Rahmenplan für die Qualifikationsphase – weitere Fächer

Prof. Dr. Eberhard Meumann

Rahmenplan für die Qualifikationsphase des privaten beruflichen Gymnasiums

Sport

Das Kerncurriculum gibt Inhalte vor, die in den folgenden Themenfeldern für das Grund- und Leistungskursfach aufgeführt sind:

  • Laufen, Springen, Werfen
  • Spiele
  • Bewegen an und mit Geräten
  • Bewegung gymnastisch, rhythmisch und tänzerisch gestalten
  • Bewegen im Wasser
  • Mit / gegen Partner kämpfen
  • Fahren, Rollen, Gleiten
  • Fitness
  • Sporttheorie
Themenfeld 1: Laufen, Springen, Werfen

Inhalte

  • grundlegende Fertigkeiten des Laufens, Springens und  Werfens in vielfältigen Formen
  • Beweglichkeit, Konzentration und Reaktion, Taktik
  • allgemeine Lauf-, Sprung- und Wurfgeschicklichkeit
  • ausdauerndes Gehen und Laufen
  • schnelles Laufen
  • weites/hohes Springen
  • weites Werfen und Stoßen
  • Kraftausdauer
  • wesentliche Grundsätze und Zusammenhänge und praktische Beispiele fitness- und gesundheitsorientierten Laufens,  Springens und Werfens

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Laufen, Springen und Werfen sind Grundformen menschlicher Bewegung, Grundlage für vielfältige Bewegungsaufgaben und sportliche Aktivitäten und in besonderer Art und Weise geeignet, die Belastung in vielseitigen Erlebnisdimensionen zu erfahren. Für die Schülerinnen und Schüler geht es darum, die ganze Breite und Vielfalt des Bewegungsfeldes zu erfahren.

Die Schülerinnen und Schüler

  • legen eine Sprintstrecke in hohem Tempo und mit hoher Schrittfrequenz und Schrittlänge  zurück,
  • bewältigen verschiedene Distanzen in unterschiedlichem Gelände in unterschiedlichen Tempi,
  • erbringen eine Ausdauerlaufleistung von mindestens 12 Minuten,
  • kennen und wenden unterschiedliche Möglichkeiten von Anlauf, Absprung und Landung an, um die Bewegungen stabil und flüssig auszuführen und möglichst weit und hoch zu springen,
  • verfügen über Techniken mit unterschiedlichen Wurf- und Stoßgeräten und führen die Bewegungen stabil und flüssig aus, um möglichst weit zu werfen bzw. zu stoßen,
  • absolvieren einen Mehrkampf in einer wettkampfnahen Situation, bestehend aus Laufen (einschließlich einer Ausdauerleistung), Springen und Werfen/Stoßen; dabei sind die Bewegungsausführung stabil und der Bewegungsfluss erkennbar.
Themenfeld 2: Spiele

Inhalte

  • Spielfähigkeit
  • technische Fertigkeiten der Ballannahme und -abgabe, gegebenenfalls auch Ballmitnahme
  • (allgemeine) motorische Fähigkeiten, v. a. spezifische Kraft, Schnelligkeit, Gewandtheit, Beweglichkeit, Reaktion
  • taktische Verhaltensweisen in Angriffs- und Verteidigungssituationen
  • wesentliche internationale Spielregeln
  • Schiedsrichtertätigkeit

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Spiele sind zentraler Gegenstand des Sportunterrichts, da sie dem natürlichen Bewegungsbedürfnis der Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise entgegenkommen. Spiele fördern die Bereitschaft zur Kooperation und Kommunikation und haben einen hohen Freizeitwert. Gemeinschaftliches Handeln auf der Grundlage einer Spielidee ist eine besondere Anforderung der Spiele. Alle spezifischen Potenzen der Spielsportarten sollen genutzt werden, damit die Schülerinnen und Schüler ihre soziale Kompetenz (Fairness, Toleranz und Teamarbeit mit allen ihren Facetten) weiterentwickeln und gleichzeitig ihr psychosoziales Wohlbefinden steigern.

Schülerinnen und Schüler sollen vor allem ihre Spielfähigkeit weiterentwickeln. In vielfältigen Übungs-, Wettkampf- und Spielformen schulen sie ihre technischen Fertigkeiten und taktischen Fähigkeiten und verbessern gleichzeitig ihre allgemeinen motorischen Fähigkeiten.

Sie sollen die Fähigkeit verbessern, Regeln zu akzeptieren und im Spiel einzuhalten. Sie lernen als Mitglied eines Teams, besonders in den Mannschaftsspielen, zum Gelingen eines Spieles beizutragen.

Als Voraussetzung für selbstständiges sportliches Spielen in der Freizeit sammeln Schülerinnen und Schüler elementare Wettkampferfahrungen und lernen, wie man Sportspiele organisiert und leitet. Die Schülerinnen und Schüler sollen spielerische Möglichkeiten kennen lernen oder vervollkommnen, die sie auch nach der Schulzeit bis ins hohe Alter ausüben können. Unter Beachtung vielfältiger Sinnperspektiven erwerben die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse und Erfahrungen sowohl über mehr geselligkeitsorientierte Spielvarianten als auch über leistungsbetonte Übungsformen.

Die Schülerinnen und Schüler

  • verfügen über hohe sportspielspezifische koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie technisch-taktisch angemessenes Wettkampfverhalten,
  • bewältigen Spielsituationen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive; dabei sind die Hauptmerkmale der Zielübung deutlich sichtbar; die Bewegungsausführung ist stabil, der Bewegungsfluss optimal; die Bewegungsrichtung und das Bewegungstempo
  • können in der Spielsituation variiert werden,
  • verfügen über grundlegende technische und taktische Fähigkeiten in mindestens zwei Sportspielen,
  • initiieren Sportspiele, setzen Spielideen um, organisieren und leiten sie an,
  • verfügen über spielbezogene Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Kreativität, die sie in das wettkampfspezifische Spielgeschehen einbringen.
Themenfeld 3: Bewegen an und mit Geräten

Inhalte

  • elementare Bewegungstätigkeiten wie Stützen, Handstehen, Drehen, Rollen, Überschlagen, Balancieren, Schwingen und Springen sowie die Partner- oder Gruppenakrobatik an den Standardturngeräten, an Gerätearrangements oder im „Freien Turnen“
  • Dehnfähigkeit, Schnellkraft, Haltekraft, Körperspannung, Gleichgewichtsfähigkeit, Rhythmusfähigkeit sowie Entspannungsfähigkeit
  • normgebundenes und normungebundenes Turnen an und mit turnerischen Geräten und Gerätekombinationen auch unter Einbeziehung weiterer Turnmöglichkeiten
  • Helfen und Sichern
  • turnerische und akrobatische Partner- und Gruppengestaltung
  • turnspezifische Kraftausdauer
  • harmonisch muskuläre Ausbildung für den gesamten Körper
  • individuelle Beweglichkeit unter Vermeidung muskulärer Dysbalancen

Kompetenzerwerb im Bewegungsfeld

Dieses Bewegungsfeld eröffnet den Schülerinnen und Schülern vielfältige, zum Teil außerhalb der Schule kaum gegebene Handlungs- und Erfahrungsmöglichkeiten. Die besondere Zielstellung des Bewegens an und mit Geräten besteht darin, dass unter Einbeziehung vielfältiger Geräte verschiedene Bewegungsmöglichkeiten im Raum eröffnet und zugleich neue Lageempfindungen vermittelt werden.

Akrobatisches Bewegen ergänzt, erweitert und verändert partiell in der Qualifikationsphase das bisherige turnerische Bewegungsverständnis. Gegenseitiges Helfen und Sichern sowie gemeinsames Gestalten von Partner- und Gruppenübungen fördern zudem die Herausbildung sozialer Kompetenzen.

In der bewegungsbezogenen Auseinandersetzung an und mit verschiedenen Geräten nehmen die Schülerinnen und Schüler ihren Körper in unterschiedlichen Raumlagen wahr und sammeln besondere Erfahrung mit der Schwerkraft, dem Gleichgewicht und der Höhe. Bisher erlernte Bewegungsabläufe werden qualitativ verbessert und in vielfältigen Übungskombinationen kreativ angewendet und ausgestaltet. Hierbei eröffnen sich zugleich vielfältige Ansätze zur Vermittlung von Körpererfahrung. Für das Gelingen turnerischer Bewegungsabläufe sind neben Kraft und Beweglichkeit vor allem eine gut entwickelte Gleichgewichts- und Orientierungsfähigkeit bedeutsam. Bei der Gestaltung des eigenen Lernprozesses und der Analyse von Bewegungsfehlern werden sowohl sportspezifische als auch fachübergreifende Kenntnisse angewendet.

Die Schülerinnen und Schüler

  • verfügen über turnerische Fertigkeiten an mindestens zwei Turngeräten; Bewegungsrhythmus und Bewegungsfluss stimmen mit den Erfordernissen der Elemente überein,
  • demonstrieren Fertigkeiten im Rahmen selbst konzipierter Bewegungsarrangements allein, mit Partnerin bzw. Partner oder in der Gruppe,
  • beherrschen Sprungfolgen mit mehreren Elementen auf dem Trampolin, die in harmonischer Übungsverbindung geturnt werden,
  • kennen wichtige Helfergriffe und grundlegende Prinzipien bei der bewegungsbegleitenden, -führenden und -unterstützenden Sicherungs- und Helfertätigkeit und wenden diese an,
  • benennen und beschreiben Bewegungsgrundmuster der gelernten Fertigkeiten.
Themenfeld 4: Bewegung gymnastisch, rhythmisch und tänzerisch gestalten

Inhalte

  • elementare gymnastische und künstlerisch-kompositorische Fertigkeiten
  • Übungsverbindungen ohne Handgerät und mit einem klassischen oder alternativen Handgerät
  • tänzerische Techniken anhand einer Tanzform
  • Grundkenntnisse der Musikanalyse, Choreografie sowie der Charakteristik einer ausgewählten Gymnastik- oder Tanzform
  • gymnastische und tänzerische Bewegungsformen zur Verbesserung von Haltung, Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer
  • aerobe Ausdauer und Beweglichkeit
  • wesentliche Grundsätze, Zusammenhänge und praktische Beispiele im fitness- und gesundheitsorientierten Gymnastik- und Tanz-Sport

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Im Zentrum stehen zweckgebundene Bewegungsformen und die gestalterisch-kreative Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung. Durch den Umgang mit den vielfältigen Formen der Gymnastik und des Tanzes mit verschiedenen Bewegungsgrundformen und ihrer rhythmischen, räumlichen und dynamischen Variation wird die Wahrnehmungsfähigkeit differenziert herausgefordert und mit gestalterischen Elementen verknüpft.

Durch überwiegend offene und schöpferisch gestaltete Handlungssituationen fördert dieses Bewegungsfeld in besonderem Maße die soziale Kontaktfähigkeit. Tanz kann zudem eine Öffnung zur außerschulischen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sein und Verständnis für fremde Kulturen wecken. Neue Trends können in den Unterricht mit einbezogen werden und Grundlage für eine kritische Auseinandersetzung sein.

Die in diesem Bewegungsfeld angesprochenen Möglichkeiten für kreatives Bewegungshandeln bieten ein Entfaltungsfeld für beide Geschlechter; sie dürfen Jungen nicht vorenthalten werden.

Die Erfahrungsmöglichkeiten innerhalb dieses Bewegungsfeldes beziehen neben der eigenen Bewegung auch die speziellen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Handgeräten und unterschiedlichen Materialien mit ein.

Die rhythmische Bewegungsgestaltung im Tanz eröffnet Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten, sich variationsreich auszudrücken.

Die Entwicklung der körperlichen Darstellungs- und Improvisationsfähigkeit ist eng verbunden mit einer Sensibilisierung der audiovisuellen und kinästhetischen Wahrnehmung über verschiedene Bewegungsaktionen.

Vielfältige konditionelle und koordinative Übungsformen schaffen wichtige Grundlagen für eine sichere Aneignung sportlich-künstlerischer Bewegungselemente.

Die Schülerinnen und Schüler

  • verfügen über elementare gymnastische und künstlerisch-kompositorische Fertigkeiten, die sie, in Handlungskomplexen in stabiler und optimierter Ausführung rhythmisch-musikalisch gestaltet, reflektierend erbringen,
  • beherrschen Basis- und Kombinationstechniken wesentlicher Technikgruppen mit und ohne Handgeräte/Objekte/Materialien aus Gymnastik/Tanz/Bewegungskunst und wenden sie in kleinen Verbindungen in Einzel-, Partner- oder Gruppenform an,
  • erkunden aktiv unterschiedliche Musik durch einfache motorische Aufgaben bei einer ästhetischen Einheit von Musik und Bewegung
Themenfeld 5: Bewegen im Wasser

Inhalte

  • Schwimmtechnik im Erstschwimmstil (i. d. R. Brustschwimmen), Zweit- und Drittschwimmstil jeweils einschließlich Start und Wende
  • Elemente aus dem Rettungsschwimmen, dem Tauchen, dem Wasserspringen, dem Synchronschwimmen und dem Wasserball
  • Schwimmrhythmus
  • schwimmerische Grundlagen- und Kraftausdauer
  • wesentliche Grundsätze und Zusammenhänge und praktische Beispiele für fitness- und gesundheitsorientiertes Schwimmen,
  • bewegungstechnische und trainingsmethodische Kenntnisse des Bewegens im Wasser Kompetenzerwerb im Bewegungsfeld

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Beim Bewegen im, unter oder ins Wasser finden Handlungen in einem speziellen Medium statt und ermöglichen damit für die Schülerinnen und Schüler ein spezifisches Körper- und Bewegungserleben, wie z. B. Schweben, Gleiten, Sinken, Tauchen, Ins-Wasser-Springen, Kälte, Widerstand und Erfahren von Auftrieb. Sicheres und kontrolliertes Bewegen im Wasser sowie Rettungstechniken sind zudem eine unabdingbare Voraussetzung für alle Wassersportarten und gegebenenfalls lebensrettend.

Für die gesundheitliche Fitness können Bewegungshandlungen im Wasser mit ihren spezifischen Wirkungsfaktoren einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Schülerinnen und Schüler festigen erlernte Schwimmtechniken. Darüber hinaus setzen sie sich mit Elementen aus dem Rettungsschwimmen, dem Tauchen, dem Wasserspringen sowie aus dem Freizeitbereich auseinander. Sie erwerben wesentliche bewegungstechnische und trainingsmethodische Kenntnisse des Bewegens im Wasser, um die eigene Belastung konditionell und koordinativ gestalten zu können. Wasserspringen, Rettungsschwimmen, Synchronschwimmen und Wasserball stellen besondere Anforderungen dar und sind geeignete Betätigungsfelder für eine verantwortungsvolle Selbsteinschätzung und für die Bewältigung von Risikosituationen.

Bewegen im Wasser mit all seinen Facetten besitzt für die Schülerinnen und Schüler einen besonderen Freizeitwert.

Die Schülerinnen und Schüler

  • demonstrieren die Grundtechnik in drei Schwimmstilen, davon mindestens eine in einer wettkampfnahen Situation,
  • legen eine Sprintstrecke in hohem Tempo zurück,
  • schwimmen in einem Schwimmstil eine Strecke von mindestens 400 m,
  • demonstrieren ein technikorientiertes Springen von einer erhöhten Position (mindestens Startblockhöhe) ins Wasser,
  • bewältigen Spielsituationen im Wasserball sowohl in der Offensive als auch in der Defensive; dabei sind die Hauptmerkmale der Zielübung deutlich sichtbar, die Bewegungsausführung ist stabil, der Bewegungsfluss optimal; die Bewegungsrichtung und das Bewegungstempo können in der Spielsituation variiert werden,
  • demonstrieren eine Kür im Synchronschwimmen mit spielerisch erprobenden, künstlerisch-gestalterischen Handlungsformen,
  • erfüllen die Bedingungen einer komplexen Übung im Rettungsschwimmen,
  • können erste Hilfe bei Badeunfällen leisten und verfügen über Techniken der Selbst- und Fremdrettung.
Themenfeld 6: Fitness

Inhalte

  • Bewegungserfahrung in freizeitrelevanten Ausdauersportarten
  • Muskeltraining ohne Geräte, mit einfachen Geräten und mit speziellen Fitnessgeräten zur Harmonisierung des Körperbaus und zur Haltungsschulung
  • Problemzonentraining zum Ausgleich einseitiger Belastungen und zur Vorbeugung und Beseitigung muskulärer Dysbalancen
  • funktionelle Dehnübungen zur Vorbereitung des Trainings, als Entspannung, nach dem Üben oder als eigenständiges Fitnesstraining wie z. B. Stretching, Anspannungs- und Entspannungsdehnen, Funktionsgymnastik
  • psychoregulative Verfahren zur Verhinderung und zum Abbau von Stress

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Dieses Themenfeld besitzt eine große Relevanz für das weitere Leben der Schülerinnen und Schüler, die sich hier grundlegend mit dem eigenen Körper und dem eigenen Bewegen auseinander setzen. In vielfältigen Übungen und Aufgaben im Bereich der Körpererfahrung und Körperwahrnehmung reflektieren sie Vorstellungen zu Körperidealen und Körperakzeptanz.

Unterricht in diesem Bewegungsfeld beinhaltet ein besonderes Potenzial zur pädagogischen Bewertung von Leistungsfortschritt, Anstrengungsbereitschaft und Selbstständigkeit. Schülerinnen und Schüler lenken ihr Augenmerk besonders auf den Gesundheits-, aber auch auf den Freizeit- und Sozialwert von Bewegung und Sport. Dabei kommen Aspekte des eigenen Wohlbefindens, des Erlebens und Verstehens der Wirkungen sportlicher Betätigung verstärkt in den Blick. Fitness wird verstanden als der durch Bewegung und sportliches Training erreichte gute körperliche Zustand in seiner Wechselwirkung mit dem geistig-seelischen Befinden des Menschen. Schülerinnen und Schüler werden sensibel für die individuellen körperlichen Erfahrungen, lernen grundlegende Methoden und Wirkungen des Trainings der Ausdauer, der Beweglichkeit, der Kraft, der Koordination und von Entspannungsmaßnahmen kennen, um zunehmend eigenverantwortlich handeln zu können.

Die Schülerinnen und Schüler

  • erkennen den Wert von Körperübungen zur Gesunderhaltung,
  • reflektieren die Bedeutung funktionellen Erwärmens,
  • kennen und reflektieren die motorischen Grundeigenschaften Kraft und Ausdauer und wissen, wie diese erhalten und gesteigert werden können,
  • belasten sich im aeroben Bereich über mindestens 30 Minuten,
  • wenden Beweglichkeits- und Kraftübungen funktional an,
  • setzen Methoden, Übungen und Programme zur Entspannung eigenständig um,
  • beachten Prinzipien der Belastungssteuerung und Ernährung, um ihr individuelles Wohlbefinden positiv zu beeinflussen,
  • empfinden, kontrollieren und reflektieren Reaktionen des Körpers, besonders des cardio-pulmonalen Systems,
  • kennen den Zusammenhang zwischen körperlichen Fehlhaltungen, muskulären Dysbalancen und mangelnder körperlicher Bewegung mit dem Ziel der Prävention.
Themenfeld 7: Sporttheorie

Inhalte

Die Sporttheorie umfasst drei Bereiche, die jeweils Bezug zu den sportwissenschaftlichen Teildisziplinen und zu anderen Wissenschaftsbereichen nehmen und dadurch die Interdisziplinarität des Faches Sport unterstreichen:

  • 1. Wissen zur Realisierung des eigenen sportlichen Handelns mit Bezügen zur Bewegungswissenschaft, Trainingswissenschaft, Sportbiologie (Biologie und Medizin) und Psychologie
  • spezifische Grundlagen der unterrichteten Sportarten und weiterer sportpraktischer Funktionszusammenhänge von Bewegungsabläufen
  • Grundlagen, Erhaltung und Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch Training
  • 2. Wissen zum individuellen sportlichen Handeln im sozialen Kontext mit Bezügen zur Psychologie und Soziologie
  • Zusammenhang von Motiven, Werten, Normen und sportlichen Regeln
  • Organisation sportlicher Übungs- und Wettkampfsituationen mit anderen und für andere Formen sozialen Verhaltens im Sport
  • 3. Wissen über den Sport im gesellschaftlichen Kontext mit Bezügen zur Soziologie, Geschichte, Wirtschaft und Politik
  • Motive sportlichen Handelns
  • Wechselbeziehung (Wirkungen und Einflussnahme) zwischen Wirtschaft, Politik, Medien und Sport

Kompetenzerwerb im Themenfeld

Der Unterricht soll wichtige Bereiche des Sports umfassen und eine systematische Bearbeitung ermöglichen. Zur Bearbeitung der festgelegten drei Bereiche müssen Ergebnisse verschiedener Disziplinen der Sportwissenschaft herangezogen werden.

Kurshalbjahre

Grundkursfach

Sportpraxiskurse

Die angebotenen Kursthemen für die Sportpraxiskurse legen die Sportlehrer auf der Grundlage dieses Rahmenplanes in ihren Stoffverteilungsplänen unter Berücksichtigung der materiellen und  organisatorischen Bedingungen fest.

Leistungskursfach

Sportpraxiskurse

In jedem Sporttheoriekurs gemäß Themenfeld 7 sind enge Theorie-Praxis-Bezüge zu mindestens zwei Themenfeldern aus 1-6 herzustellen.

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