Schulordnung des Privaten Beruflichen Gymnasiums

Inhalt

  1. Allgemeines
  2. Gymnasiale Oberstufe
  3. Schulorganisatorische Planung
  4. Schlussbestimmung

Prof. Dr. Eberhard Meumann

1. Allgemeines

1.1 Geltungsbereich

Die vorliegende Schulordnung regelt in Ergänzung des Schulvertrages die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem in der Trägerschaft des Campus Berufsbildung e.V. Berlin betriebenen beruflichen Gymnasiums in der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung (künftig Schule) und den Oberstufenschülern.

1.2 Ansprechpartner

Bei Fragen und Problemen der Schüler stehen folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gymnasialen Oberstufe (GO) zur Verfügung:

  • Sekretariatsmitarbeiter/innen
  • Lehrkräfte
  • Schulleitung
  • Pädagogischer Direktor des Campus Berufsbildung e.V.

Außerdem können sich Schülerinnen und Schüler an ihre Klassensprecherinnen bzw. Klassensprecher wenden. Klassensprecherinnen bzw. Klassensprecher und ihre Stellvertreter werden zu Beginn des Schuljahres von den Schülern der Klasse gewählt. Aufgabe der Klassensprecherinnen und Klassensprecher ist es, die Kommunikation mit den Lehrkräften und weiteren Ansprechpartnern zu unterstützen.

1.3 Kontaktadresse der Schüler

Schriftliche Mitteilungen werden an die im Vertrag genannte Adresse der Schüler gesandt. Bei Minderjährigen geht die Mitteilung dem gesetzlichen Vertreter zu. Einen Wohnortwechsel haben die Schüler (bei Minderjährigen der gesetzliche Vertreter) gegenüber der Schule schriftlich anzuzeigen.

1.4 Allgemeine Verhaltenspflichten der Schüler

1.4.1 Gegenseitige Rücksichtnahme

Die Schüler wirken an einem konstruktiven Unterrichtsverlauf mit. Sie sind verpflichtet, sich während und außerhalb der Unterrichtstunden so zu verhalten, dass der Unterrichtsbetrieb nicht gestört wird. Dies setzt insbesondere Respekt und Rücksichtnahme gegenüber anderen Schülern und Lehrkräften sowie anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Campus Berufsbildung e.V. voraus. Das Mitführen von Drogen und Alkohol, sowie der Konsum von Drogen und Alkohol sind verboten, ebenso das Mitführen und Benutzen von Waffen jeglicher Art.

1.4.2   Hausordnung

Die Schüler sind verpflichtet, alle Außenanlagen und Räumlichkeiten der Campus Berufsbildung e.V., insbesondere ihren Lernplatz, sauber zu halten. In allen Unterrichtsräumen ist Essen und Trinken nicht gestattet. Im gesamten Gebäude gilt Rauchverbot. Organisations- und Sicherheitsvorschriften, die den Schülern bekannt gemacht werden, sind einzuhalten. Die Schüler sind gehalten, Energie zu sparen.

1.5 Haftung

1.5.1 Haftung der Schüler

Schüler (bei Minderjährigen ggf. auch der gesetzliche Vertreter) haften für Schäden, die sie fahrlässig oder vorsätzlich verursacht haben. Insbesondere lässt die Schule jeden Diebstahl sowie Kopieren geschützter Software juristisch verfolgen. Die Schüler stellen die Schule von Ansprüchen Dritter frei, die aus Verstößen gegen die vorliegende Schulordnung resultieren, sofern der Schüler/die Schülerin diese zu vertreten hat. Dies gilt insbesondere im Falle einer Verletzung von Urheber- und Schutzrechten.

1.5.2 Haftung von Campus Berufsbildung e.V.

Campus Berufsbildung e.V. Berlin haftet für Schäden, gleich aus welchem Rechtsgrund, nur bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder der schuldhaften Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit ist die Haftung für Sach- und Vermögensschäden auf die Höhe typischerweise vorhersehbarer Schäden begrenzt.

Für persönliche Gegenstände sind die Schüler selbst verantwortlich. Die Schule haftet dafür nicht. Die Schule haftet ferner nicht für Schäden aufgrund von höherer Gewalt, so insbesondere nicht für Schäden infolge Naturkatastrophen, Krieg, Streiks und Aussperrungen in Betrieben außerhalb der Schule, sowie rechtmäßigen Arbeitskampfmaßnahmen in Betrieben des Campus Berufsbildung e.V.. Die Haftung für Schäden aus einer schuldhaften Verletzung des Lebens, des Köpers oder der Gesundheit sowie die Haftung aus Garantien und nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

1.6 Datenschutz

Die Schüler werden darauf hingewiesen, dass ihre persönlichen Daten in Campus-Datenverarbeitungssystemen unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Datenschutzvorschriften gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Eine Übermittlung der Daten an Dritte erfolgt nur für die Zwecke des Vertragsverhältnisses.

1.7 Schulgeld

Der Besuch der Schule ist schulgeldpflichtig. Fälligkeiten und Zahlungsweise sind im Schulvertrag geregelt. Das Schulgeld umfasst lediglich einen relativ geringen eigenen Anteil der insgesamt hohen Kosten zum Betrieb der Schule.

1.8 Rücktritt

Der Schulvertrag ist für den darin genannten Zeitraum fest abgeschlossen. Die Schule kann vom Vertrag bis vier Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres zurücktreten, falls bis zum Zeitpunkt des Beginns nicht die vorgesehene Mindestschülerzahl erreicht ist. Im Falle eines wirksamen Rücktritts der Schule haben die Schüler keinen Anspruch auf Schadenersatz oder eine sonstige Erstattung. Bereits erbrachte Zahlungen von Schulgeld werden rückerstattet.

1.9 Kündigung aus wichtigem Grund

Die Schule kann den Schulvertrag kündigen, wenn die vertraglich festgelegte Zahlung des Schulgeldes nicht in der vertragsgemäßen Weise erfolgt, insbesondere, wenn Zahlungsverzug von mindestens zwei Monatsraten besteht. Eine Kündigung des Schulvertrages aus wichtigem Grund ist ebenfalls gegeben, wenn die Schülerin/der Schüler in grober Weise gegen die im Schulvertrag und/oder in der Schulordnung festgelegten Regelungen verstößt und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zum vorgesehenen Schulabschluss für die Schule nicht zumutbar ist. Die Schülerin/der Schüler ist vorher abzumahnen, sofern nicht die gesetzlichen Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung ohne vorausgegangene Abmahnung vorliegen.

Bei Minderjährigen gehen Abmahnung und Kündigung auch dem gesetzlichen Vertreter zu. Ein Anspruch auf Rückerstattung bisher gezahlten Schulgeldes ist ausgeschlossen. Die Schule behält sich Schadenersatzansprüche und ggf. weitere Ansprüche vor.

1.10 Verlegung des Unterrichtsortes

Die Schule ist berechtigt, den Ort des Unterrichts an einen anderen geeigneten Schulort des Campus Berufsbildung e.V. Berlin zu verlegen, soweit sich die Erreichbarkeit des Ortes für die Schüler nicht unzumutbar verschlechtert. Die Schule ist ferner berechtigt, den Beginn des Unterrichts auf einen späteren Zeitraum zu verlegen, ohne dadurch das Ziel des Schulabschlusses und die staatliche Abschlussprüfung zu gefährden.

1.11 Nutzungsrechtsübertragung

Die Schüler räumen der Schule an allen Produkten, die sie ggf. in Zusammenarbeit mit anderen Schülern und/oder Lehrkräften im Rahmen schulischer Veranstaltungen herstellen, unentgeltlich die ausschließlichen, übertragbaren, zeitlich und örtlich unbegrenzten Nutzungsrechte ein, soweit den Schülern an den Produkten Urheberrechte oder Rechte an schutzfähigen Erfindungen oder Schöpfungen zustehen. Die Rechtseinräumung erstreckt sich auf alle bekannten Nutzungsarten, die nach dem Zweck der Schulbildung für die Schule von Bedeutung sind. Die Schüler verpflichten sich, bei der Herstellung des Produkts keine Schutzrechte Dritter zu verletzen. Die Schüler verpflichten sich weiterhin, im Einzelfall einen gesonderten Lizenzvertrag mit der Schule im Hinblick auf das jeweils betroffene Produkt abzuschließen.

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2. Gymnasiale Oberstufe

Die Aufnahme der Schülerinnen und Schüler in die gymnasiale Oberstufe, die Durchführung der gymnasialen Oberstufe, die allgemeinen Prüfungsbestimmungen der Abiturprüfungen sowie der Prüfungsablauf und die Sonderbestimmungen für berufliche Gymnasien richten sich nach der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe vom 18. April 2007 (GVBl. S. 156), zuletzt geändert durch Verordnung vom 11. Februar 2010 (GVBl. S. 82), in der jeweils gültigen Fassung sowie der AV Prüfungen vom 12. Mai 2006 (ABl. S. 2745), zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschriften vom 13. April 2010 (ABl. S. 646).

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3. Schulorganisatorische Planung

3.1 Planungsdokumente für die Hand der Schülerinnen und Schüler

Auf der Grundlage des Schulgesetzes für das Land Berlin in der aktuell gültigen Fassung und der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe erhalten die Schülerinnen und Schüler vor Beginn des Eintritts in die Einführungs- bzw. Qualifikationsphase  folgende Dokumente als verbindliche Unterlagen

(1)  Planung der Modulfolge bzw. Kurse für jeweils ein Schulhalbjahr mit Lehrereinsatz

(2)  Stundenplan für jeweils ein Schulhalbjahr

(3)  Ferienplanung für den Zeitraum der dreijährigen gymnasialen Oberstufe

(4)  Mitteilung über Termine der schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen rechtzeitig vor den Prüfungen

Unter Beachtung des von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin genehmigten Konzepts der gymnasialen Oberstufe in der Trägerschaft des Campus Berufsbildung e.V. Berlin ist die Schule in der Gestaltung ihres handlungsorientierten modularen pädagogischen Konzepts frei.

3.2 Benutzung der Trainingsausstattung am PC

Die Schule gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler Zugriff auf arbeitsplatzgerechte Trainingsausstattung am PC haben. Jeder Schülerin und jedem Schüler  steht ein eigener Trainingsplatz zur Verfügung. Zu Unterrichtszwecken werden speziell ausgewählte Unterlagen übergeben. Den Schülern ist es nicht gestattet, andere als die von den Lehrkräften übergebenen Aufgaben und Fallstudien / Projekte auf der PC Trainingsausstattung zu bearbeiten. Kopieren oder Löschen fremder Daten ist nicht gestattet und wird strafrechtlich verfolgt. Copyright – Bestimmungen bezüglich der eingesetzten Materialien sind zu beachten.

3.3 Qualifizierungszeiten

Die Schüler erhalten am Beginn eines jeden Schulhalbjahres einen Überblick über die zeitliche und inhaltliche Gliederung der Ausbildung. Die Anwesenheit der Schüler an den Pflichtveranstaltungen ist verbindlich.

3.4 An-, Abwesenheit

Die Schüler sind verpflichtet, an allen Lehrveranstaltungen teilzunehmen, die Unterrichtszeiten exakt einzuhalten und im Unterricht aktiv mitzuarbeiten.

Abwesenheit ist nur aus wichtigem Grund (z.B. Krankheit) zulässig. Eine Entschuldigung hat unmittelbar  zu erfolgen. Krankheitsbedingtes Fernbleiben vom Unterricht ist vom ersten Krankheitstage an ärztlich zu bescheinigen. Die ärztliche Bescheinigung ist der Schule spätestens am dritten Tag nach dem ersten Krankheitstag vorzulegen.

3.5 Internet

3.5.1 Zulässige Nutzungszwecke

Die Schüler dürfen die bei Campus Berufsbildung e.V. installierten Internetzugänge ausschließlich zu Bildungszwecken im Rahmen des Unterrichts sowie für ihre Stellensuche und Bewerbungen benutzen. Jede sonstige Nutzung ist ausgeschlossen.

3.5.2 Verhaltenspflichten

Es ist unzulässig, über die Internetzugänge Inhalte unter Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften oder gegen Schutzrechte oder gegen Persönlichkeitsrechte Dritter Daten abzurufen, anzubieten oder zu versenden. Die Schüler dürfen keine Erklärungen im Namen der Schule abgeben und keine Daten und Informationen über die Schule ins Netz eingeben. Die Rechnereinstellungen dürfen nur auf ausdrückliche Anweisung der unterrichtenden Lehrkraft verändert werden.

3.6 Qualitätsurteile

Im Sinne stetiger Qualitätsverbesserung der schulischen Bildung  sind die Schüler angehalten, in regelmäßigen Abständen zu inhaltlich zusammenhängenden Fachgebieten auf von der Schule bereit gestellten Bewertungsbögen Qualitätsurteile abzugeben.

3.7 Zusätzliche Angebote

Als autorisierte Testzentren für international anerkannte Sprachzertifikate in Englisch (TOEIC), in Spanisch (D.E.L.E.) und Französisch (TFI) sowie des Europäischen Computerführerscheins (ECDL) bietet die Schule Möglichkeiten, entsprechende Prüfungen abzulegen.

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4. Schlussbestimmungen

Im Übrigen gelten für die für die gymnasiale Oberstufe einschlägigen Rechtsnormen in der jeweils aktuellen Fassung.

Berlin, 08. Mai  2010

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