vermittelt und angeeignet.

Personalplanung/Personalbedarfsermittlung

  • Aufgaben, Ziele, Arten und Bedingungen der Personalplanung
  • Individual- und Kollektivplanung
  • Personalbestandsplanung
  • Personalbedarfsplanung
  • Planung und Organisation des Personaleinsatzes
  • Kriterien der Stellen- und Instanzenbildung
  • Stellenbeschreibungen
  • Neubedarf
  • Ersatzbedarf
  • Veränderungsbedarf
  • Freistellungsbedarf

Personalkostenplanung

  • Lohn- und Gehaltsgruppenmethoden – Rangreihenmethode, Stufenmethode, Mischmethode
  • Lohnformen und Lohnberechnung – Zeitlohn, Akkordlohn, Prämienlohn, Führungskräfteentlohnung
  • Mitarbeitererfolgsbeteiligung – Leistungsbeteiligung, Ertragsbeteiligung, Gewinnbeteiligung, Kapitalbeteiligung

Personalbeschaffung

  • Beschaffungswege
  • Kriterien der Personalauswahl
  • Beurteilungskriterien von Bewerbungsunterlagen
  • Testverfahren
  • Vorbereitung und Durchführung von Bewerbungsgesprächen
  • Vertragsgestaltung

Personalverwaltung

  • Möglichkeiten computergestützter Personalverwaltung – Überblick

Personalführung

Grundlagen der Personalführung und -entwicklung

  • Unternehmensphilosophie – Unternehmenskultur
  • Führungskonzepte
  • Führungsstile
  • Führungstechniken
  • Führungsmodelle
  • Psychologie der Personalführung

Grundlagen der Personalbeurteilung

  • Beurteilungsanlässe, -kriterien, -fehler
  • Gestaltung von Personalbeurteilungen
  • Personalentwicklungspläne
Themenfeld 3 : Volkswirtschaft I
3.1. Markt und Preisbildung
  • Preisbildung auf unterschiedlichen Märkten
  • Globalisierung
  • Konzentration
3.2. Volkswirtschaftliche  Gesamtrechnung  
  • Entstehungs-, Verwendungs-, Verteilungsrechnung
  • Darstellung  der Wertschöpfung z. B. in Kontenform (exemplarisch: Produktions- und Einkommenskonto), anhand der Matrixform oder anhand des Gleichungssystems.
  • Berechnung des Volkseinkommens
    • Produktionswert – Bruttowertschöpfung – BIP
    • Bruttonationaleinkommen zu Marktpreisen
    • Nettonationaleinkommen zu Marktpreise
    • Nettonationaleinkommen zu Faktorkosten/Volkseinkommen
  • BIP als internationaler Vergleichsmaßstab
3.3. Konjunktur und Konjunkturpolitik
  • Konjunkturverlauf und -erklärungen
  • Ziele der Wirtschaftspolitik gem. StWG
  • Magisches Viereck / Sechseck
  • antizyklische Fiskalpolitik

Die Schüler/ -innen ermitteln aufgrund vorgegebener Kosten- und Erlösfunktionen auf grafischem und rechnerischem Weg die jeweiligen Grenzwerte entsprechend den Marktformen und leiten daraus Produktions- und Preisentscheidungen ab. Sie kennzeichnen die wesentlichen Unterschiede im Anbieterverhalten auf den verschiedenen Märkten und setzen sich kritisch mit der Aussagefähigkeit  zweier Modelle auseinander.

3.4. Einkommensverteilung

Die Schüler/ -innen erklären, wie das Volkseinkommen auf die Produktionsfaktoren, die an seinem Entstehen beteiligt sind, oder auf Gruppen von Einkommensbeziehern verteilt wird. Sie erklären wesentliche Grundbegriffe der Einkommensverteilung und erörtern die Probleme, die sich aus der Anwendung einzelner Verteilungskriterien auf die Einkommensverteilung ergeben können. Sie beurteilen die staatlichen Maßnahmen der Einkommensumverteilung.

  • Grundbegriffe der Einkommensverteilung
  • Einkommensverteilung durch den Staat z. B. anhand bestimmter Steuerarten
  • Primär- und Sekundärverteilung
  • Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft
  • Kernprobleme der Frauenarbeit oder andere aktuelle Problemfelder
3.5. Marktformen

Es sind zwei Modelle zu behandeln.

Bei der Behandlung der verschiedenen Marktmodelle ist eine Beschränkung auf lineare Kostenverläufe möglich. (rechnerisches und grafisches Lösen (Grenzerlöse, Grenzkosten, Gewinnmaximum) von Aufgaben zu den verschiedenen Marktmodellen)

  • Polypol auf dem vollkommenen Markt
  • Monopol auf dem vollkommenen Markt
  • Polypol auf dem unvollkommenen Markt
  • Oligopol auf dem unvollkommenen Markt

In Abgrenzung zu den vorgenannten Modellen

  •  Grenzen der Aussagefähigkeit der Modelle
3.6.  Unternehmenszusammenschlüsse – Konzentration

Die Schüler/ -innen grenzen die verschiedenen Konzentrationsarten ab und unterscheiden die verschiedenen Konzentrationsformen anhand geeigneter Beispiele. Sie erläutern Unternehmensziele und -strategien auf konzentrierten Märkten und beschreiben mögliche Auswirkungen auf den Wettbewerb. Sie analysieren exemplarisch auf ausgewählten Märkten Konzentrationsentwicklungen, ermitteln den Konzentrationsgrad und problematisieren Methoden sowie Ergebnisse der Konzentrationsmessung.

  • Konzentrationsbegriff / -formen
  • rechtlich / wirtschaftlich, z. B.:
    • grundlegende Klärung der Begriffe auch aktueller Konzentrationsformen – Fusion, Konzern, Kartell
    • Verflechtungsebenen – Horizontal, vertikal, konglomerat
    • Konzernstrukturen – Exemplarische Analyse eines Konzerns
  • Ursachen / Folgen, z. B.:
    • Finanzierungsvorteile
    • Größenvorteile
    • Diversifizierungsvorteile
    • Veränderung der Wettbewerbsbedingungen
    • Machtkonzentration
    •  Arbeitsplatzabbau
  • Ausmaß der Konzentration und Konzentrationsmessung
  • Analyse aktueller Konzentrationsentwicklungen auf ausgewählten Märkten Concentration Ratio (CR) ist verbindlich zu behandeln, ein weiterer Maßstab (z. B. Disparitätsrate, Herfindahl-Index) soll behandelt werden.
Themenfeld 4 : Volkswirtschaft II
Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik  (verbindlich)

Die Schüler/ -innen recherchieren Daten und definieren Fachbegriffe, die im Kontext von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit von unmittelbarer Bedeutung sind. Sie vergleichen und problematisieren unterschiedliche Messmethoden und / oder Begriffsfestlegungen. Sie erklären und reflektieren verschiedene Ursachen von Arbeitslosigkeit.

Inhalte

  • Ursachen und Erklärungen von Arbeitslosigkeit
  • Folgen von Arbeitslosigkeit
  • Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen
EU – Politik  

Die Schüler/ -innen erklären die Zusammensetzung der Organe der Europäischen Union und geben ihre wichtigsten Aufgaben wieder. Sie konkretisieren das Ziel der Vollendung des Binnenmarktes durch die vier Grundfreiheiten und geben Beispiele für ihre Umsetzung.

 Inhalte

  • Europäische Institutionen (verbindlich)
  • Europäisches Parlament
  • Europäische Kommission – Überblick über Zusammensetzung und deren Aufgaben
  • ESZB und EZB – Geldpolitik (verbindlich)
  • Agrarpolitik (Fakultativ)
  • Außenhandelspolitik (Fakultativ)
  • Umweltpolitik (Fakultativ)
  • Wettbewerbspolitik (Verbindlich)

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Rechnungswesen/Controlling

Kompetenzerwerb

Grund- und Leistungskursfach

Die inhaltliche Linienführung ist identisch. Im Leistungskursfach erfolgt eine theoretische Vertiefung mit Blick auf die im Fach Wirtschaftswissenschaft zu erwerbenden Kompetenzen.

Fachprofil

Das Rechnungswesen ist für das wirtschaftswissenschaftlich orientierte Profil der Qualifikationsphase des Berufsfeldes Wirtschaft und Verwaltung in  besonderer Weise prägend, als dadurch das Verständnis für wirtschaftliches Handeln entwickelt und vertieft wird. Die Unterrichtung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Fach Wirtschaftswissenschaft und partiell mit dem Fach Recht. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass durch Wissen und Können im Bereich des Rechnungswesens  eine berufliche Profilierung für anspruchsvolle Tätigkeiten im Bereich des Berufsfeldes I erfolgt.  Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, exakte Anwendung der entsprechenden Rechtsnormen fördern das Verständnis für den komplexen betriebswirtschaftlichen Leistungsprozess. Exaktheit im Umgang mit Zahlen, Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit sind wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiches berufliches Handeln. Die genannten Kompetenzen qualifizieren Schülerinnen und Schüler zur aktiven, rationalen und kritisch reflektierten Bewältigung  künftiger betrieblicher Anforderungssituationen. Besonderer Wert wird in der Qualifikationsphase auf die enge Verbindung theoretischen Wissens mit  der praktischen Anwendung aktueller Branchensoftware des Rechnungswesens (SAP, Datev, Lexware) gelegt.

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Rechnungswesen/Controlling

Themenfelder

Themenfeld 1: Das betriebliche Rechnungswesen als Bestandteil der Unternehmensführung

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass erfolgreiches unternehmerisches Handeln stets einen exakten Überblick über die finanzielle Situation des Unternehmens impliziert. Sie begreifen das betriebliche Rechnungswesen als Führungsinstrument zur Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Leistungsprozesses. Insbesondere erkennen sie die Notwendigkeit, die Investitionsplanung im engen Zusammenhang mit Erfordernissen und Möglichkeiten innovativer Lösungen zur Weiterentwicklung des Unternehmens auf der Grundlage des Erreichten zu verfolgen.

Inhalte

1.1. Das System der Finanzbuchhaltung als Führungsinstrument
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Ermittlung des Vermögens und der Schulden der Unternehmung
  • Inventur und Inventar
  • Bilanz und Eigenkapitalvergleich
  • Arbeit mit Lexware (LXAW)
  • Inventur und Jahresabschluss
  • periodische Auswertung von Warenlieferungen
  • Inventurzähllisten und -erfassung
  • Inventurbewertung und statistische Aufbereitung
  • Jahresabschluss Auftrags- und Bestellwesen
  • Bewertungsgrundsätze
  • Bewertungsprinzipien differenzieren
  • Bewertung von Vermögensposten nachvollziehen
  • Bilanz betriebsbezogen erstellen
1.2. Kennzahlenorientiert Bilanz auswerten
  • Bedeutung von Kennzahlen
  • Ermittlung der Liquidität aneignen
  • Berechnung der Rentabilität kennenlernen
  • Bilanzkennzahlen ermitteln und sachgerecht beurteilen
  • Unternehmerische Konsequenzen
1.3. Investition und Finanzierung      
  • Begriff volkswirtschaftlicher Produktionsfaktor Kapital
  • Investitionsarten und Auswirkungen der Investitionen
  • Konfliktfelder zwischen der betriebswirtschaftlichen und der volkswirtschaftlichen Sicht sind darzustellen (z. B. an der Umwelt)
  • Statische Investitionsrechnungen
  • Kosten- und Gewinnvergleichsrechnung,
  • Rentabilitäts-, Amortisationsrechnung.
1.4. Determinanten des Finanzbedarfs
  • Beschäftigungsniveau, Produktionsprogramm, Betriebsgröße, Preisniveau
  • Finanzierungsarten im Überblick, z. B. nach: Kapitalherkunft
  • Außen- und Innenfinanzierung
  • Rechtsstellung der Kapitalgeber:
  • Eigen- und Fremdfinanzierung
  • Kreditlaufzeit:
    • Kurz- und Langfristig

Kompetenzen

Die Schüler/ -innen führen verschiedene Investitionsarten an und stellen sowohl ihre betrieblichen als auch außerbetrieblichen Wirkungen dar. Sie erläutern verschiedene Determinanten des Finanzbedarfs und stellen die Möglichkeiten der Finanzierung strukturiert zusammen.

Themenfeld 2: Kosten- und Leistungsrechnung

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Kosten- und Leistungsrechnung als bedeutsamen Bestandteil des Rechnungswesens und wenden sie im Zusammenhang mit der Erstellung von kundengerechten  Angeboten an. Sie verstehen Kostenart- und Kostenträgerrechnung und unterscheiden wesentliche Verfahren der Kosten- und Leistungsrechnung.

Inhalte

  • Grundzüge der Kosten- und Leistungsrechnung
  • Ziele der Kosten- und Leistungsrechnung
  • Grundbegriffe der Kosten- und Leistungsrechnung
  • Kostenbegriffe und -kategorien verstehen
2.1. Kostenartenrechnung
  • Aufgaben der Kostenartenrechnung
  • Inhalt der Kostenartenrechnung
  • Gliederung und Grundsätze der Kostenartenrechnung vollziehen
  • Erfassung und Verrechnung wichtiger Kostenarten vornehmen
2.2. Kostenträgerrechnung
  • Aufgaben der Kostenträgerrechnung
  • Inhalt der Kostenträgerrechnung
  • Kostenträgerstückrechnung durchführen
  • Kostenträgerzeitrechnung durchführen
2.3. Vollkosten- und Nettoerfolgsrechnung
  • Prinzipien der Vollkosten- und Nettoerfolgsrechnung
  • Verfahren der Vollkosten- und Nettoerfolgsrechnung
  • Problematik der Kostenzurechnung verstehen
  • Vollkosten- und Nettoerfolgsrechnung anwenden
2.4. Teilkosten- und Bruttoerfolgsrechnung
  • Direct Costing
  • Fixkostendeckungsrechnung
  • Wesen der Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung erkennen
  • Inhalt und Aufbau der Grundrechnung verstehen und beurteilen
Themenfeld 3:  SAP – Lösungen verstehen und anwenden

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler gewinnen einen Überblick der vielfältigen Möglichkeiten zur Anwendung SAP- gestützter Lösungen und gewinnen Einblick in die Komplexität dieser führenden Branchensoftware. Sie verbinden die Handhabung von SAP – Modulen mit der Anwendung theoretischer Kenntnisse des betrieblichen Rechnungswesens.

Inhalte

3.1.  4ESA:  mySAP.com überblicken / 4CGA mySAP.com Kostenarten
  • Kostenstellenrechnung anwenden
  • mySAP – Lösungen kennenlernen
  • Organisationsstruktur in SAP verstehen
  • Integrationen kennenlernen
  • Systemumgebung verstehen
3.2. Benutzeroberfläche nutzen
  • An-/Abmelden durchführen
  • Menüstruktur und -bedienung nutzen
  • Meldungen und Feldarten verstehen
  • Mit Modi arbeiten
3.3. Mit Formularanwendungen arbeiten
  • Transaktionscode anwenden
  • Formularanwendungen durchführen
  • Dynamisches Menü kennenlernen
  • Benutzerparameter festlegen
3.4. Matchcode und Wertelisten nutzen
  • Mit Matchcodes arbeiten
  • Selektionsoptionen kennenlernen
  • Wertelisten nutzen
  • In Wertelisten suchen
3.5. Mit List-Anwendungen arbeiten
  • Möglichkeiten zu Reportausführungen nutzen
  • Informationssystem kennenlernen
  • Berichtsvarianten erstellen
  • Listen gestalten
3.5. Ausgabemedien, Online-Hilfe kennenlernen
  • Drucksteuerungsablauf verstehen
  • Spool-Aufträge erstellen
  • Überblick über die Online-Hilfe erhalten
  • Bedienungselemente in der Online-Hilfe nutzen
3.6. Business Szenarien kennenlernen
  • Logistik
  • Rechnungswesen
  • Personalwirtschaft
  • Internetanwendungen
3.7. Technologien kennenlernen
  • Client-Server-Architektur
  • Business-Framework-Architektur
  • Branchenlösungen
  • SAP-Implementierung
3.8. Gemeinkosten-Controlling überblicken
  • Aufgaben, Ziele
  • Controlling-Strukturen
  • Betriebliche Anforderungen definieren
  • Controlling-Funktionen kennenlernen
3.9. Kosten-, Leistungsarten definieren
  • Kosten-, Leistungsarten
  • Kostenarten anlegen, pflegen
  • Leistungsarten anlegen, pflegen
  • Kostenartenübersicht erstellen
3.10. Kostenstellen anlegen
  • Kostenstellenorganisation
  • Kostenstellen anlegen, pflegen
  • Zeitbezogenheit berücksichtigen
  • Kostenstellenhierarchie analysieren
3.11. Kostenstellenplanung durchführen
  • Ablauf der Kostenstellenplanung
  • Planversionen, Verteilungsschlüssel,
  • Planerprofile analysieren
  • Kosten, Leistungen, Kennzahlen planen
  • Planungen umwerten, kopieren
3.12. Kosten erfassen
  • Kostenentstehung, -zuteilung, Kontierung
  • Kosten ermitteln
  • Kosten erfassen
  • Leistungen erfassen
3.13. Verrechnungen durchführen
  • Verteilung, Abgrenzung, Umlage
  • Vorgangsbezogene Verrechnungen durchführen
  • Periodische Verrechnungen durchführen
  • Verrechnungsschlüssel pflegen
3.14. Abweichungen ermitteln
  • Abweichungsermittlung
  • Ist-Tarifermittlung durchführen
  • Abweichungsermittlung durchführen
  • Abweichungen analysieren
3.15. Innenaufträge verwenden
  • Voreinstellungen durchführen
  • Stammdaten anlegen
  • Ist-Kosten erfassen
  • Abrechnung durchführen
Themenfeld 4: Lohn- und Gehaltsrechnung – Theoretische Grundlagen und Softwareanwendungen mit Lexware und Datev

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler erkennen die fundamentale Bedeutung der Personalkosten im Rahmen des betrieblichen Leistungsprozesses und ordnen die Verfahren der Lohn- und Gehaltsrechnung in den komplexen Prozess der Unternehmensführung ein. Sie erwerben Fähigkeiten der Anwendung unterschiedlicher Software und verbinden die Handhabung dieser Instrumente mit der Anwendung steuerrechtlicher Grundlagen der Lohn- und Gehaltsberechnung.

Inhalte

4.1. Steuerrechtliche Grundlagen kontextbezogen verstehen
  • Grundlagen der Lohn- und Einkommenssteuer
  • Bedeutung des Solidaritätszuschlages
  • Berechnung der Kirchensteuer vornehmen
  • Steuerliche Abrechnung dokumentieren
4.2 . Sozialversicherungsrechtliche Grundlagen sachgerecht einordnen
  • Konzeption der Gesetzlichen Arbeitslosenversicherung
  • Bedeutung der Gesetzlichen Krankenversicherung
  • Beiträge zur Gesetzlichen Pflegeversicherung berechnen
  • Sozialbeiträge sachgerecht ermitteln und ihre Abführung abwickeln
4.3. Berechnungsgrundlagen zielorientiert einsetzen
  • Bruttoeinkommen
  • Abzüge ermitteln lernen
  • Berechnung sachbezogen durchführen
  • Einfache Lohnabrechnungen zielgerecht realisieren
4.4. Monatsabrechnung verstehen und eigenverantwortlich umsetzen
  • Aufgaben der Monatsabrechnung
  • Belege und Unterlagen kennen
  • Abrechnung vorbereiten
  • Abrechnungen betriebsspezifisch durchführen
4.5. Zahlungsverkehr kostenorientiert abwickeln
  • Abführung der Abzüge
  • Korrekturabrechnung erstellen
  • Überweisung des Nettobezugs vornehmen
  • Zahlungsverkehr kostensparend durchführen
4.6. Bedeutung von Kostenstellen verstehen und Kostenstellen auswerten
  • Zusammenhang von Kostenstellen und Finanzbuchhaltung
  • Grundzüge der Kostenstellenrechnung erlernen
  • Auswertung von Kostenstellen vornehmen
  • Kostenstellenauswertungen vergleichen
4.7. Einkommensabrechnung in Bezug auf Jahresabschlüsse kennen lernen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Jahreslohnkarten erstellen
  • Jahresauswertungen sachgerecht vornehmen
  • Jahresabschlussarbeiten der Einkommensabrechnungen durchführen
4.8. Lohn- und Gehaltsabrechnung mit Lexware (LXLG)
  • Lohnkonstanten, Lohnformeln
  • Lohngruppen, Abrechnungskreise
  • Buchungszeilen, Fehltagekennzeichen
  • Ländertabelle, Tätigkeitsschlüssel
4.9. Stammdaten und Lohndaten erfassen
  • Bankverbindungen
  • Krankenkassen, Berufsgenossenschaften
  • Lohnarten, Personalstamm
  • Allgemeine monatliche Lohndaten, Fehlzeiten
4.10. Monatliche Abrechnungslisten erstellen
  • Lohn- und Gehaltsbelege
  • Krankenkassenbeitragslisten und -nachweise
  • Buchungsbelege an Finanzbuchhaltung
  • Lohnsteueranmeldung
4.11. Lohn- und Gehaltszahlung, Korrektur von Abrechnungen
  • Zahlung per Überweisung
  • Zahlung per Scheck oder Bargeld
  • Korrekturabrechnung
  • Rückrechnung nach erfolgtem Monatsabschluss
4.12. Jahresabschlussarbeiten durchführen
  • Jahreslohnkonten, Lohnsteuerkartenaufkleber
  • Jahresliste Berufsgenossenschaft
  • Jahresabschlussprotokoll, Datensicherung
  • Jahresmeldungen
4.13. Besondere Vorgänge bearbeiten
  • Vortragswerte Jahreslohndaten
  • Ausscheiden von Mitarbeitern
  • Abschlagszahlungen Lohnpfändungen
4.14. Spezielle Abrechnungen durchführen (1)
  • Einmalzahlungen (z.B. Urlaubsgeld)
  • Geringfügig Beschäftigte
  • Pauschalbesteuerte Löhne
  • Lohnfortzahlung bei Krankheit
4.15. Spezielle Abrechnungen durchführen (2)
  • Mutterschaft (Entgeltfortzahlung bei Schutzfristen)
  • Altersteilzeit
  • Direktversicherung, betriebliche Altersvorsorge
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Modulbezogen Leistungsstand auswerten
  • Arbeitsmarktbezogen Qualifikationsprofil aktualisieren
  • Abschließend Arbeitsergebnisse dokumentieren
4.16. Gehaltsabrechnung mit DATEV verstehen
  • Programmleistungen kennen
  • Mandantendaten erfassen
  • Krankenkassen erfassen
  • Firmenstammdaten aktualisieren
4.17. Personal verwalten
  • Lohnarten anlegen
  • Personalstammdaten anlegen
  • Individualmasken anlegen
  • Personalstammdaten ergänzen
4.18.  Lohnkonstanten definieren
  • Entlohnungsformen kennenlernen
  • Vermögensbildung anlegen
  • Beschäftigte anlegen
  • Lohnarten aktualisieren
4.19. Abzüge vorbereiten
  • Bewegungsdaten eingeben
  • Abrechnungsnummern vergeben
  • Unterbrechung eingeben
  • Monat abrufen
4.20. Sonderfälle behandeln
  • Nettolohn ermitteln
  • neue Bundesländer behandeln
  • Abrufe erleichtern
  • Falldaten dokumentieren
4.21. Periodenunabhängige Buchungen vornehmen
  • Wiederholungsabrechnung durchführen
  • Bewegungen ergänzen
  • Abrechnung korrigieren
  • Kontrolle vornehmen
4.22. Jahresabschlussarbeiten durchführen
  • Jahresabschlussarbeiten durchführen
  • Lohnsteuerjahresausgleich durchführen
  • Meldepflichten einhalten
  • LODAS durchführen
4.23. Lohnvorwegberechnung verstehen
  • LOVOR kennenlernen und anwenden
  • Vergleichsfall erfassen
  • Fall kopieren

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Rechnungswesen/Controlling

Kurshalbjahre

1. Kurshalbjahr: Das betriebliche Rechnungswesen als Bestandteil der Unternehmensführung

2. Kurshalbjahr: Kosten- und Leistungsrechnung

3. Kurshalbjahr: SAP – Lösungen verstehen und anwenden

4. Kurshalbjahr: Lohn- und Gehaltsrechnung – Theoretische Grundlagen und Softwareanwendungen mit Lexware und Datev

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Recht

Kompetenzerwerb

Fachprofil

Grund- und Leistungskursfach

Inhalte sind im Grund- und Leistungskursfach identisch. Im Leistungskursfach werden rechtsphilosophische Konzepte vertiefend behandelt.

Das Fach leistet einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der deutschen und europäischen Rechtsordnung als Rahmen gesellschaftliches Handelns der Bürgerinnen und Bürger  allgemein und  der wirtschaftlicher Tätigkeit im Besonderen. Insofern ist die Vermittlung und Aneignung grundlegenden Wissens und Könnens untrennbarer Bestandteil der systematischen Herausbildung handlungsorientierender Werte. Anhand der Rechtsordnung wird das Wertbewusstsein der Schülerinnen und Schüler im Sinne des Berliner Schulgesetzes entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Komplexität der Rechtsordnung, gewinnen einen Überblick zu den unterschiedlichen Rechtsgebieten und  erfassen das Wesen des Rechts als historische Kategorie.

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Recht

Themenfeld

Themenfeld 1: Historische Entwicklungslinien der deutschen Rechtsordnung im europäischen und außereuropäischen Rahmen

Kompetenzentwicklung im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler erfassen die Entwicklung des Rechts als historischen Prozess im untrennbaren Zusammenhang mit der Entwicklung der Produktivkräfte und der Produktionsweise der Gesellschaft. Sie erkennen, dass neue gesellschaftliche Herausforderungen neue rechtliche Regelungen erfordern. Nationales Recht wird zunehmend durch Entwicklungen des Rechts der Europäischen Union bestimmt. In diesem Kontext eignen sich die Schülerinnen und Schüler Rechtssetzungsverfahren im nationalen und europäischen Rahmen an.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ausgewählten rechtsphilosophischen Konzepten auseinander, z.B. archaisches Recht, patriarchalisches Recht, absolutistisches Recht, liberales Recht, soziales Recht.

Meilensteine zur Herausbildung der deutschen und europäischen Rechtsordnung

Inhalte:

  • Codex Hammurabi unter dem Aspekt der Rechtssystematik ( um 1700 v.d.Z.)
  • Thora (um 1225 v.d.Z.)
  • Rechtsregeln des Konfuzius (um 500 v.d.Z.)
  • Römisches Recht – Corpus Juris Civilis (um 500)
  • Lex Salica, Leges Allamanorum (Mittelalter)
  • Magna Carta Libertatum (1215
  • Constitutio Criminalis Carolina (1532)
  • Habeas Corpus Akte (1679)
  • Virginia Bill of Rights (1776)
  • Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (1789)
  • Code Napoleon (1804)
  • BGB, StGB (1900)
  • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948)

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten lehrergeleitet und zunehmend selbstständig an Quellentexten vergleichen verschiedene Rechtsauffassungen begründen ihre Wertungen und ordnen sie in historische Zusammenhänge ein, weisen an ausgewählten Beispielen Entwicklungslinien bis in die gegenwärtige Rechtsetzung nach.

Themenfeld 2: Deutsches Staats- und Verfassungsrecht im europäischen Rahmen

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler gewinnen einen Überblick gesellschaftlich bedeutsamer Grundzüge des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung der historischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge. Sie erkennen, dass die Staatsverfassung nichts Statisches ist, sondern ihr Dynamik innewohnt.

Inhalte

  • Verfassungsgeschichtlicher Überblick unter besonderer Berücksichtigung
    • der Entwicklungen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (962 – 1806)
    • der Entwicklung bis 1871
    • im deutschen Kaiserreich
    • in der Weimarer Republik
    • im nationalsozialistischen Staat
  • Verfassungsrechtliche Entwicklungen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Die Erarbeitung und Annahme des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland 1949
  • Die Verfassungen der Deutschen Demokratischen Republik 1949 und 1968
  • Das Grundgesetz seit dem 3. Oktober 1990 in seinem wesentlichen Gehalt
  • Entwicklungen im europäischen Rahmen: Montanunion, Römische Verträge, Vertrag von Maastricht, Akte von Lissabon

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten lehrergeleitet und zunehmend selbstständig an den Textquellen
  • ordnen die Quellen in die jeweilige historische Situation ein
  • vergleichen ausgewählte verfassungsrechtliche Dokumente unter dem Aspekt demokratischer Rechte und Freiheiten miteinander
  • begründen ihre Aussagen
Themenfeld 3: Das Bürgerliche Gesetzbuch als Handlungsrahmen des Privatrechts 

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler gewinnen ein Verständnis für die Regelungstechnik des Bürgerlichen Gesetzbuchs und erkennen die historische Entwicklungslinie der Rechtssystematik. Sie verstehen solche Leitlinien des BGB wie die der Vertragsfreiheit und des Schutzes des Eigentums. Lehreregeleitet finden sie Zugang zur Sprache des BGB, erfassen den Sinn der Gliederung des Bürgerlichen Gesetzbuches und sind in der Lage, Fallbeispiele lehrergeleitet zunehmend selbständig zu lösen.

Inhalte

  • Das BGB als Produkt der Pandektenwissenschaft
  • Rechtspolitische Vorstellungen bei der Erarbeitung des BGB und bei der fortlaufenden Novellierung
  • Die Ausformung abstrakt-genereller Tatbestände als Voraussetzung der
  • Langlebigkeit des BGB
  • Das Recht der Schuldverhältnisse
  • Sachenrecht
  • Familienrecht
  • Erbrecht
  • Die Zivilprozessordnung im Überblick
  • Zivilprozessrecht im Überblick
  • Exkursionen zur Teilnahme an Zivilprozessen und Auswertung
Themenfeld 4: Das Strafrecht der Bundesrepublik Deutschland  

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass das Strafrecht der Aufrechterhaltung der Friedensordnung dient, indem es mit seinen Sanktionen bestimmte für die Existenz des Einzelnen und das Zusammenleben der Menschen  wichtige Rechtsgüter zu schützen sucht. Sie gewinnen Einblick in das seit 1871 vielfach geänderte Strafgesetzbuch (StGB) und in die Strafprozessordnung (StPO).

Sie wissen, dass strafrechtliche Tatbestände in zahlreichen sonstigen Rechtsnormen geregelt sind. Die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass die Schuld des Täters maßgebend für die Strafzumessung ist. Sie erkennen unterschiedliche Aspekte des Strafens und wissen, dass der Zweck des Strafens sowohl der Sühne und Vergeltung für begangenes Unrecht dient, zugleich aber der Erziehungsaspekt als Spezialprävention  im Sinne der Resozialisierung, der Wiedereingliederung in die Gesellschaft unbedingt berücksichtigt werden muss.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen zudem den Sinn der Generalprävention, also der Abschreckung der Allgemeinheit unter der Voraussetzung schuldangemessener Bestrafung.

Inhalte

  • Grundsätze des Strafrechts
  • Vom Sinn des Strafens
  • Verhältnismäßigkeitsprinzip
  • Strafrechtsreformgesetze seit 1969
  • Strafvollzugsgesetze nach der Föderalismusreform
  • Strafvollzug in Deutschland – rechtstatsächliche Befunde
  • Strafvollzug oder Haftvermeidung
  • Jugendstrafvollzug
  • Psychiatrische Maßregelbehandlung
  • Sicherheitsverwahrung
  • Prävention zur Strafvermeidung
  • Exkursionen zur Teilnahme an Strafprozessen und Auswertung

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Recht

Kurshalbjahre

  • 1. Kurshalbjahr: Themenfeld 1
  • 2. Kurshalbjahr: Themenfeld 2
  • 3. Kurshalbjahr: Themenfeld 3
  • 4. Kurshalbjahr: Themenfeld 4

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Informatik

Kompetenzerwerb

Fachbezogene Kompetenzen

Die fachbezogenen Kompetenzen orientieren sich an den allgemein anerkannten Leitlinien der Fachdidaktik:

  • Interaktion mit Informatiksystemen
  • Wirkprinzipien von Informatiksystemen
  • Informatische Modellierung
  • Wechselwirkungen zwischen Informatiksystemen, Individuum und Gesellschaft.

Sie repräsentieren zentrale Bereiche des Faches und entsprechen inhaltlich den fachlichen Kompetenzen der EPA Informatik.

Für einen erfolgreichen Kompetenzerwerb sollten die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Qualifikationsphase  bestimmte  fachliche Anforderungen bewältigen. Den Schülerinnen und Schülern ermöglichen sie, sich ihres  Leistungsstandes zu vergewissern. Lehrkräfte nutzen sie für differenzierte Lernarrangements sowie zur individuellen Lernberatung.

Informatisches Modellieren  (Modelle erstellen und bewerten)

  • beschreiben Modelle als vereinfachtes Abbild der realen Welt,
  • hinterfragen und bewerten Ergebnisse einer Modellbildung kritisch,
  • wenden das Basiskonzept der objektorientierten Sichtweise auf Standardsoftware an.

Mit Information umgehen  (Information in Form von Daten darstellen und verarbeiten)

  • unterscheiden zwischen Information und Daten,
  • nutzen zielgerichtet bereitgestellte Informationssysteme, digitale Datenbestände und Datenbanken,
  • verwenden eigenständig die integrierten Hilfesysteme.

Informatiksysteme verstehen (Wirkprinzipien kennen und anwenden)

  • beschreiben Grundlagen des Aufbaus und der Arbeitsweise eines Informatiksystems,
  • erläutern Eigenschaften von Algorithmen an einfachen Beispielen,
  • beschreiben die Grundlagen der Rechnerkommunikation in lokalen Netzwerken.

Problemlösen (Probleme erfassen und mit Informatiksystemen lösen)

  • wählen zur Lösung eines Problems geeignete Standardsoftware (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation,
  • Erfassen und Verwaltung von Daten, Bildbearbeitung) aus,
  • beschreiben algorithmische Abläufe umgangssprachlich und grafisch,
  • modellieren einfache Abläufe mit Algorithmen (Sequenz, Auswahl, Wiederholung),
  • setzen Algorithmen in Programme um.

Kommunizieren und Kooperieren (Teamarbeit organisieren und koordinieren)

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Teamarbeit bei der Erstellung von Informatiksystemen zwingend erforderlich ist. Sie sind in der Lage, ihre Arbeit in Projektgruppen zunehmend selbstständig zu organisieren und zu koordinieren. Sie verwenden dabei die Fachsprache angemessen, dokumentieren und präsentieren Arbeitsergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Informatiksysteme zur Kooperation und reflektieren die Kommunikationsprozesse.

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Informatik

Themenfelder

Die Schülerinnen und Schüler analysieren Anforderungen an Informatiksysteme und reflektieren Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren der neuen Techniken. Sie nehmen wahr, dass Teile der geistigen Arbeit des Menschen so formalisierbar sind, dass diese Arbeiten durch automatische  Symbolverarbeitung ersetzt werden können. Sie ordnen die historische Entwicklung der Informatiksysteme in den gesellschaftlichen Kontext ein. Sie erkennen, wie ökonomische, ökologische, ergonomische und soziale Erkenntnisse und Interessen in die Entwicklung technischer Lösungen einfließen und wie die Technik sich auf die Lebensbedingungen auswirkt. Sie setzen Technik verantwortungsbewusst ein und werden befähigt, an der menschengerechten Gestaltung unserer Zukunft mitzuwirken.

Informatisches Modellieren

Grundkursfach / Leistungskursfach

  • analysieren Realitätsausschnitte und wählen ein geeignetes Modellierungsverfahren aus,
  • variieren und erweitern vorgegebene Modelle,
  • entwickeln, implementieren, testen und validieren einfache Modelle,
  • reflektieren und beurteilen die eigene Modellierung,

Objektorientierte Modellierung

  • beschreiben Basiskonzepte der objektorientierten Modellierung (Klasse, Objekt, Attribut, Methode),
  • entwerfen Methoden für die Manipulation von Objekten,
  • bilden Beziehungen zwischen Klassen ab,

Datenmodellierung

  • beschreiben Objekte und Beziehungen in einer graphischen Repräsentation,
  • überführen das Modell in ein Datenbankschema,
  • implementieren das Schema als Datenbank, Zustandsorientierte Modellierung
  • erläutern Basiskonzepte der zustandsorientierten Modellierung,
  • modellieren automatisierte Abläufe mit Hilfe endlicher Automaten,

Leistungskursfach

  • wenden rekursive Verfahren an,

Objektorientierte Modellierung

  • wenden die Konzepte von Vererbung, Polymorphie und Kapselung an,

Datenmodellierung

  • normalisieren gegebene Datenbestände nach den ersten drei Normalformen,

Funktionale oder regelbasierte Modellierung

  •   wenden ein deklaratives Sprachparadigma zur Modellierung an,
  • unterscheiden Vor- und Nachteile der funktionalen bzw. regelbasierten Modellierung.

Information in Form von Daten darstellen und verarbeiten

Grundkursfach / Leistungskursfach

  • analysieren und strukturieren Informationen,
  • konstruieren Daten- bzw. Objektstrukturen und wenden auf diese geeignete Algorithmen bzw. Methoden an,
  • speichern und übertragen wieder verwendbare Ergebnisse in geeigneter Form,
  • interpretieren Daten als Information und werten diese kritisch,
  • unterscheiden zwischen Syntax und Semantik und erläutern dies in natürlichen, halbformalen und formalen Sprachen.

Informatiksysteme verstehen (Wirkprinzipien kennen und anwenden)

Grundkursfach / Leistungskursfach

  • beschreiben den Computer als programmierbaren, universellen Automaten,
  • vergleichen formale und natürliche Sprachen,
  • diskutieren Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Informatiksystemen,
  • beurteilen Algorithmen hinsichtlich ihrer Effizienz,
  • erläutern einfache Schichtenmodelle von Netzwerken und Informatiksystemen,
  • erläutern das Prinzip der Modularisierung (Schnittstellen),(IP-Adresse, Subnetze) in Netzwerken
  • analysieren und konstruieren formale Sprachen und beschreiben beispielhaft den Zusammenhang zwischen Automaten und Grammatiken.

Probleme erfassen und mit Informatiksystemen lösen

Grundkursfach / Leistungskursfach

  • wenden die Phasen des Problemlöseprozesses (informelle Problembeschreibung, formale Modellierung, Implementierung und Realisierung, Bewertung und Modellkritik) an,
  • setzen informatische Methoden (z. B. Bottom-Up, Top-Down, Modularisierung, Prototyping) zielorientiert ein,
  • setzen im Problemlöseprozess einfache Entwicklungswerkzeuge ein,
  • nutzen informatische Werkzeuge zur Problemlösung
  • wählen informatische Werkzeuge zur Problemlösung selbstständig aus und begründen die getroffene Auswahl.

Kommunizieren und Kooperieren (Teamarbeit organisieren und koordinieren)

Grundkursfach / Leistungskursfach

  • verfügen über eine angemessene Fachsprache und verwenden sie sachgerecht,
  • verwenden selbstständig Fachtexte, Dokumentationen und Hilfesysteme,
  • setzen netzbasierte Kommunikations- und Kooperationssysteme in der Gruppenarbeit ein,
  • beachten die Netiquette bei der Kommunikation,
  • dokumentieren, visualisieren, präsentieren und verteidigen Ergebnisse der Teamarbeit,
  • erfassen, reflektieren und diskutieren informatische Sachverhalte aus nicht didaktisch aufbereiteten authentischen Texten (z. B. Presseartikel), organisieren selbstständig Projektarbeit,
  • planen, organisieren und leiten selbstständig Projektarbeit,
  • beachten Aspekte der Datensicherheit bei der Kommunikation.

Wechselwirkung zwischen Informatiksystemen, Mensch und Gesellschaft beurteilen (Anwendungen erfassen und Auswirkungen abschätzen)

Grundkursfach / Leistungskursfach

  • bewerten Risiken und Chancen von Informatiksystemen,
  • nehmen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wahr und halten die Gesetze zum Datenschutz ein,
  • bewerten Probleme der Mensch-Maschine-Kommunikation und der Ergonomie,
  • analysieren politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen wichtiger informatischer Entwicklungen und beurteilen deren Wirkungen aufgrund individueller gesellschaftlicher Verantwortung.

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Informatik

Kurshalbjahre

Informatik als fortgeführtes Unterrichtsfach

Schülerinnen und Schüler, die ein den Eingangsvoraussetzungen entsprechendes Wissen und Können nachweisen, können die nachfolgenden Grundkurse belegen. Ein den Eingangsvoraussetzungen entsprechendes Wissen und Können wird in der Regel dann angenommen, wenn die Schülerinnen und Schüler an einem vorangegangenen Informatikunterricht im Umfang mindestens eines Schuljahres teilgenommen haben.

1. Kurshalbjahr :Datenbanken und Softwareentwicklung I

Inhalte

  • Datenmodellierung
  • relationales Datenbankschema
  • praktische Umsetzung in ein Datenbank-Managementsystem
  • Abfragen (Projektion, Selektion, Join)
  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • objektorientierte Modellierung (z. B. UML-Klassendiagramme)
  • objektorientierte Programmierung
  • Syntax und Semantik (Syntaxdiagramme)

Mögliche Schwerpunkte

  • Analyse, Modellierung und Implementation einer Datenbank auf der Grundlage eines realen Anwendungsfalles, z. B. Schlüssel-, Geräte und Raumverwaltung der Schule
  • Analyse, Wartung und Implementation einer bestehenden Datenbank
  • Umsetzung einer bisher mit einer Programmiersprache gelösten Dateiverwaltung mit einer Datenbank
2. Kurshalbjahr :Datenbanken und Softwareentwicklung II
  • Fortsetzung und Beendigung des Themenbereichs Softwareentwicklung aus dem 1. Kurshalbjahr
  • Je nach Art der Vorhaben ist ein Tausch mit dem Themenbereich Datenbanken möglich.
3. Kurshalbjahr: Grundlagen der Informatik und Vertiefungsgebiet

Aspekte aus den Gebieten Rechner und Netze sowie Sprachen und Automaten

  • Schichtenarchitektur
  • VON-NEUMANN-Architektur
  • Client-Server-Struktur
  • Protokolle
  • zustandsorientierte Modellierung
  • endliche Automaten
  • Vergleich natürlicher und formaler Sprachen

Ein Themengebiet aus:

  • Applikative Programmierung (funktional oder logisch)
  • Kryptologie und Datensicherheit
  • Computergrafik
  • Computer-Netze
  • Künstliche Intelligenz
  • Technische Informatik
  • Maschinennahe Programmierung
  • Informatik und Gesellschaft
  • Theoretische Informatik
4. Kurshalbjahr : Softwareprojekt

Inhalte

  • Grundlagen systematischer Softwareentwicklung (Software-Life-Cycle)
  • Ergonomie

Mögliche Vorgehensweisen

Neues Projektthema oder Fortführung eines früheren Projektthemas

Kriterien zur Wahl des Projektthemas

  • Das Problem muss mindestens so komplex sein, dass die durch den Software-Life-Cycle (SLC) implizierten Methoden als notwendig erlebt werden; andererseits ist der Umfang so einzuschränken, dass mindestens ein Prototyp erstellt werden kann.
  • Die Projektarbeit darf sich nicht nur auf eine Phase der Softwareentwicklung erstrecken.
  • Die Projektarbeit darf sich nicht auf reine Programmiertätigkeiten beschränken.
  • Das Thema sollte aus dem Erfahrungskreis der Schülerinnen und Schüler kommen, um zeitintensive Sachanalysen bei völlig fremden Themen zu vermeiden oder auf Themen aufbauen, die aus einem Vertiefungsgebiet bereits bekannt sind.
  • Das Projekt ist von den Schülerinnen und Schülern selbstständig lösbar.
  • In mindestens einer der Projektphasen muss die Anwendersicht behandelt werden.

Leistungskursfach

1. Kurshalbjahr : Datenbanken und Softwareentwicklung I

Inhalte

  • Datenmodellierung
  • relationales Datenbankschema
  • praktische Umsetzung in ein Datenbank-Managementsystem
  • Abfragen (Projektion, Selektion, Join)
  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Normalisierung
  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • objektorientierte Modellierung (z. B. UML-Klassendiagramme)
  • objektorientierte Programmierung
  • Syntax und Semantik (Syntaxdiagramme)
  • Behandlung eines weiteren Sprachparadigmas: Applikative Programmierung (funktional oder logisch)

Mögliche Schwerpunkte

  • Analyse, Modellierung und Implementation einer Datenbank auf der Grundlage eines realen Anwendungsfalles, z. B. Schlüssel-, Geräte und Raumverwaltung der Schule
  • Analyse, Wartung und Implementation einer bestehenden Datenbank
  • Umsetzung einer bisher mit einer Programmiersprache gelösten Dateiverwaltung mit einer Datenbank

Weitere Vorgaben

  • Strukturelle Aspekte bei der Konstruktion von Programmsystemen stehen im Vordergrund
  • Analyse und Modellierung folgen dem objektorientierten Ansatz
  • Projektorientierte Vorgehensweise mit einem oder mehreren Kurzprojekten
  • Dokumentation der Entwurfsschritte mit Hilfe des Rechners
  • Verwendung von Formatvorlagen für Textverarbeitung
  • beispielhafte Vektorgrafiken für Modulhierarchie, Funktionale Spezifikation bzw. Klassenbeschreibungen (z. B. mit Hilfe von UML), Anforderungsdefinition, Testumgebungen, Quelltexte
2. Kurshalbjahr : Datenbanken und Softwareentwicklung II
  • Fortsetzung und Beendigung des Themenbereichs Softwareentwicklung aus dem 1. Kurshalbjahr
  • Je nach Art der Vorhaben ist ein Tausch mit dem Themenbereich Datenbanken möglich.

Durch die Zusammenfassung des 3. und des 4. Kurshalbjahres kann das Projekt auch auf der Basis eines im Vertiefungsgebiet ausgewählten Themas umgesetzt werden. Ggf. kann das Softwareprojekt auch vorgezogen werden.

3. Kurshalbjahr : Grundlagen der Informatik und Vertiefungsgebiet

Inhalte

Aspekte aus den Gebieten Rechner und Netze sowie Sprachen und Automaten

  • Schichtenarchitektur
  • VON-NEUMANN-Architektur
  • Client-Server-Struktur
  • Protokolle
  • zustandsorientierte Modellierung
  • endliche Automaten
  • Vergleich natürlicher und formaler Sprachen
  • Grammatiken und formale Sprachen
  • TURINGmaschine oder Registermaschine

Ein Themengebiet aus

  • Deklarative Programmierung (funktional oder logisch: das noch nicht in behandelte Sprachparadigma)
  • Kryptologie und Datensicherheit
  • Computergrafik
  • Computer-Netze
  • Künstliche Intelligenz
  • Technische Informatik
  • Maschinennahe Programmierung
  • Informatik und Gesellschaft
4. Kurshalbjahr : Softwareprojekt

Inhalte

  • Grundlagen systematischer Softwareentwicklung (Software-Life-Cycle)
  • Ergonomie

Mögliche Vorgehensweisen

Neues Projektthema oder Fortführung eines früheren Projektthemas

Kriterien zur Wahl des Projektthemas

  • Das Problem muss mindestens so komplex sein, dass die durch den Software-Life-Cycle(SLC) implizierten Methoden als notwendig erlebt werden; andererseits ist der Umfang so einzuschränken, dass mindestens ein Prototyp erstellt werden kann.
  • Die Projektarbeit darf sich nicht nur auf eine Phase der Softwareentwicklung erstrecken
  • Die Projektarbeit darf sich nicht auf reine Programmiertätigkeiten beschränken.
  • Das Thema sollte aus dem Erfahrungskreis der Schülerinnen und Schüler kommen, um zeitintensive Sachanalysen bei völlig fremden Themen zu vermeiden oder auf Themen aufbauen, die aus einem Vertiefungsgebiet bereits bekannt sind.
  • Das Projekt ist von den Schülerinnen und Schülern lösbar.

In mindestens einer der Projektphasen muss die Anwendersicht behandelt werden.

Datenbanken

Inhalte

  • Datenmodellierung
  • relationales Datenbankschema
  • praktische Umsetzung in ein Datenbank-Managementsystem
  • Abfragen (Projektion, Selektion)

Leistungskursfach

  • Normalisierung

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Unsere Wissensgesellschaft basiert auf der automatisierten Verarbeitung von Informationen, dazu werden die Informationen durch geeignete Daten repräsentiert.

Die Schülerinnen und Schüler wenden Datenbanksysteme als Werkzeug zum Beschreiben, Bearbeiten, Speichern, Wiedergewinnen und Auswerten umfangreicher Datenbestände an.

A Beispiel der Entwicklung eines Datenbanksystems führen die Schülerinnen und Schüler alle Phasen des Problemlöseprozesses von der Analyse der Ausgangssituation zur Erfassung der Daten über die Modellierung einer Datenbank bis hin zu ihrer praktischen Umsetzung in einem Datenbankmanagementsystem selbstständig durch.

Über Recherchieren und Suchanfragen gewinnen die Schülerinnen und Schüler problembezogene Daten, die sie als Informationen interpretieren und kritisch werten.

Durch die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Datenbanken wird ihre Urteilsfähigkeit in der kritischen Bewertung der Erfassung und Auswertung personenbezogener Daten in ihrer Lebensumwelt entwickelt.

Mögliche Kontexte

  • Datenschutz/Datensicherheit
  • Kryptologie
  • Zugriff auf Datenbanken aus Programmiersprachen (Interface für DB-Clients)
  • Datenbanken im Internet
  • Gesellschaftliche Bezüge (Recht auf informationelle Selbstbestimmung)
Rechner und Netze

Inhalte

  • Schichtenmodelle
  • VON-NEUMANN-Architektur
  • Client-Server-Struktur
  • Protokolle
  • Kommunikations- und Kooperationssysteme

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die Arbeit an Computern in vernetzten Arbeitsumgebungen bestimmt zunehmend unsere Gesellschaft. Ein wichtiges Anliegen diese Themenfeldes ist es, die Schülerinnen und Schüler mit den Grundlagen der Rechnerarchitektur sowie der Kommunikation zwischen einzelnen Informatiksystemen bzw. in lokalen und globalen Netzen vertraut zu machen.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben ein prinzipielles technisches Verständnis über die Funktionsweise, den modularen Aufbau und die Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Informatiksystemen.

Dabei gilt es auch, mögliche Folgen von Missbrauch durch Spionage und Manipulation von Daten zu erkennen und zu verhindern.

Die Schülerinnen und Schüler gewinnen die Erfahrung, dass netzbasierte Kommunikations- und Kooperationssysteme die Arbeit im Team unterstützen.

Mögliche Kontexte

  • Zahlensysteme, Rechnen im Dualsystem
  • Codierung
  • Betriebssystem (Multitasking, Multiuser)
  • Topologien von Kommunikationsnetzen
  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Vertraulichkeit und Authentizität
Softwareentwicklung

Inhalte

  • objektorientierte Modellierung (UML-Klassendiagramme)
  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • objektorientierte Programmierung
  • Grundlagen systematischer Softwareentwicklung (Software-Life-Cycle)

Leistungskursfach

  • deklarative Programmierung (funktional oder logisch)

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Im Themenfeld Softwareentwicklung erwerben die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über das methodische Vorgehen zur modellhaften Entwicklung von Softwaresystemen.

Die Darstellung von Algorithmen in grafischer Form und ihre Umsetzung in ein effizientes Programm sollen den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in eine wesentliche Phase der Erstellung von Software vermitteln. Problemlösestrategien werden von den Schülerinnen und Schülern selbst angewendet. Die algorithmischen Lösungswege werden dabei formalisiert, implementiert und auf Zuverlässigkeit geprüft.

Die Einführung eines weiteren Programmierparadigmas verdeutlicht, dass für die Lösung von Problemen verschiedene Sprachkonzepte unterschiedlich gut geeignet sind. Mensch-Maschine-Schnittstellen werden analysiert und adressatengerecht berücksichtigt.

Mögliche Kontexte

  • Pakete, Interfaces
  • Softwareergonomie
  • Veränderung in der Arbeitswelt
  • Auswirkungen in der Gesellschaft
  • Simulation (dynamische Systeme, Automaten)
Sprachen und Automaten

Inhalte

  • Vergleich natürlicher und formaler Sprachen
  • Syntax und Semantik (Syntaxdiagramme)
  • zustandsorientierte Modellierung
  • endliche Automaten

Leistungskursfach

  • Grammatiken und formale Sprachen
  • TURINGmaschine oder Registermaschine

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Dieses Themenfeld dient der Vernetzung zum Kompetenzerwerb in den natürlichen Sprachen. Es werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von natürlichen und künstlichen Sprachen herausgearbeitet und bei den Schülerinnen und Schülern wird ein breites Verständnis für Sprachen entwickelt.

Jede Sprache – ob natürlich oder künstlich – dient zur Kommunikation und genügt gewissen Regeln zur Bildung von Wörtern und Sätzen.

In der Informatik werden Sprachen durch Grammatiken formalisiert. Nur was sich mit den Mitteln einer formalen Sprache ausdrücken lässt, kann durch einen Computer bearbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler verstehen die zur Problemlösung eingesetzten Programmiersprachen als spezielle formale Sprachen, die es ihnen erlauben, Probleme mit den Methoden der Informatik zu lösen. Durch die Einführung des Automatenmodells vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihr Verständnis von Informatiksystemen.

Automaten sind in verschiedenen Ausprägungen Teil der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Die Merkmale und Eigenschaften der im Alltag gefundenen Beispiele werden im Unterricht präzisiert, um die Automaten und die von ihnen akzeptierte formale Sprache zu thematisieren. Dabei benötigt man eine Methode, um die zeitliche Abfolge von Zuständen beschreiben zu können. Dies führt zur zustandsorientierten Modellierung.

Diese Vorgehensweise bietet den Schülerinnen und Schülern zugleich einen Zugang zur abstrakten Modellierung komplexer Systeme.

Mögliche Kontexte

  • Robotik
  • Implementierung von Automaten in Programmiersprachen
  • Kellerautomat
  • CHOMSKY-Hierarchie
Informatik, Mensch und Gesellschaft

Inhalte

  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Vertraulichkeit und Authentizität
  • Anwendungen und Auswirkungen von Informatiksystemen
  • Ergonomie

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Die immer schnellere Entwicklung und Ausbreitung von Informatiksystemen erfordern es, die Auswirkungen auf das Individuum und die Gesellschaft zu reflektieren. Insbesondere die Chancen und Risiken in den gesellschaftlichen Einsatzbereichen sollen mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert und diskutiert werden.

Die immer stärkere Nutzung des Internets und die damit häufig verbundene automatische Datenerhebung unter dem Blickwinkel der Interessen der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen sind dabei zu berücksichtigen. Die Erstellung und Gestaltung eigener Internetseiten und die daraus resultierenden Rechte an Texten, Bildern usw. führen zu rechtlichen Aspekten in der Nutzung von Informatiksystemen, die auch hinsichtlich der Verbreitung extremistischer Inhalte berücksichtigt werden sollten.

Mögliche Kontexte

  • Geschichte der Rechentechnik und gesellschaftliche Interessen
  • Schädliche Programme (Viren und Würmer, …)
  • Urheberrecht, Datenschutzgesetze, Informations- und Kommunikationsdienstegesetz
  • Recht auf informationelle Selbstbestimmung
  • Ethische und soziale Aspekte
  • Künstliche Intelligenz und künstliches Leben

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